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Kein gesprungenes Displayglas mehr: Student entdeckt zufällig selbstheilenden Kunststoff

Veröffentlicht am: von

iphone8-schemaDer Displaybruch nach einem Fallschaden gehört wohl zu den häufigsten Reparaturaufträgen bei Smartphones. Das Displayglas übersteht einen Sturz nur selten und so bleibt dem Besitzer meist nichts anderes übrig als das Glas wechseln zu lassen. Einem japanischen Studenten ist es nun jedoch gelungen, genau diese Problematik in Zukunft zu vermeiden.

Eigentlich wollte der Student lediglich einen neuen Klebstoff testen und hat dafür ein Glas aus transparentem Polymer wieder zusammengefügt. Beim Zusammenfügen fiel dem Student jedoch auf, dass nicht nur die beiden Teile durch den Klebstoff zusammenhielten. Vielmehr war es so, dass unter dem Druck der Finger die Bruchstelle quasi komplett verschwunden ist. Es war nach einigen Stunden keine Trennstelle mehr zu erkennen.

Für Selbstheilung genügt etwas Druck der Finger

Bei weiteren Versuchen stellte der Student fest, dass sich das genutzte Polymer unter leichtem Druck wieder komplett selbst heilt. Es bedarf dafür auch keinen hohen Druck. Für die Selbstheilung würden die Finger und Zimmertemperatur ausreichen. Das eingesetzte Polymer weißt zudem eine hohe Festigkeit auf, sodass dieses auch als Displayglas eingesetzt werden könne.

Zwar gibt es schon selbstheilende Kunststoffe, doch diese müssen für die Selbstheilung einer hohen Hitze ausgesetzt werden. Bei dem nun entdeckten Polymer ist es hingegen möglich, einen Sprung im Glas mit sehr geringem Aufwand zu reparieren.

Ob sich der Werkstoff durchsetzen wird und sich das selbstheilende Displayglas auch in der Massenproduktion herstellen lässt, kann noch nicht vorhergesagt werden. Zumindest gibt es aber nun einen weiteren Schritt zu robusteren Smartphones oder zumindest könnte ein solcher Schaden in Zukunft deutlich schneller repariert werden.  

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Kommentare (25)

#16
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Registriert seit: 01.01.2015
€Uropäische Union - Bairischer Sprachraum
Kapitän zur See
Beiträge: 3676
Grandios Leistung, aber kommen wirds wenn man die Industrie kennt wohl eher nicht, damit lässt sich kein Geld verdienen, damit geht sogar Geld flöten, vor allem Apfel würde es sehr weh tun wenn man keine extrem überteuerten Preise für Reparaturen stellen kann, denn Kundenfreundliche agieren ist LEIDER nicht gerade typisch für Firmen, nicht ohne Grund kommen immer mehr voll verglaste Geräte auf den Markt, optische Gründe hat dies nur für die PR.
#17
Registriert seit: 15.09.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1737
Die Hersteller wollen möglichst viel Geld.

Samsung und Apple bauen Handys, die mit der Zeit immer langsamer werden.
Damit man neu kauft.

Philips Fernseher gehen wie von Zauberhand kurz nach Ende der Garantie kaputt. Damit man neu kauft.

Bei VW brechen ständig Kunststoffnasen an den Fensterhebern (in der Tür ab). Die Teile gibts nicht einzeln, man muss das ganze Modul für über 100€ neukaufen, weil ein Plastikteil, klein wie ein 10 Cent Stück, defekt ist.

Beim Auspuff geht komischerweise oft die Schweißverbinding am Flexrohr kaputt.
Das Teil gibts nicht einzeln, sondern nur mit Kat - ist also das teuerste Teil am Auspuff.

Das ist fast überall so.


Ich kaufe nach schlechten Erfahrungen gar nichts mehr von diesen Firmen.

Viele Leute kaufen wohl nur billig und bling bling.
Ich würde sofort mehr Geld ausgeben, wenn die Produkte halten würden.

Und da bin ich nicht alleine.
So ein Hersteller würde am Gerät mehr Geld verdienen, als an so einem Wegwerfteil und sich so viele, viele Kunden von der Konkurrenz holen.
Zufriedene Kunden wären Stammkunden, kommen wegen der Defekte aber nicht alle 2 Jahre zum Neukauf.
#18
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Registriert seit: 04.09.2004

Stabsgefreiter
Beiträge: 329
Zitat DragonTear;26031735
@Romsky
Patente verhindern/verbieten keine Forschung!
Gäbe es echt praktikable Ansätze und solche eierlegenden Wollmilchsau-Technologien wären sie schon längst zumindest als Universitätsprojekte realisiert worden.


Diese Universitätsprojekte, wenigstens zu keramischen Motorteilen, gab es tatsächlich: In den späten 90ern wurde an der Uni Dortmund an Autoventilen aus Siliziumnitrid geforscht, die wenigstens Prototypstatus erlangt haben. Ob das später weiterverfolgt wurde entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

Gruß,
fisch
#19
Registriert seit: 13.02.2006
Koblenz
Admiral
Beiträge: 10478
Zitat Armadillo;26031216
Witzig, dass niemandem auffällt, dass Glas != Kunststoff (Polymer). Ich bezweifle, dass der Kunststoff gleichzeitig auch noch so kratzbeständig wie Gorilla-Glas oder ähnliche Produkte ist.
Von daher sehe ich da überhaupt nicht, was das mit Handydisplays zu tun hat?!


Hab ich auch gedacht. Die Überschrift ist auch etwas fehlleitend. Springen tuts ja trotzdem... ;)
#20
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Registriert seit: 12.02.2011
Baden Württemberg
Kapitän zur See
Beiträge: 3227
Wie lustig immer davon ausgegangen wird, das wirklich gute Ideen irgendwie wieder verschwinden. Das hat schon was von Verschwörungstheorie.

Die Idee hört sich lediglich in der news nett an. In der Praxis kann das etwss völlig anderes sein. In etwa wie BEISPIELSWEISE: ".....jedoch kostet der cm2 für ein solches Display 50 Dollar" oder "jedoch vergilbt/verschmilzt" das Display aus diesem Material sofort bei Sonneneinstrahlung"... denn diese kontras stehrn meistens nicht bei diesen ach so tollen Erfindungen dabei. Hauptsache ein Artikel wurde erstellt und gelesen.
#21
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Registriert seit: 01.01.2009
Irgentwo im Nirgentwo
Obergefreiter
Beiträge: 78
Zitat Tzk;26032268
Hab ich auch gedacht. Die Überschrift ist auch etwas fehlleitend. Springen tuts ja trotzdem... ;)


Glas != Anorganisch
Acrylglas = Polymer

Wo ist das Problem bei:
Polymer = Glas?


@ Patentdiskusion:

Wenn das Material leicht herzustellen ist und kostengünstig ist und hält was hier versprochen wird, werden wir es bald auf Handys sehen. Da brauch man sich keine Sorgen wegen der Industrie und Patente etc. machen. Ich hab zwar noch nie ein kaputtes Handydisplay gehabt, es soll wohl aber ein enormes Problem in der heutigen Zeit sein. Da wird sich keiner gegen wehren können ein Patent kostet auch eine menge, das wird sich ein Student nicht selbst leisten können. Also selbst wenn es der Sohn von Satan wäre und er uns diese Technologie aus Bosheit vorenthalten will, bezweifle ich das er es finanziell Stämmen könnte und wo ein Markt, da ist auch ein Weg.
Das der Keramikmotor sin nicht durch gesetzt hat liegt wahrscheinlich nicht an den Patenten, sondern daran, dass so ein Motor um ein vielfaches teuer wäre, als Metallguss Technologien. Und wer will für seinen Auto zig Tausend Euro mehr ausgeben für ein paar Kilogramm weniger Gewicht? Also Schlicht kein Markt und daher auch kein Produkt. Wer schon mal mit Keramikformteilen Konstruiert hat, weiß um die enormen Kosten die Keramiken verursachen.
#22
Registriert seit: 13.02.2006
Koblenz
Admiral
Beiträge: 10478
Im Volksmund ist Glas eher als anorganisch bekannt... Also z.B. SiO2.
Prinzipiell hast du aber Recht, keine Frage. Gibt ja durchaus organische, nichtmetallische anorganische und metallische Gläser...

Ob das genannte Polymer nun noch die gewünschte Oberflächenhärte hat um dauerhaft gegen Kratzer beständig zu sein bleibt die große Frage.
#23
Registriert seit: 12.06.2015

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1305
So lange das Zeug kratzerresistent genug für den Massenmarkt ist und die Herstellbsrkeit gegeben ist, ist er oder sein Prof. auf jeden Fall reich xP
#24
Registriert seit: 05.01.2013

Matrose
Beiträge: 27
"Der Student" selbst hat überhaupt keine Probleme mit einem Patent, da dieses natürlich durch seinen Prof angemeldet und geistiges Eigentum der Universität in Tokyo ist. Die kann sich so ein Patent gemütlich leisten. In der Schublade wird das ganz sicher nicht verschwinden, da man damit kein Geld verdient. Sollte das tatsächlich praxistauglich sein - was ich bezweifle aus schon genannten Gründen - wird es ein großer Hersteller lizensieren und ordentlich Geld dafür zahlen.
Patente wie der ominöse Keramikmotor verschwinden nicht einfach in Schubladen. Sie sind ja angemeldet und damit alle relevanten Details veröffentlicht, ab da an können alle anderen Hersteller in Ruhe daran forschen. Wenn dann das böse BMW das Patent 20 Jahre (oder 25, genau weiß ich es ad hoc nicht) lang liegen lässt, läuft es ab und alle anderen freuen sich...

edit: die Originalpublikation findet sich übrigens HIER, da wäre eine Verlinkung im Artikel ganz nett gewesen.
#25
Registriert seit: 27.09.2015

Obergefreiter
Beiträge: 93
Zitat Tzk;26032366
Im Volksmund ist Glas eher als anorganisch bekannt... Also z.B. SiO2.

Ich glaub der "Volksmund" hat noch nie darüber sinniert ob Glas organisch oder anorganisch ist. ;)
Es ist wohl eher so dass sich das Wort "Displayglas" im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert hat.."Displaypolymer" oder "Displaykunststoff"
hört sich einfach komisch an.
Ist genauso wie bei Brillengläsern..zu 95% sind die aus Kunststoff aber trotztem heißt es Brillenglas.
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