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Motorola verlangt 579 US-Dollar für „völlig ungewöhnliches“ Moto X

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motorola neuMit dem Moto X bietet Motorola das erste Smartphone an, das von Anfang an gemeinsam unter der Regie von Google entwickelt wurde. Schon früh hob der Hersteller dabei drei Eigenschaften des Geräts hervor: Die permanent aktive Sprachsteuerung, die umfangreichen Design-Möglichkeiten sowie die Produktion in den USA.

Trotz dieser Alleinstellungsmerkmale musste sich Motorola viel Kritik aufgrund des hohen Preises gefallen lassen. In den USA müssen Käufer eines Moto X im Rahmen eines zweijährigen Laufzeitvertrags einen Zuzahlung in Höhe von knapp 200 US-Dollar leisten, ebenso viel wie bei einem Samsung Galaxy S4 oder Apple iPhone 5. Angesichts der verbauten Technik, die sich im Bereich der oberen Mittelklasse bewegt, eine hohe Summe. Laut den Experten von iFixit und IHS gibt es aber durchaus Gründe für den Preis.

Denn während des Auseinanderbauens des Smartphones stieß man bei iFixit auf ein Layout, das man in dieser Form bei noch keinem Mobiltelefon vorgefunden hat. Der Aufbau sei „völlig ungewöhnlich“, dies gelte sowohl für die Anordnung der Bausteine auf dem Mainboard als auch für Platzierung der meisten Komponenten. Den sprichwörtlichen Mittelpunkt bildet Qualcomms S4-Pro-SoC mitsamt der beiden von Motorola konzipierten Coprozessoren, die für Sprachsteuerung und kontextuelles Computing verantwortlich sind. Zusammen mit verschiedenen weiteren Chips wird das X8 genannte System gebildet, zu dem sich unter anderem Kamera, Akku und Display gesellen. Trotz des ungewöhnlichen Aufbaus sei das Moto X aber vergleichsweise einfach zu reparieren, was eine Wertung von 7 von 10 Punkten bedeute.

Gleichzeitig soll der eigenwillige Aufbau aber auch Auswirkungen auf die Materialkosten haben. Dementsprechend äußerte sich zumindest IHS gegenüber All Things D. Die Analysten, die bekannt für ihre Einschätzungen von Material- und Produktionskosten sind, gehen davon aus, dass Motorola für die Bauteile eines Moto X 209 US-Dollar zahlen muss. Die teuersten Komponenten seien dabei das Display inklusive Ansteuerung für gut 62 US-Dollar, der Qualcomm-SoC für 28 US-Dollar sowie die Datenmodule für WLAN, Bluetooth und Mobilfunk für 15 US-Dollar; die komplette Übersicht ist noch nicht verfügbar.

Der Zusammenbau des Smartphones in den USA soll den Angaben zufolge etwa 4 bis 5 US-Dollar zusätzlich kosten. Insgesamt bewegen sich die Produktionskosten so bei etwa 12 US-Dollar, inklusive Materialien koste das Moto X somit circa 221 US-Dollar. Nicht enthalten sind dabei allerdings die Kosten für Marketing, Entwicklung und anderes, die tatsächliche Summe sei deshalb eine andere, so die Analysten. Dennoch dürfte Motorola eine branchenübliche Marge mit dem Gerät erwirtschaften.

Denn wie das Unternehmen am gestrigen Dienstag bekannt gab, kostet das Smartphone ohne Vertrag unverbindliche 579 US-Dollar. Damit ist es in diesem Punkt deutlich günstiger als das Samsung Galaxy S4 oder das Apple iPhone 5, was die hohe Zuzahlung bei Vertragsabschluss aber letztlich wieder nicht begründet.

 

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Kommentare (4)

#1
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Registriert seit: 04.10.2007

Oberbootsmann
Beiträge: 999
jetzt dachte ich hier gibt es Bilder. Wenn "ungewöhnlich ist" wollte ich glatt mal drüber schauen...
#2
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Registriert seit: 10.06.2008
Emsland / Bochum
Admiral
Beiträge: 10940
Toll dann sortiert Intel bald nicht mehr ATX sondern einfach alles anders auf einem Mainboard und das ist dann die Innovation?!
#3
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Registriert seit: 29.08.2011

Kapitänleutnant
Beiträge: 1752
Naja den Aufpreis für die "völlig ungewöhnliche" Bauweise haben die sich selbst zu verschulden.

Zu dem Preis würd ich mal sagen: Apple 2.0.
#4
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Registriert seit: 20.07.2009

Bootsmann
Beiträge: 669
soso der Aufpreis für eine Fertigung in den USA beträgt nur 5$ ...wenn mich der Aufpreis für eine Fertigung in DE nur 10€ mehr kosten würde, wäre das für mich für so gut wie jedes höherwertige Produkt ein KAUFGRUND.
Und andrerseits sieht man daran wie beschissen im Westen die Löhne bereits sein müssen um nur 5$ höhere Kosten zu verursachen, aber wengistens bleibt das Geld dann hier und nicht in China.
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