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Zukunftschancen von Google Glass schwinden

Veröffentlicht am: von

google glass logoZweieinhalb Jahre nach der Vorstellung ist ein Erfolg von Google Glass unwahrscheinlicher denn je. Denn nicht nur, dass der reguläre Verkaufsstart nicht wie angekündigt noch in diesem Jahr erfolgen wird, auch die Zahl der Unterstützter wird immer geringer. Dies zumindest meldet Reuters und beruft sich dabei auf Aussagen von Entwicklern.

Von 16 Befragten hätten neun inzwischen ihre Arbeit an Applikationen für die Datenbrille komplett eingestellt, weitere drei hätten zudem die Entwicklung von Consumer-Apps aufgegeben und würden sich statt dessen auf Business-Anwendungen konzentrieren. Einzig große Unternehmen würden an ihren Projekten festhalten, darunter Facebook und OpenTablet - nur Twitter hatte diesen Kreis verlassen und die Umsetzung einer Glass-App aufgegeben.

Das Henne-Ei-Problem

Der Grund für den Stimmungswechsel ist ein altbekannter: Die Entwickler sehen keinen Markt für ihre Programme. Auf den Punkt bringt es Tom Frencel, der dem Spielentwickler Little Guy Games vorsteht. „Wenn 200 Millionen Google Glass verkauft worden wären, wäre die Aussicht eine andere. Zu diesem Zeitpunkt gibt es keinen Markt.“ Diesen sieht Frencel - wie wohl auch einige andere Entwickler - derzeit eher in Produkten wie Oculus Rift oder Sony Morpheus. Zwar ist auch dort noch nicht abzusehen, wann die kritische Masse in Form hoher Verkaufszahlen erreicht wird, der überwiegende Teil der Branche scheint sich jedoch sicher zu sein, dass die Chancen auf Erfolg bei Oculus und Co. größer als bei Google sind.

Nur ein Hype? Die Erfolgsaussichten von Google Glass scheinen geringer zu werden

Aber auch im eigenen Hause scheint der Glaube zu schwinden. So zumindest könnte man die personellen Verluste der vergangenen Monate beschreiben. Nicht nur der ehemalige Entwicklungszeiten Babak Parviz hat Google verlassen, auch Elektrotechnik-Chef Adrian Wong und Ossama Alami, zuständig für die Zusammenarbeit mit Drittentwicklern, haben sich neue Arbeitgeber und Projekte gesucht. In Mountain View selbst will man von den negativen Schlagzeilen nichts wissen. Man stehe nach wie vor hinter dem Projekt, so der dafür mitverantwortliche Chris O’Neill gegenüber Reuters. Auch am Verkaufsmodell für die breite Masse halte man fest, dies würde jedoch einige Zeit dauern, man werde kein unfertiges Produkt auf den Markt bringen. Branchenkenner schätzen die Lage jedoch ähnlich wie die Mehrheit der befragten Entwickler ein.

Mit Rabatten zum Erfolg?

Als Indiz für das mittlerweile aber auch bei Verbrauchern geschrumpfte Interesse wertet das Portal Preise auf Portalen wie eBay. Dort könne man die ursprünglich für 1.500 US-Dollar verkaufte Explorer-Version mittlerweile für die Hälfte erstehen. Aber auch Google selbst scheint die Verkäufe mit Preissenkungen ankurbeln zu müssen. Denn einigen Kunden bietet man zwei Exemplare zum Preis von einem an.

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Kommentare (19)

#10
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Registriert seit: 02.05.2012

Matrose
Beiträge: 18
Das wäre auch eine Möglichkeit stimmt vielleicht noch in Verbindung mit einer winzigen roten Led bei Kamera Aktivität wie früher an Camcordern
#11
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Registriert seit: 12.02.2011
Baden Württemberg
Fregattenkapitän
Beiträge: 2651
Zitat Alucard2150;22869686
Das wäre auch eine Möglichkeit stimmt vielleicht noch in Verbindung mit einer winzigen roten Led bei Kamera Aktivität wie früher an Camcordern


Widerstand ist zwecklos.
Sie werden assimiliert werden.
#12
Registriert seit: 19.01.2007

Vizeadmiral
Beiträge: 6804
ja man singt schon über den Abgesang bevor solche Produkte richtig im markt sind...
#13
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Registriert seit: 06.10.2003
Köllefornia
Werbefläche zu vermieten!
Beiträge: 4964
Ich erinnere mich noch an eine Pressemeldung in der von einem Gewaltopfer die Rede war, welches verprügelt wurde, weil es das Ding anhatte.
So etwas ist halt nicht die beste Werbung für ein so interessantes Produkt.
#14
Registriert seit: 05.04.2007

Stabsgefreiter
Beiträge: 359
Für arbeiten im Serverraum wäre das sicherlich vorteilhaft, aber besonders dort ist Datenschutz wichtig.
Womöglich sollte Google lieber an dieser Stelle arbeiten, statt den Preis so stark zu drücken.
#15
Registriert seit: 19.01.2007

Vizeadmiral
Beiträge: 6804
am ende interessiert das kaum jemand...siehe apples mdm Implementierung
#16
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11855
Zitat Orioon;22918486
Für arbeiten im Serverraum wäre das sicherlich vorteilhaft,

War noch nie in einem Serverraum (außer dem kleinen unserer Schule) aber was sollte man dort denn damit machen?
Ein Bild vom Surfen durchs Cyberspace ala SciFi kam mir grad in den Kopf xD

Oder meinst du einfach nur als Monitor nutzen? Denke da kannst du beruhigt sein was Datenschutz angeht. Die ganze Grafik weiterzuleiten wäre zu aufwendig und sowieso sinnlos da nur schwer digital analysierbar.
#17
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Registriert seit: 02.12.2014
Bremen
Matrose
Beiträge: 4
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Menschen dazu bereit sind mehrere Stunden lang
so eine "Kamera" vor den Augen tragen zu wollen.
Wie die menschliche Hand die Display-Größe von Smartphones begrenzt so begrenzt meiner
Meinung nach auch das menschliche Sichtfeld das "Google Glass"-Projekt.
#18
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11855
Huh? Glaube du hast das Prinzip nicht ganz verstanden. Das Display ist durchsichtig. D.h. dein Sichtfeld wird weder eingeschränkt, noch erweitert - es werden nur zusätzliche Infos in dein Sichtfeld eingeblendet.

Was begrenzt ist schlichtweg das Repertoire an (sinnvollen), gut umgesetzten Apps sowie der Menschliche Drang neuen Dingen erstmal sehr engstirnig gegenüber zu stehen.
#19
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Registriert seit: 02.12.2014
Bremen
Matrose
Beiträge: 4
Nee Nee ... ich habe mich an dieser Stelle wohl nicht so gut ausgedrückt.
Was ich meinte ist, dass das Display zwar durchsichtig ist, aber ja trotzdem im Sichtfeld der tragenden
Person und auch auf dem Kopf ein zusätzliches Gerät seinen Platz finden muss.

Bei einer gewissen größe von Handy-Displays neigen Menschen nun mal eben dazu den Nutzen in so
einem Gerät nicht mehr zu sehen, weil es zu sperrig und damit nicht mehr komfortabel ist.

Bei dem Glass-Projekt könnte ich mir vorstellen, dass die Menschen tendenziell eher dazu neigen
werden, dass sie sich so eine Brille nicht über einen längeren Zeitraum aufsetzten wollen.
Wenn man dieses Gerät aber nicht über einen längeren Zeitraum trägt oder tragen kann geht für
mich an dieser Stelle ebenso wie bei dem Beispiel der Handy-Display-Größen der Nutzen des
Projektes flöten ...

Es ist aber ja nur eine Vermutung von mir ... die Zukunft wird zeigen was da noch so passiert ;)
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