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Mehr Tele für Micro Four Thirds – Olympus und Panasonic mit Premiumobjektiven

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MicroFourThirds LogoDas Micro-Four-Thirds-System ist das spiegellose Kamerasystem mit der üppigsten Objektivauswahl – nicht zuletzt auch deshalb, weil es von zwei größeren Kameraherstellern unterstützt wird. Was bisher vielleicht noch am ehesten fehlte, waren hochwertige Objektive für den extremen Telebereich. Zwei Neuvorstellungen zur CES sollen diese Lücke füllen.

Die beiden bisherigen Optionen, das Olympus M.Zuiko Digital 75-300mm 1:4.8-6.7 Objektiv II und das Panasonic Lumix G F4-5,6/ 100-300 mm, sind zwar allemal solide Tele-Zooms, stellen aber nicht alle Nutzer zufrieden. Die beiden Neuvorstellungen Olympus M.Zuiko Digital ED 300mm F4 IS Pro und Panasonic Leica DG Vario-Elmar 100-400mm F4.0-6.3 ASPH machen schon mit ihren Kenndaten deutlich, welchen Vorteil die Unterstützung von Olympus und Panasonic für Micro Four Thirds hat. Obwohl es beide Premium-Teleobjektive sind, wurden sie ganz unterschiedlich ausgelegt und eröffnen unterschiedliche Möglichkeiten.

Das Olympus M.Zuiko Digital ED 300mm F4 IS Pro

Olympus hat sich auf eine hochwertige Tele-Festbrennweite konzentriert. Bei einer Brennweite von 300 mm bleibt das Objektiv mit F4 vergleichsweise lichtstark. Gegenüber vergleichbaren DSLR-Objektiven spart der Nutzer laut Olympus etwa 3/4 an Gewicht ein. Trotzdem kommt das Objektiv auf ein Gewicht von 1.270 g und ist zudem 227 mm lang. Im MFT-System erscheint es so riesig. Das Olympus M.Zuiko Digital ED 300mm F4 IS Pro ergänzt die Pro-Serie von Olympus. Es ist entsprechend staub- und spritzwassergeschützt. Bemerkenswert ist auch der integrierte Bildstabilisator, eine Premiere für ein MFT-Objektiv von Olympus. Das Unternehmen setzt sonst auf Bildstabilisatoren in den Kamerabodys. Dadurch wird es jetzt bei OM-D E-M1 und E-M5 Mark II immerhin möglich, beide Bildstabilisatoren zu kombinieren. Bisher gab es einen solchen Dual I.S. nur bei Panasonics Lumix DMC-GX8.

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Wenn das M.Zuiko Digital ED 300mm F4 IS Pro im März erhältlich wird, kostet es laut Olympus 2.599 Euro.

Panasonic Leica DG Vario-Elmar 100-400mm F4.0-6.3 ASPH

Panasonic beschreitet bei der eigenen Neuvorstellung einen ganz anderen Weg als Olympus. Die Lichtstärke im höheren Brennweitenbereich opfert das Tele-Zoom Leica DG Vario-Elmar 100-400mm F4.0-6.3 ASPH einer höheren Flexibilität. Kleinbildäquivalent wird eine beachtliche Brennweite von 200-800 mm abgedeckt. Das Leica-Branding (im MFT-Bereich erstmalig für ein Zoom genutzt) soll eine hohe Qualität bescheinigen. Panasonic verbaut 20 Linsen in 13 Gruppen und hat darauf geachtet, dass das Objektiv trotz der extremen Telebrennweite noch recht kompakt bleibt. Es ist mi 17,2 cm Länge kürzer und bei einem Gewicht von 985 g auch leichter als das Olympus-Objektiv. Wenig überraschend hat auch dieses Tele einen Bildstabilisator, Panasonics Power O.I.S.. An der GX8 können Objektiv- und Kamera-IS gemeinsam genutzt werden. Eine Signalübertragungsrate von 240B/s soll sicherstellen, dass der schnelle Autofokus der aktuellen Panasonic-Kameras gut mit dem Objektiv harmoniert. Für eine lange Lebensdauer dürfte hingegen der Staub- und Spritzwasserschutz sorgen.

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Auch Panasonic will sein Tele im März in die deutschen Läden bringen, benennt anders als Olympus selbst aber noch keinen Kaufpreis. In den USA listet Amazon.com das Superteleobjektiv für 1.799 Dollar.