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Leica Q – klassische Kompaktkamera mit Vollformatsensor

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Als Sony 2012 die DSC-RX1 vorstellte, war das nicht nur eine Premiere, sondern vor allem auch eine beeindruckende Ingenieursleistung. Erstmalig wurde ein Vollformatsensor in eine Kompaktkamera mit fixem Objektiv integriert. Die lichtstarke Festbrennweite begrenzte zwar die Flexibilität, war aber optimal auf den Sensor abgestimmt. Fast drei Jahre hat es gedauert, bis nun der erste vergleichbare Konkurrent für RX1 und den Nachfolger RX1R auf den Markt kommt – die Leica Q.

Leica sieht die Leica Q als Begründerin einer ganzen Produktlinie digitaler Kompaktkameras. Das Rezept ist ganz ähnlich wie bei den Sony-Modellen. Ein Volformatsensor mit 24 MP wird mit einer abgestimmten Festbrennweite kombiniert. Leica setzt aber nicht auf ein 35-mm-Objektiv, sondern auf ein 28-mm-Weitwinkel. Per Tastendruck kann aber einfach ein alternativer Bildausschnitt entsprechend 35 oder 50 mm Brennweite gewählt werden. Bei einer maximalen Blendenöffnung von 1:1,7 ist das Objektiv bemerkenswert lichtstark und eröffnet kreativen Spielraum. Leica sieht die Kamera dann auch bestens für Available Ligt-Fotografie geeignet – also für Situationen, in denen auf zusätzliche Belichtung verzichtet wird. Die maximale wählbare Empfindlichkeit ist dabei ISO 50.000. Der Bildprozessor entstammt der neuen Leica Maestro II-Serie. Dadurch soll die Kamera reaktionsschnell arbeiten und im Serienbildmodus bis zu zehn Bilder pro Sekunde aufnehmen. Auch der Autofokus – bei aktuellen Leica-Modellen gerne kritisiert – ist bei der Leica Q angeblich blitzschnell.

Äußerlich zeigt sich die Leica Q in einem funktionalen Retro-Design. Sie fällt größer als die Sony-Alternativen aus, bietet dafür aber gleich einen integrierten Sucher mit 3,86 MP. Auf einen Aufstecksucher kann so verzichtet werden. Zusätzlich zum Sucher lässt sich ein Touch-Display nutzen. Die wichtigsten Funktionen können aber auch über die vorhandenen Bedienelemente gesteuert werden. Das Gehäuse der Leica Q1 besteht aus Magnesium, die Deckkkappe aus Aluminium. Beschriftungen und Markierungen werden komplett mit einem Laser eingraviert. Auffällig sind außerdem die rückseitige Daumenstütze und die Belederung mit Rautenmuster. Ein Full-HD-Videomodus (mit bis zu 60 Vollbildern) steht genauso zur Verfügung wie ein WLAN-Modul für die Fernsteuerung über das Mobilgerät und für die einfache Übertragung von Bildern und Videos. Leica liefert die Q gleich mit Adobe Photoshop Lightroom aus und bietet optional diverses Zubehör wie Blitzgerät, Handgriff, Taschen, Holster, Handschlaufen und Trageriemen an.

Schon Sonys aktuelle RX1R ist bei einem Verkaufspreis von 2.600 Euro kein Schnäppchen. Die Leica Q topt diesen Preis aber spielend, denn die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 3.990 Euro. Laut dem Hersteller ist die Kamera ab sofort verfügbar. Erste Vorab-Reviews wie hier auf dpreview.com oder von Steve Huff fallen zumindest positiv aus.

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