NEWS

Blue Origin TeraWave

Satelliten-Backbone-Netzwerk in der Umlaufbahn geplant

Portrait des Authors


Satelliten-Backbone-Netzwerk in der Umlaufbahn geplant
1

Werbung

Das Weltraumunternehmen Blue Origin, welches von Jeff Bezos gegründet wurde, plant den Aufbau einer Megakonstellation namens TeraWave, die aber nicht der Internetversorgung von Nutzern per Terminal wie bei Starlink oder direkt an Smartphones dienen, sondern Rechenzentren miteinander verbinden soll.

In der von Blue Origin, bzw. TeraWave geplanten Ausbaustufe sollen 5.280 Satelliten in einen erdnahen Orbit (Low Earth Orbit, LEO) stationiert werden. Hinzu kommen 128 Satelliten in einem mittleren Erdorbit (Medium Earth Orbit, MEO), die einerseits als eine Art Backbone für die niedrig fliegenden Satelliten dienen sollen, aber auch direkte Verbindungen mit Endpunkten auf der Erdoberfläche herstellen.

Die Nutzerlinks der niedrig fliegenden Satelliten sollen Übertragungsraten von 144 GBit/s erreichen und arbeiten in einem gewissen Frequenzbereich. Die in einem höheren Orbit stationierten Satelliten verwenden Laser-Links mit einer Datenrate von bis zu 6 TBit/s. Zum Vergleich: Amazon plant mit Leo einen Satellitendienst, der je nach Antennengröße Datenraten von 100 bis 1.000 MBit/s erreichen soll. Starlink erreicht für Privatkunden 65 bis 310 MBit/s. Sowohl für Leo als auch für Starlink gibt es zudem andere Einsatzbereiche wie die Versorgung von Linienflugzeugen, Schiffen und dergleichen mit einer Internetverbindung. Hier sind die bereitsgestellten Übertragungsraten natürlich höher.

Datenschutzhinweis für Twitter

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen Twitter Feed zeigen. Ihre Daten zu schützen, liegt uns aber am Herzen: Twitter setzt durch das Einbinden des Applets Cookies auf ihrem Rechner, mit welchen sie eventuell getracked werden können. Wenn Sie dies zulassen möchten, klicken Sie einfach auf diesen Feed. Der Inhalt wird anschließend geladen und Ihnen angezeigt.

Ihr Hardwareluxx-Team

Tweets ab jetzt direkt anzeigen

Untereinander leiten die Satelliten bei Starlink und Leo die Daten teilweise schon mittels Laserkommunikation weiter. Für TeraWave von Blue Origin neu ist, dass diese Laserkommunikation bis zur Erdoberfläche weitergeführt wird.

Mit den hohen Datenübertragungsraten soll TeraWave auch dazu genutzt werden können, den sonst über Seekabel übermittelten Datenverkehr zu übernehmen. Bei bis zu 6 TBit/s mittels Laserkommunikation ist dies ein realistisches Ziel und ein denkbarer Anwendungsbereich. Allerdings sind die Latenzen bei einer Höhe des Orbits von 2.000 bis 35.786 km (in diesem Bereich wird der Medium Earth Orbit angegeben) natürlich ebenfalls nicht zu verachten.

In welcher Höhe die MEO-Satelliten genau platziert werden, ist nicht bekannt. Die ersten Starts mit Satelliten an Bord sollen im vierten Quartal 2027 erfolgen.

Back to top