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Apple-Partner bietet keine Bargeldzahlung mehr an

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Apple-Partner bietet keine Bargeldzahlung mehr an
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Die Diskussion um rein bargeldlose Zahlungen ist hierzulande nicht neu. Zuletzt erlebten die bargeldlosen Zahlungssysteme, auch bedingt durch die Coronapandemie, einen erheblichen Zuwachs. Neben den klassischen Kredit- und Girokarten gesellten sich Smartphones und Smartwatches als Zahlungsmittel hinzu. Diesen Trend greift jetzt die deutsche Elektronikhandelskette Gravis auf und wird in ihren 40 Filialen in Deutschland künftig keine Bargeldzahlungen mehr entgegennehmen. So will es der Spiegel unter Berufung auf das Unternehmen in Erfahrung gebracht haben.

Nach eigenen Angaben ist Gravis der größte zertifizierte Apple-Händler in Deutschland sowie der größte zertifizierte Apple-Servicepartner in Europa. Als Grund für diese Entscheidung gibt das Unternehmen an, dass in jüngster Vergangenheit das Interesse an Bargeldzahlungen merklich abgenommen habe. So sollen Zahlungen mit Münzen und Scheinen nur noch einen "kleinen einstelligen Prozentanteil" bei den Geschäften ausmachen. Diese Zahlungsart sei für das Unternehmen im Ergebnis „zu vernachlässigen“, so Gravis.

Neben den hochpreisigen Apple-Produkten selbst vertreibt das Unternehmen passendes Zubehör, unter anderem schon für wenige Euro. Für diese Artikel ist eine Barzahlung nun ebenfalls nicht mehr möglich.

Die Umstellung kommt nicht überraschend. Gravis hat den Schritt hin zur Einführung von grundsätzlich bargeldlosen Zahlungsangeboten zuvor in einigen ausgewählten Filialen evaluiert. Der Konzern betont, dass dies von den Kunden auch akzeptiert wurde. Bei Bargeldzahlungen im einstelligen Prozentanteil dürfte sich die Kritik ebenso im Rahmen halten.

Für Gravis hingegen stellt der Verzicht auf Bargeld eine Erleichterung dar. So soll dies unter anderem die Organisation an den Kassen in den Geschäften vereinfachen, da weder Münzen oder Scheine mehr gezählt sowie verwaltet werden müssen. Zudem sei der Verzicht kostengünstiger und ermögliche „schnellere Prozesse“.

Juristisch ist diese Umstellung von Gravis, mit Hinblick auf geltende Vertragsfreiheit, unproblematisch, sofern der Konzern zuvor darüber informiert, dass er bestimmte gesetzliche Zahlungsmittel ausschließt.

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