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Starlink und co: Regierung erwägt Förderung von Satelliteninternet

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starlinkZu Beginn stieß Elon Musks Gründung von Starlink auf viel Kritik und allgemein wenig Zuversicht. Die Liste der Kritikpunkte war lang: Zu teuer, technisch unmöglich oder einfach unrealistisch. Inzwischen hat das Unternehmen erfolgreich bereits fast 900 Satelliten in den Orbit gebracht. In Teilen der USA gibt es bereits eine öffentlich zugängliche Beta-Version. Von Nutzern erzielte Testergebnisse zeigen bereits jetzt Kapazitäten von bis zu 200 Mbps im Download und Latenzzeiten runter bis zu 20 ms. Damit ist der Anbieter in ländlichen Gebieten praktisch sofort eine gute Alternative, sofern man bereit ist, den vergleichsweise hohen Preis von 99 US-Dollar im Monat zu zahlen. Dazu kommen noch die Anschaffungskosten für die Empfangsstation. Dennoch dürften viele Privatnutzer und vor allem Unternehmen über ein Umschwenken nachdenken.

Erst letzte Woche wurde dann die Gründung der Starlink Germany GmbH in Frankfurt bekannt. Starlink möchte noch dieses Jahr als Internet-Provider in Deutschland an den Start gehen. Daraufhin kündigten der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwetzdiensten (VATM) sowie das Wirtschaftsforum der SPD an, Ende des Monats beim Digitalgipfel der Bundesregierung einen Antrag einbringen zu wollen, welche auf die Förderung von Satellitenanschlüssen mit 500 bis zu 1.000 Euro abzielt. Die hohen Anschaffungskosten der Empfangsanlage von 499 US-Dollar würden damit als Grund für eine Ablehnung wohl wegfallen.

Mit oder ohne Förderung könnte der Start Starlinks für die etablierten Provider zumindest kurzfristig eine Abwanderung von Kunden, vor allem Unternehmen, auf dem Land bedeuten. Denn hier sind in Deutschland immer noch nur knapp 50 % der Haushalte an eine Leitung mit mindestens 100 Mbps Leistung angeschlossen. Es bleibt abzuwarten, ob sich Starlink tatsächlich als ernstzunehmende Konkurrenz für die hiesigen Netzbetreiber etablieren kann oder ob es ein interessantes Lückenangebot bleibt. Sollte Starlink eine echte Alternative auf dem Land werden, besteht allerdings die Gefahr, dass der bisher eher schleppende Glasfaserausbau dort ganz zum Erliegen kommt. 

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