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Japan nutzt Ampeln als 5G-Basisstationen

Veröffentlicht am: von

akihabaraWie die japanische Regierung jetzt bekannt gegeben hat, wird diese NTT Docomo und drei weiteren Telekommunikationsunternehmen gestatten, 5G-Basisstationen an Ampeln zu installieren. Dadurch erhofft sich die Regierung, die Kosten und die Zeit für den Aufbau des 5G-Netzes zu reduzieren. Die rund 200.000 Ampeln werden aktuell von den Kommunen verwaltet. Die lokalen Behörden werden in der Lage sein, die Netze für selbstfahrende Fahrzeugprojekte und bei einer erforderlichen Notfallkommunikation, wie zum Beispiel bei Naturkatastrophen, zu nutzen. Das besagte Vorhaben ist Teil eines Entwurfs der Regierung und wird voraussichtlich Mitte Juni vom Kabinett genehmigt.

Im Geschäftsjahr 2020, das bis März 2021 dauert, sollen bereits in mehreren Städten die ersten Tests von 5G-Geräten beginnen. Die bundesweite Einführung ist bis Ende des Geschäftsjahres 2023 geplant. Die zuständigen Regierungsstellen - darunter das Kommunikationsministerium, die nationale Polizeibehörde, das Verkehrsministerium und die lokalen Regierungen - sollen einen Rat zur Koordinierung der Initiative bilden.

Aktuell geht man davon aus, dass für eine flächendeckende Abdeckung des 5G-Netzes aller Voraussicht nach mehrere hunderttausend Basisstationen erforderlich sind. Die Carrier werden jedoch weiterhin auch auf bestehende 4G-Stationen zurückgreifen. Die vier Unternehmen - darunter auch KDDI, SoftBank Corp. und der Newcomer Rakuten - beabsichtigen, über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt rund 1,6 Billionen Yen (14,8 Milliarden US-Dollar) zu investieren. Im Normalfall werden durch Dienstleister Basisstationen unter anderem auf Dächern errichtet. Allerdings besteht in den meisten Gebieten akuter Platzmangel, selbst auf den Dächern. Zudem erfordert das Verhandeln mit den Vermietern Zeit und Mühe. Die Regierung sieht in der Nutzung von Ampelanlagen einen Workaround, der die Ankunft von 5G deutlich beschleunigen könnte, zumal Japan im Vergleich zu anderen Ländern eine höhere Ampeldichte hat.

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Kommentare (13)

#4
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Oberbootsmann
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Zitat RedMoon;26986753
...Was machen die Deutschen verkehrt?...


Wir als volksgemeinschaft leisten uns mehr, als wir uns leisten können. Wir leben quasi über unsere verhältnisse. Wir finanzieren über steuererhebungen eine bürokratie, welche kontraproduktiv zur gesellschaftlichen entwicklung steht.


Zitat RedMoon;26986753
....Vielleicht sollten wir mal von unserer ach so hohen Position heruntersteigen und uns an Beispiel an den angeblich rückständigen Ländern nehmen. Irgendwie scheint es bei denen doch besser zu klappen.


Japan ist kein rückständiges land.
Im jahr 2018 beträgt das bruttoinlandsprodukt pro kopf in Japan geschätzt rund 39.306 US-Dollar. Im jahr 2018 beträgt das bruttoinlandsprodukt pro kopf in Deutschland 46.209 US-Dollar.
Soweit sind beide länder nicht entfernt. Aber trotz niedrigerem BiP schafft es die japanische volksgemeinschaft, neue technologien effizient anzuschieben.
Ist ja genial, die vorhandenen ampelmasten zu nutzen. Damit bin ich wieder bei o.g. mißstand bürokratie gelandet und der kreis schließt sich.
#5
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Registriert seit: 12.02.2017

Matrose
Beiträge: 30
Japan treibt ebenso wie wir Deutschen ein Bürokratiemoloch vor sich her. Nicht selten ist die Industrie und Infrastruktur überaltert, so wie die Gesellschaft selbst. Es ist eines der am höchsten verschuldeten Länder dieser Welt (2016 239,2 % des BIP, zum Vergleich Griechenland 2015 177,4% des BIP) und ihr Argwohn gegen Ausländer verhelfen den Defiziten der eigen Wirtschaft zu Wachstum. Arbeit steht über allem, auch am Wochenende. Die japanische Kultur ist vielfach durch Isolation und Tradition geprägt, was sich gegenseitig bedingt, bis in die heutige Zeit. Das ist das Vermächtnis der Edo-Epoche, die sich erst Ende des 19 Jahrhunderts ihrem Untergang näherte. Solche Elemente schleifen sich in das kulturelle Gedächtnis einer Gesellschaft und verschwinden nur langsam. Persönlich kann ich Gewinn daraus schlagen, durch die Pflege von Sitte und Tradition bekomme ich über die Koryu ein tiefen Einblick in die Seele des Landes, was hierzulande ungleich schwieriger ist. Der Deutsche ist viel egoistischer und unbequem, während der Japaner seine Gesellschaft stärker in seinen Lebensmittelpunkt stellt und auch mit Kritik viel sparsamer ist, allein aus Höflichkeit. Dafür ist Deutschland provinziell viel ausgeglichener. Nur genau aus diesem Umstand erwächst häufig die falsche Wahrnehmung, hier würde es nicht voran gehen. Klar können kleine Länder, wie die Skandinavischen, mit dem Ausbau neuer Technologien glänzen. Unser Anspruch ist es doch es möglichst Allen recht zu machen und nicht bloß Jenen im Speckgürtel.
Pauschal zu sagen, dort läuft es besser als hier geht etwas an der Wahrheit vorbei, dort läuft es nur anders.
Aber mal zum Thema: Vermag mir jemand den Gewinn von G5 beim Endkonsumenten zu vermitteln? Ich habe kein Smartphone, deswegen tangiert mich diese Technologie auch wenig.
Im Übrigen hat Japan uns auch etwas voraus: Immer noch Zeitungen die zweimal täglich aktualisiert werden.
#6
Registriert seit: 27.02.2005
Zuhause
Bootsmann
Beiträge: 602
Zitat King Loui;26987399
Aber mal zum Thema: Vermag mir jemand den Gewinn von G5 beim Endkonsumenten zu vermitteln?


Dem Endkonsumenten wird sie wohl nicht viel bringen. Das was der Endkonsument möchte (Messaging, Musik, Videos, Internet überall) könnte er ja bereits mit UMTS erhalten, nicht zu reden von LTE.
Unsere Regierung beharrt allerdings auf der seltsamen Meinung, dass sämtliche KMU (kleine und mittlere Unternehmen) auf die Einführung von 5G warten, damit sie ihre Produktion digitalisieren können (VR Brillen, Digitale Zwillinge, Verfolgung des Produktes über den gesamten Entwicklungszyklus). Das Aufsitzen auf solchen Trugschlüssen lässt mich daran zweifeln, dass unsere Regierung tatsächlich weiß, was in den KMU heute die Probleme sind. In bin IT-Leiter in einem KMU und in unserer Produktion ist nicht mal flächendeckend 1GB LAN Kabel verlegt, da die Maschinen 365/Jahr laufen müssen (kostet Geld) und daher keine neuen Kabel verlegt werden können, weil man die Maschinen nicht abstellen und wegbewegen kann. Das sind die Probleme der KMU. 5G hilft mir da auch nicht weiter, ich brauche ein in sich "abgeschlossenes" Netzwerk, da wir dem Kunden Datensicherheit garantieren. Mit einem shared medium wie 5G springt mir der Kunde an den Hals, wenn ich ihm erzähle, dass die technischen Spezifikationen seines über 5 Jahre lang entwickelten Radarsensors für autonomes Fahren per Funknetz übertragen werden, Verschlüsselung hin oder her.

Ich erhoffe mir aus der 5G Einführung eine bessere Abdeckung des Handynetzes für den privaten Sektor, aber diese Hoffnung schwindet so langsam.
#7
Registriert seit: 26.07.2018

Hauptgefreiter
Beiträge: 219
In meinem KMU (aber andere Branche als bei dir beschrieben) hätte ich rein theoretisch schon Verwendung für 5G, da das Festnetzinternet nicht der Knüller ist. Aber auch ein privates Subnetz als Ersatz von LAN und WLAN wäre nicht verkehrt, da dort ja aufwändige Verkabelungen (v.a. im Falle eines Upgrades) und schwache Performance ein Problem sind.

Allerdings kann mir wohl kein Provider, weder jetzt noch sonst wann, entsprechende Lösungen bieten, die echte Flatrates sind, nicht überbucht sind, niedrige und gleichmäßige Latenzen haben, stabil sind (auch bei schlechtem Wetter!), hochverfügbar sind, gute Bandbreite haben und nicht gefühlt oder gar real 2000 EUR im Monat kosten.
Ob der Punkt mit Subnetz (oder wie man es exakt nennen könnte) überhaupt zulässig ist, steht auch in den Sternen.
#8
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Registriert seit: 10.12.2012

Bootsmann
Beiträge: 648
Einerseits toll, andererseits noch mehr Terrorismus und Bespitzelung von Staatsbeamten die jene 5G Technologie ermöglicht.
"Das Rennen ist bereits verloren" heißt es https://www.heise.de/newsticker/meldung/Verschluesselung-in-5G-Das-Rennen-ist-verloren-4440605.html
#9
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Registriert seit: 24.05.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1952
Zitat King Loui;26987399
Japan treibt ebenso wie wir Deutschen ein Bürokratiemoloch vor sich her. Nicht selten ist die Industrie und Infrastruktur überaltert, so wie die Gesellschaft selbst. Es ist eines der am höchsten verschuldeten Länder dieser Welt (2016 239,2 % des BIP, zum Vergleich Griechenland 2015 177,4% des BIP) und ihr Argwohn gegen Ausländer verhelfen den Defiziten der eigen Wirtschaft zu Wachstum.

Verschuldung hat nichts mit der Leistungsfähigkeit einer Wirtschaft zu tun.
Zitat King Loui;26987399
Persönlich kann ich Gewinn daraus schlagen, durch die Pflege von Sitte und Tradition bekomme ich über die Koryu ein tiefen Einblick in die Seele des Landes,

Das ist ein Trugschluss, das was du da bekommst ist nicht mal die Oberfläche die Angekratzt.
Zitat King Loui;26987399
Klar können kleine Länder, wie die Skandinavischen, mit dem Ausbau neuer Technologien glänzen.

Dieses Große Deutschland 357.386km²
gegen die kleinen Skandinavischen Länder
Schweden 447.435km²
Norwegen 385.207km²
Finland 338.448km²
Zitat King Loui;26987399

Unser Anspruch ist es doch es möglichst Allen recht zu machen und nicht bloß Jenen im Speckgürtel.

Hast du die letzten 30 Jahre Winterschlaf gehalten? Da sind wir meilenweit von weg. Es wird denen Recht gemacht die die Politik finanzieren und dann noch Rentnern damit die schön weiter ihr Kreuz wie immer zu machen.
Zitat King Loui;26987399
Pauschal zu sagen, dort läuft es besser als hier geht etwas an der Wahrheit vorbei, dort läuft es nur anders.
Schön wäre es aber dem ist leider nicht so, es summiert sich nun mal das sie vieles anders machen und das besser ist als das was wir machen, somit wäre es Pauschal zu sagen es läuft dort besser als hier schon Richtig.
Zitat King Loui;26987399
Aber mal zum Thema: Vermag mir jemand den Gewinn von G5 beim Endkonsumenten zu vermitteln? Ich habe kein Smartphone, deswegen tangiert mich diese Technologie auch wenig.

Mehr Bandbreite pro Zelle, niedrigere Latenzen, weniger Stromverbrauch, effizienter pro MHz.
Zitat King Loui;26987399
Im Übrigen hat Japan uns auch etwas voraus: Immer noch Zeitungen die zweimal täglich aktualisiert werden.

Ich halte das nur für Papierverschwendung, mein Smartphone Aktualisiert sich sobald die Redaktion ihre Nachricht fertig hat und das ohne das man dafür extra nochmal eine Zeitung drucken muss.
#10
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Registriert seit: 25.03.2011
KönigReich Bayern
Oberbootsmann
Beiträge: 774
@BigG
Danke. Du hast mir mit deinem kommentar ein haufen zeit gespart. Bin deiner meinung.
Aber es ging primär um die nutzung der ampelsäulen für eine technologische weiterentwicklung des wlan. Und da haben die japaner sicher mehr phantasie als deutsche planer.
#11
Registriert seit: 26.07.2018

Hauptgefreiter
Beiträge: 219
Übrigens ist Japan sehr weit weg von der üblichen Vorstellung von Nichtjapanern was den angeblichen Hightechismus (ja, das Wort gibt es nicht) anbelangt. Dort wird vieles noch old school gemacht, weil man es einfach gerne so hat. Dennoch ist im Hochtechnologiebereich, insbesondere bei neuen Technologien, immer vorne mit dabei.

In etwa passend zur News:
Heute ist die 5G-Auktion in Deutschland zu Ende gegangen. Unterm Strich etwas über 6,5 Mrd. EUR in den Sand gesetzt.
#12
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Registriert seit: 12.02.2017

Matrose
Beiträge: 30
Zitat TheBigG;26987988
Verschuldung hat nichts mit der Leistungsfähigkeit einer Wirtschaft zu tun.


Nein, aber das wurde von mir auch nicht unterstellt. Erwähnenswert ist der Punkt dennoch.
Das Potential der Wirtschaft wird in Japan noch deutlicher durch die jeweils stärkeren Faktoren der Überalterung und des Mangels an Fachkräften ausgebremst. Im Übrigen liegt Japan im Human Development Index mit Platz 19 deutlich hinter Deutschland mit Platz 5 (2017).

Zitat TheBigG;26987988
Das ist ein Trugschluss, das was du da bekommst ist nicht mal die Oberfläche die Angekratzt.


Ich vermute hier kam es zu einem Missverständnis. Der Wortlaut war "tiefer Einblick", mehr eben nicht, bloß ein Einblick. Die immer noch pulsierende Kulturader der Kampfkünste ziehen sich seit vielen Jahrhunderten, je nach Schule, durch die Historie des Landes und sind dabei angereichert mit vielen Facetten der Kultur selbst, von spirituelle Riten aus Shinto und/oder Buddhismus, über formellen Sitten und Philosophie, bis hin zum Handwerk. Diese Ansätze rechtfertigen nicht von einer umfassenden Analyse zu sprechen, und dennoch ist die Beireichung weit über dem Level des profanen Tourismus anzusiedeln. Jährlich versuche ich zwischen 4-8 Wochen Training im Hombu wahrzunehmen.

Zitat TheBigG;26987988
Dieses Große Deutschland 357.386km²
gegen die kleinen Skandinavischen Länder
Schweden 447.435km²
Norwegen 385.207km²
Finland 338.448km²


Leider missverstehst du auch hier meinen Ansatz. Der Bezug "klein" war nicht auf die Fläche gerichtet, sondern sollte die Population in den Vordergrund stellen. Alle Drei zusammen haben etwa nur ein 1/4 der Population von Deutschland, und das oft auch sehr zentriert. Hier mal eine Karte die das veranschaulicht.

[ATTACH=CONFIG]468452[/ATTACH]

Es gebietet die Logik zu verstehen, dass der Aufwand in Deutschland ungleich schwerer ist.

Zitat TheBigG;26987988
Hast du die letzten 30 Jahre Winterschlaf gehalten? Da sind wir meilenweit von weg. Es wird denen Recht gemacht die die Politik finanzieren und dann noch Rentnern damit die schön weiter ihr Kreuz wie immer zu machen.


Diese Art der Rhetorik trägt dem Diskurs nichts hinzu. Persönlich begleite ich gerne mal Gemeinderatssitzungen; noch nie hatte ich das Gefühl, dass die Vertreter dort nur Entscheidungen zu ihren Gunsten fällen, im Gegenteil sind sie stets bemüht das Gemeinwohl im Augen zu behalten. Du spielst natürlich auf die Bundesebene an, das ist eine völlig andere Dimension von Politik, die allein schon aufgrund des Hirachiegefälles zwischen ihr und Bürger schwer einzuordnen und zu verstehen ist, haben doch die Entscheidungen diesbezüglich völlig andere Wirkungskreise. Dennoch fängt politische Teilhabe im Kleinen an. Aufgrund der Distanz zum Parlament finde ich es immer schwierig abschließende Meinungsurteile zu fällen. Deinen Missmut diesbezüglich kann ich aber im Ansatz nachvollziehen und teilen.

Zitat TheBigG;26987988
Mehr Bandbreite pro Zelle, niedrigere Latenzen, weniger Stromverbrauch, effizienter pro MHz.


Das beantwortet meine Frage nicht ausreichend. Der gut geschriebene Beitrag von RedMoon hat die Zielrichtung der Intention meiner Frage deutlich besser aufgegriffen.

Zitat TheBigG;26987988
Ich halte das nur für Papierverschwendung, mein Smartphone Aktualisiert sich sobald die Redaktion ihre Nachricht fertig hat und das ohne das man dafür extra nochmal eine Zeitung drucken muss.


Es ist nicht bloß die Information an sich, sondern auch die Art und Weise. Japaner sind gerne auch Haptiker, so wie ich. Physisch mit diesem Medium zu arbeiten, sowie den Geruch der Zeitung wahrzunehmen und sie Rascheln zu hören unterstreicht mental den Anspruch der Informationsaufnahme. Ein bisschen wie ein Ritual. Zeitungspapier besteht i.d.R. aus 100% recyceltem Papier. Papierrecycling ist einer der am besten umgesetzten Recyclingprozesse überhaupt. Auch außerhalb des Wertstoffkreislaufes fügt sich Papier dem ökologischen wieder zu und schließlich wächst der Rohstoff nach. Bedingungen die die Elemente in deinem Smartphone schuldig bleiben. Vernichtung von Waldflächen gehen jedenfalls selten mit dem Papierbedarf einher, sondern in aller Regel mit ihrer Exklusivität, den darunter versteckten Ressourcen und zuletzt der Gewinnung von Ackerland zum Zwecke der Tiermast. Insofern ist dein Vorwurf der Verschwendung meiner Ansicht nach unangebracht.

Zitat TheBigG;26987988
Schön wäre es aber dem ist leider nicht so, es summiert sich nun mal das sie vieles anders machen und das besser ist als das was wir machen, somit wäre es Pauschal zu sagen es läuft dort besser als hier schon Richtig.


So banal es klingt, aber was machen Andere, wie in diesem Fall die Japaner, besser als wir? Ich kenne nun das Land etwas und kann insoweit beurteilen, dass einiges deutlicher eher auf tönernen Füßen steht als hier. Was sind deine Forderungen die du an die Politik, egal welcher Ebene, adressieren würdest?


@ Ycon

Ich war letztens sehr amüsiert über den Artikel, dass ihnen das Gummi für die Stempel ausgegangen ist, weil das Wirtschaftsministerium die Empfehlung herausgeben hat bzgl. eines möglichen Y2K-Bug doch einfach alles auszudrucken und händisch abzuarbeiten.
#13
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Kapitänleutnant
Beiträge: 1952
Zitat King Loui;26989741
Nein, aber das wurde von mir auch nicht unterstellt. Erwähnenswert ist der Punkt dennoch.
Warum?
Zitat King Loui;26989741
Ich vermute hier kam es zu einem Missverständnis. Der Wortlaut war "tiefer Einblick", mehr eben nicht, bloß ein Einblick. Die immer noch pulsierende Kulturader der Kampfkünste ziehen sich seit vielen Jahrhunderten, je nach Schule, durch die Historie des Landes und sind dabei angereichert mit vielen Facetten der Kultur selbst, von spirituelle Riten aus Shinto und/oder Buddhismus, über formellen Sitten und Philosophie, bis hin zum Handwerk. Diese Ansätze rechtfertigen nicht von einer umfassenden Analyse zu sprechen, und dennoch ist die Beireichung weit über dem Level des profanen Tourismus anzusiedeln. Jährlich versuche ich zwischen 4-8 Wochen Training im Hombu wahrzunehmen.
Du hast echt Probleme dich klar auszudrücken, du umschweifst deine Argumente so dermaßen das sie verloren gehen.
Zitat King Loui;26989741
Leider missverstehst du auch hier meinen Ansatz. Der Bezug "klein" war nicht auf die Fläche gerichtet, sondern sollte die Population in den Vordergrund stellen. Alle Drei zusammen haben etwa nur ein 1/4 der Population von Deutschland, und das oft auch sehr zentriert. Hier mal eine Karte die das veranschaulicht.

[ATTACH=CONFIG]468452[/ATTACH]

Es gebietet die Logik zu verstehen, dass der Aufwand in Deutschland ungleich schwerer ist.

Verstehe ich nicht, bitte führe mal aus warum es einfacher ist im nichts Infrastruktur aufzubauen für eine Hand voll Leute als für ganze Dörfer mit Tausenden von Einwohnern.
Zitat King Loui;26989741
Diese Art der Rhetorik trägt dem Diskurs nichts hinzu. Persönlich begleite ich gerne mal Gemeinderatssitzungen; noch nie hatte ich das Gefühl, dass die Vertreter dort nur Entscheidungen zu ihren Gunsten fällen, im Gegenteil sind sie stets bemüht das Gemeinwohl im Augen zu behalten. Du spielst natürlich auf die Bundesebene an, das ist eine völlig andere Dimension von Politik, die allein schon aufgrund des Hirachiegefälles zwischen ihr und Bürger schwer einzuordnen und zu verstehen ist, haben doch die Entscheidungen diesbezüglich völlig andere Wirkungskreise. Dennoch fängt politische Teilhabe im Kleinen an. Aufgrund der Distanz zum Parlament finde ich es immer schwierig abschließende Meinungsurteile zu fällen. Deinen Missmut diesbezüglich kann ich aber im Ansatz nachvollziehen und teilen.

Wie du bereits richtig erkannt hast, geht es Länder und Bundesebene und ich weiß aus Persönlicher Erfahrung das ich wenn ich die richtigen Leute da zum Essen auf meine Kosten einlade ich da mehr bewege als jedes noch so gute Argument. Und es ist nun mal so das Relevantes auf dieser Ebene passiert und nicht auf Gemeinderatssitzungen.

Zitat King Loui;26989741

Das beantwortet meine Frage nicht ausreichend. Der gut geschriebene Beitrag von RedMoon hat die Zielrichtung der Intention meiner Frage deutlich besser aufgegriffen.

Das ist schön aber das sind die Punkte um die es geht, das was RedMoon beschrieben hat ist das womit man versucht den Leuten einen Mehrwert zu vermitteln, allerdings ist das eigentlich nicht der Grund für den Wechsel zu 5G. Spektrale Effizienz ist der Hauptgrund für 5G, da es den Anbietern eine menge Geld spart.

Zitat King Loui;26989741
Es ist nicht bloß die Information an sich, sondern auch die Art und Weise. Japaner sind gerne auch Haptiker, so wie ich. Physisch mit diesem Medium zu arbeiten, sowie den Geruch der Zeitung wahrzunehmen und sie Rascheln zu hören unterstreicht mental den Anspruch der Informationsaufnahme. Ein bisschen wie ein Ritual. Zeitungspapier besteht i.d.R. aus 100% recyceltem Papier. Papierrecycling ist einer der am besten umgesetzten Recyclingprozesse überhaupt. Auch außerhalb des Wertstoffkreislaufes fügt sich Papier dem ökologischen wieder zu und schließlich wächst der Rohstoff nach. Bedingungen die die Elemente in deinem Smartphone schuldig bleiben. Vernichtung von Waldflächen gehen jedenfalls selten mit dem Papierbedarf einher, sondern in aller Regel mit ihrer Exklusivität, den darunter versteckten Ressourcen und zuletzt der Gewinnung von Ackerland zum Zwecke der Tiermast. Insofern ist dein Vorwurf der Verschwendung meiner Ansicht nach unangebracht.
Dann denkst du nicht weit genug, das Papier muss durch die Gegend gefahren werden, das Recycling ist Wasser intensiv und vor allem muss man ein Smartphone nur einmal kaufen und kann es dann für Jahre nutzen, während man deine Zeitung dann zweimal am Tag kauft bzw. sogar noch mehr Zeitungen, um mehr als eine Nachrichten Quelle zu haben.
Zitat King Loui;26989741
So banal es klingt, aber was machen Andere, wie in diesem Fall die Japaner, besser als wir? Ich kenne nun das Land etwas und kann insoweit beurteilen, dass einiges deutlicher eher auf tönernen Füßen steht als hier. Was sind deine Forderungen die du an die Politik, egal welcher Ebene, adressieren würdest?

Es ging um die Skandinavischen Länder und diese sind deutlich besser aufgestellt was Bildung, Sozialwesen, Umweltschutz, Korruption und Infrastruktur angeht.
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