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Facebook investiert 1 Milliarde in eigene Cryptocoins

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Die Social-Media-Plattform Facebook scheint aktuell an einer eigenen Kryptowährung mit dem Namen Libra zu arbeiten. Dies geht aus einem Bericht des Wall Street Journal hervor, der sich auf kürzliche Einstellungen von Mitarbeitern und die Akquisition von Partnerfirmen beruft. Dazu sollen unter anderem die Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard gehören. Besagte Facebook-Kryptowährung soll, wie andere Kryptowährungen auch, auf dem Blockchain-Prinzip basieren, allerdings beabsichtigt die Social-Media-Plattform als Gegenwert Stablecoins zu nutzen.

Mit den Stablecoins verfolgt Facebook das Ziel, massive Kursschwankungen, wie sie bei anderen Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum der Fall sind, zu verhindern. Die Vergangenheit zeigte bereits, dass selbst Ereignisse wie das Blockieren der Werbung für Cryptocoins von Facebook massive Auswirkungen auf den Kurs der Coins hatte. So fiel im Januar 2018, nachdem Facebook sämtliche Werbung für Kryptowährungen von der Social-Media-Plattform verbannte, der Bitcoinkurs um rund 10%. Ob Facebook im Zuge der Einführung einer eigenen Währung das Werbeverbot wieder aufheben wird, ist bis dato nicht bekannt.

Zudem plant Facebook durch die eigene Kryptowährung Gebühren bei Kreditkartentransaktionen zu verhindern. Minen lassen sich die Coins der neuen Facebook-Währung jedoch nicht. Allerdings sollen sich diese durch Ansehen beziehungsweise Anklicken von Werbung verdienen lassen. Insgesamt will Facebook eine Milliarde US-Dollar in die eigene Währung investieren.

Aktuell ist jedoch fraglich, ob Facebook-Coins das Vertrauen der Nutzer gewinnen können. Nachdem die Social-Media-Plattform einen Datenskandal nach dem anderen erlebte, könnten vielen User der Meinung sein, dass es keine gute Idee ist, der Plattform mit dem Umgang von Zahlungsmitteln zu trauen. Zumal Facebook nicht einmal die Daten seiner registrierten Nutzer ausreichend schützen kann.

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