> > > > Illegales Geoblocking bei Spielekäufen: EU geht gegen Spiele-Publisher vor

Illegales Geoblocking bei Spielekäufen: EU geht gegen Spiele-Publisher vor

Veröffentlicht am: von

eu logo

Die EU-Kommission hat heute bekanntgegeben, dass es sich bei den Geoblocking-Maßnahmen der Spiele-Publisher in Europa um einen Verstoß gegen die gültigen Wettbewerbsgesetze handelt. Die Kommission beabsichtigt nun, dass Hersteller in Zukunft dazu verpflichtet werden, den Käufern die Wahl zu geben, in welchem EU-Land sie ein Spiel erwerben möchten. Aktuell wurden von der EU bereits die Unternehmen Valve beziehungsweise Steam, Bandai Namco, Capcom, Focus Home, Koch Media und ZeniMax davon in Kenntnis gesetzt, dass die getroffenen Geoblocking-Maßnahmen illegal sind.

Kommissarin Margrethe Vestager, zuständig für Wettbewerbspolitik, erklärte: “In einem echten digitalen Binnenmarkt sollten die europäischen Verbraucher das Recht haben, Videospiele ihrer Wahl unabhängig davon, wo in der EU sie wohnen, zu kaufen und zu spielen. Sie sollten nicht daran gehindert werden, in dem Mitgliedstaat zu kaufen, in dem sie das günstigste Angebot finden. Valve und die fünf Videospielverleger haben nun Gelegenheit, auf unsere Bedenken zu antworten.

Zudem sollen die Spiele-Publisher aufgrund der Export-Beschränkungen der regionalen Distributoren ebenfalls gegen das EU-Wettbewerbsrecht verstoßen. Somit wird der Verkauf über Ländergrenzen hinaus massiv behindert. Die EU-Verordnung verbietet Geoblocking und sonstige geografische Beschränkungen, die das Online-Shopping und grenzüberschreitende Verkäufe erschweren, indem sie die Möglichkeiten von Verbrauchern und Unternehmen, die Vorteile des Online-Handels zu nutzen, beschneiden. Die Verordnung gilt derzeit für PC-Videospiele, die auf CDs oder DVDs vertrieben werden, aber nicht für Downloads. Aktuell bleibt allerdings abzuwarten, wie sich die Spieleschmieden beziehungsweise Vertriebsfirmen verhalten werden. Einfach ignorieren können sie die EU-Kommission jedoch nicht.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (27)

#18
customavatars/avatar43357_1.gif
Registriert seit: 22.07.2006
orbit des planeten get-low
Korvettenkapitän
Beiträge: 2048
Zitat PixxelPC;26890880
+1
mcdonalds verlangt auch in jedem Land auch andere Preise. Eben an das jeweilige Einkommen angepasst, obwohl man ja fast überall das gleiche bekommt.


das spielt aber nur bei touristen die sich über nen billigen mac freuen oder sich über wucherpreise echauffieren eine rolle. btw, 2002 hat in monaco an nem ganz gewöhnlichen mobilen eisstand ne kugel 8€ gekostet, ich dacht ich seh nicht recht :D:D. aber es ergibt ja keinen sinn zb. nach tschechien zu fahren um nen mcdonalds leerzuräumen.
digital vom schreibtisch aus spielt das schon eine andere rolle auf die inlandspreise der "billig"länder und könnte meiner meinung nach schon dazu führen, dass sich die dortigen bald die spiele nichtmehr leisten können. eben wenn die preise vom "export" hochgetrieben werden.
#19
customavatars/avatar96051_1.gif
Registriert seit: 31.07.2008
hadde Frankfurt
ulaY!
Beiträge: 3446
Klingt unlogisch. Die Konzerne wollen schließlich Kohle machen und werden sich bestimmt nicht die komplette Kundschaft vergraulen, indem sie ihre Produkte so teuer machen, so dass sie sich nur eine geringe Anzahl an Leuten leisten können.
Die Konzerne haben ihre Preispolitik so angepasst, dass sie das Maximum aus den jeweiligen Ländern abgreifen können und dem wird jetzt ein Riegel vorgeschoben. Weiss auch gar nicht was hier alle so scheinheilig tun. Jedesmal wenn ein neues Spiel erscheint, wird alles in Bewegung gesetzt, damit man ja nicht zu viel zahlen muss. Jetzt werden wegen der pösen EU die Konzerne am Hungertuch nagen, NOT.
#20
customavatars/avatar238501_1.gif
Registriert seit: 01.01.2016

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1386
Die Konzerne nicht, aber die armen Länder.
Billiger wird es in Summe sicher nicht für die.
Für uns wird sich halt einfach gar nichts ändern.
#21
customavatars/avatar39931_1.gif
Registriert seit: 09.05.2006
ERZ
Flottillenadmiral
Beiträge: 4616
definiere arme länder.
#22
customavatars/avatar342_1.gif
Registriert seit: 17.07.2001

Flottillenadmiral
Beiträge: 4776
... und warum darf ich dann keinen günstigen Mobilfunktarif aus dem Ausland nutzen? Da gibt es dann wohl keinen europäischen Binnenmarkt?
#23
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
kannst du doch, steht dir völlig frei ein ausländisches prepaid zu nutzen,
selbst ei Vertrag geht bei einer melde Adresse in dem anderen Land sei es nur ein Briefkasten
#24
customavatars/avatar33802_1.gif
Registriert seit: 21.01.2006

Kapitän zur See
Beiträge: 3472
Vielleicht meint er diese FairUse-Einschränlungen. Maximal 4 Monate usw. Das ist praktisch gesehen schon nahezu ein Verbot.
#25
customavatars/avatar238501_1.gif
Registriert seit: 01.01.2016

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1386
Zitat Nemesys;26891396
definiere arme länder.


Wofür?
Im Rahmen dieses Artikels sind alle Länder als "ärmer" definiert, sobald die Kosten dort geringer sind als bei uns.
Deren Preise werden steigen, nicht unsere sinken. Die EU fixt damit erneut ein Problem, dass es gar nicht gibt, indem sie ein reales neues Problem erzeugt.
#26
customavatars/avatar135109_1.gif
Registriert seit: 24.05.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1913
Ich finde das Geoblocking der öffentlich rechtlichen viel Schlimmer, aber da haben die Rechteinhaber ja für gesorgt, da sonst die Welt untergeht wenn man Sport Europaweit sehen könnte. Die EU ist ja ne Super Sache aber die Lobbyisten der verschiedenen Mafia Vereinigungen wie Zeitungsverleger, sowie Film und Musik Verwerter machen sie kaputt und dann kommen noch diese Sicherheitsfanatiker der CSU und jagen alles in die Luft.

So langsam frag ich mich ob die einfach gerade testen wie viel Bullshit man verzapfen kann bevor die Bürger die Guillotine rausholen und damit im Bundestag vorstellig werden.
#27
customavatars/avatar39931_1.gif
Registriert seit: 09.05.2006
ERZ
Flottillenadmiral
Beiträge: 4616
Zitat Tech Enthusiast;26891684
Wofür?
Im Rahmen dieses Artikels sind alle Länder als "ärmer" definiert, sobald die Kosten dort geringer sind als bei uns.
Deren Preise werden steigen, nicht unsere sinken. Die EU fixt damit erneut ein Problem, dass es gar nicht gibt, indem sie ein reales neues Problem erzeugt.


dabei muss man auf die lebenshaltungskosten schauen, nicht auf den auslandspreis. und die freuts bestimmt auch, wenn sie 40€ bekommen und die läden in deutschland keine 60€ für ein spiel. ;)
ich zahl für kein spiel hier irgendwann mal 60€. lieber warte ich, kaufs im ausland oder suche rabatt-anbieter wie kinguin. (ne ausnahme mach ich vielleicht bei GTA6 :p aber da steckt auch wirklich viel arbeit drin und das merkt man auch!)
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Interstellar: Hunderte CPUs berechnen schwarzes Loch

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SCHWARZES-LOCH

    Der Film Interstellar aus dem Jahre 2014 zeichnete sich vor allem durch eine möglichst realistische Darstellung und Simulation eines schwarzen Loches aus. Christopher und Jonathan Nolan schrieben das Drehbuch und zeichneten sich auch für die filmische Umsetzung verantwortlich. Der... [mehr]

  • Ende des Mining-Booms: Absätze bei den Grafikkarten brechen um bis zu 80 % ein...

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/BITCOIN

    Investoren und Analysten mahnen seit Monaten vor einem Einbruch am Grafikkarten-Markt, doch bisher hat sich dies in den Absatz- und Umsatzzahlen der Hersteller noch nicht wirklich gezeigt. Nun mehren sich aber die Zeichen aus Asien, dass es ab März/April einen erheblich Einbruch bei den... [mehr]

  • Vodafone schaltet erste Gigabit-Anschlüsse über Kabel für 20 Euro

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/VODAFONE_LOGO

    Vodafone versorgt ab sofort die ersten Kunden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 Gbit/s. Das Unternehmen hat hierfür stellenweise sein Kabelnetz auf DOCSIS 3.1 umgerüstet und kann aktuell 400.000 Haushalte mit der schnellen Geschwindigkeit versorgen. Zu den ersten Städten mit der schnellen... [mehr]

  • NVIDIA stellt das GeForce Partner Programm ein

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/NVIDIA

    Das NVIDIA GeForce Partner Programm oder kurz GPP sollte Anreize für Boardpartner und letztendlich auch den Käufer einer Grafikkarte schaffen. Doch ein möglicher unerlaubter Wettbewerbsvorteil warf ein eher schlechtes Licht auf das Programm. Nun hat NVIDIA das Programm offiziell eingestellt. Als... [mehr]

  • Jim Keller verlässt Tesla und geht zu Intel (Update)

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL

    Im September 2015 kündigte Jim Keller als Kopf hinter der Entwicklung der Zen-Architektur bei AMD, seinen Abgang dort an. Es war nicht das erste Mal, dass Jim Keller das Unternehmen AMD verlassen hatte. Die Athlon- und Athlon-64-Prozessoren, bzw. K7- und K8-Architekturen wurden unter... [mehr]

  • Nachfrage bei den Grafikkarten soll weiter sinken

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/BITCOIN

    Bereits im Mai deutete sich eine sprunghaft sinkende Nachfrage bei den Grafikkarten an, was besonders solche Hersteller zu spüren bekommen haben, die ausschließlich mit den Grafikkarten ihr Geld verdienen. Aus Taiwan kommen nun Meldungen, die eine sinkende bzw. geringe Nachfrage für die... [mehr]