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Zusatzgebühr: Paketlieferung direkt an die Haustür soll mehr kosten

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dhl streetscooter work xlOnline-Shopping könnte sich zukünftig verändern. Zumindest was die Lieferungen der Bestellung anbetrifft. Laut einem Bericht der WirtschaftsWoche könnten die Paketdienste für die Lieferung bis zur Haustür bald eine zusätzliche Gebühr verlangen. Aufgrund des immer weiter wachsenden Marktes und der steigenden Anzahl der Sendungen im Jahr sollen die Dienstleister über verstärkten Einsatz der Abholstationen nachdenken. DHL bietet dies beispielsweise mit der Packstation schon jetzt an, liefert jedoch aktuell noch kostenlos an die Haustüren der Besteller.

Da die Lieferung bis an die Haustür viel Zeit für die Zusteller in Anspruch nimmt, soll die Effizienz durch die Lieferung an eine zentrale Abholstation in die Nähe der Kunden deutlich gesteigert werden. Damit sei es möglich, dass die Kosten nicht ansteigen und trotzdem die Anzahl der Pakete wachsen kann. „In der Zukunft könnte es so kommen, dass die Paketdienste standardmäßig an den Paketshop liefern und die Lieferung zur Haustür dann zum Beispiel 50 Cent extra kostet“, so Boris Winkelmann, Geschäftsführer des Paketdienstes DPD.

Hermes: Wettbewerbsübergreifende Kooperation sei die Lösung

Auch der Paketdienst Hermes sieht laut der WirtschaftsWoche hier Handlungsbedarf. „Die Zustellung an die Haustür muss angesichts des hohen Aufwandes teurer werden“, fordert Frank Rausch, Geschäftsführer von Hermes in Deutschland. Rausch spricht sogar davon, dass sogenannte Mikrodepots entstehen sollen und dort die Kunden von allen Paketdienstleistern die Pakete abholen können. Damit soll eine Art wettbewerbsübergreifende Kooperation zwischen den Transportunternehmen entstehen. 

Für Kunden wäre dieser Schritt sicherlich wieder mit mehr Aufwand verbunden. Ob die Unternehmen dieses Vorhaben umsetzen werden, bleibt erst einmal abzuwarten. Da jedoch kein Paketzusteller an einen Kontrahenten Kunden verlieren möchte, wird es wohl keinen Schnellschuss geben und ein Unternehmen mit diesem Vorhaben vorpreschen. Stattdessen werden sich wohl alle Zusteller in Gesprächen befinden und gemeinsam an einer machbaren Lösung tüfteln.