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Tesla hat den mit 129 MWh weltgrößten Akku fertiggestellt

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tesla motorsEs war eines der vielen Versprechen von Elon Musk: Bei Zuschlag wollte Tesla die bisher weltgrößte Batterie innerhalb von 100 Tagen aufstellen. Über 100 MWh sollte diese speichern können und noch vor der Deadline am 1. Dezember verkündeten die beteiligten Unternehmen die Fertigstellung. Nun wurde der Projekt auch offiziell fertiggestellt.

Die Hornsdale Wind Farm, die einmal 99 Windräder aufweisen soll, wurde um die Hornsdale Power Reserve erweitert. Dabei handelt es sich um hunderte PowerPack 2 von Tesla. Diese bieten nun eine Speicherkapazität von 129 MWh und leisten 100 MW. Abgerufen werden können diese zu 70 MW innerhalb von zehn Minuten und weiteren 30 MW über drei Stunden. Die Infrastruktur zwischen den Akkus und der Hornsdale Power Reserve wurden dementsprechend ausgelegt. Der französische Betreiber Neoen will mit der Anlage die Stromversorgung in Südaustralien stabilisieren, denn der zu 50 % aus regenerativen Quellen hergestellte Strom landet nur sehr unzuverlässig bei den Abnehmern.

Strom in Australien, vor allem im südlichen Teil ist extrem teuer und unzuverlässig. Verglichen mit der Kilowattstunde in Deutschland kommt man mit umgerechnet 15 Euro-Cent in Australien zwar noch recht günstig weg, im Vergleich zu anderen Ländern haben wir aber auch mit den höchsten Preis im weltweiten Vergleich. Hinzu kommt, dass in dünn besiedelten Gebieten wie eben im Süden Australiens die Anschlussgebühren und Grundgebühren recht teuer sind.

Für den französische Betreiber Neoen hat die Speicheranlage aber neben der sicheren Versorgung vor allem den Zweck zu Spitzenlasten, dann wenn der Preis am höchsten ist, liefern zu können.

Für Tesla sind solche Projekte aus Prestigegründen interessant, damit lässt sich inzwischen aber auch Geld verdienen. 50 Millionen US-Dollar soll die Anlage im Süden Australiens gekostet haben. Tesla gibt 15 Jahre Garantie auf die Anlage.

Solche Speicheranlagen sind als Puffer für die erneuerbaren Energien eine zwingende Voraussetzung. Steigt deren Anteil über einen gewissen Wert ist eine sichere Versorgung ohne Grundlasterzeuger nur schwer zu gewährleisten. Pumpspeicherkraftwerte werden in Deutschland dazu verwendet Lastspitzen aufzufangen. Bei Überproduktion kann der Strom dann wieder verwendet werden, um die Becken wieder zu füllen.

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Kommentare (12)

#3
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Da sind also die ganzen Akkus hin die beim Tesla 3 fehlen ><

Ein klasse Pilotprojekt ist es natürlich. So richtig Sinn macht das allerdings erst später wenn man teil-verschleisste Akkus die man nicht mehr in Autos verwenden kann, für solche Speicher recycelt (dann passt auch der Preis besser).
#4
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Zitat DragonTear;25989341
...teil-verschleisste Akkus die man nicht mehr in Autos verwenden kann, für solche Speicher recycelt (dann passt auch der Preis besser).


Klingt garnicht mal so verkehrt. :)

bzw. es sollen bald unterirdische Salzstöcke als Akkus herhalten. Klingt vielversprechend. Mal schauen was daraus wird

Salzbergwerke sollen zur „größten Batterie der Welt“ werden
#5
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Zitat King Bill;25989398
Klingt garnicht mal so verkehrt. :)

Wenn ich mich recht erinnere hat Tesla selbst das schon so mal erwähnt. Bereits im Bezug auf die Power-Wall.

Zitat King Bill;25989398
bzw. es sollen bald unterirdische Salzstöcke als Akkus herhalten. Klingt vielversprechend. Mal schauen was daraus wird

Salzbergwerke sollen zur „größten Batterie der Welt“ werden

Klingt definitiv interessant ja. Natürliche ressourcen bzw. Begebenheiten dafür zu verwenden wäre eine Ideallösung.
Flüssigkeit mit Plastikteilchen klingt allerdings nicht grad perfekt umweltfreundlich. Hoffentlich sucht man dann nicht genau so Jahre (oder eher Jahrzehnte) lang nach dem geeigneten Standort wie für Atommüll.
#6
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Hm Bild2: Macht es wirklich soviel Sinn Nachts im Outback die Akkus und die Windräder nochmal extra zu beleuchten?
Besonders bei den "teuren" Strom Preisen dort?
#7
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Obergefreiter
Beiträge: 99
Welche Effizienz hat denn das ganze und wie lange dauert es bis die Powerpacks wieder aufgeladen sind? Allein wie viel MWh mussten nur für Herstellung der Anlage aufgewendet werden? Welche Fläche wird dafür beansprucht?...für ganze 100MW?
#8
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Zitat Kenaz;25990327
Welche Effizienz hat denn das ganze und wie lange dauert es bis die Powerpacks wieder aufgeladen sind? Allein wie viel MWh mussten nur für Herstellung der Anlage aufgewendet werden? Welche Fläche wird dafür beansprucht?...für ganze 100MW?

Hier stehen ein ganzer haufen Daten drin: All The Details On Tesla's Giant Australian Battery | Gizmodo Australia

Btw. interessant ist ja mal auch diese Aussage:
Zitat
According to the South Australian government, Tesla and Neoen's proposal was "the best value for money" of the 90 responses it received.

Wo kein aufstaubares Wasser ist, wird es nunmal schwer mit dem Pumpspeicherwerk (welches wie erwähnt wurde, ineffizienter wäre)...

Wiederaufladegeschwindigkeit dürfte eher irrelevant sein bzw. garantiert höher als was die Kraftwerke im Stande wären zu liefern.
Die Energie Abgabe von 70MW in 10 Minuten ist auch mehr zum Angeben da, als in der Praxis benötigt.

Immerhin besitzen wir allerdings jetzt die richtige Energieversorgung für die Kanone hier falls uns die Engel angreifen:
Neon Genesis Evangelion Eva 01 y 00 vs Ramiel (Quinto Angel) [Sub Español] - YouTube :D
#9
Registriert seit: 10.03.2017

Bootsmann
Beiträge: 701
Zitat DragonTear;25989341
Ein klasse Pilotprojekt ist es natürlich. So richtig Sinn macht das allerdings erst später wenn man teil-verschleisste Akkus die man nicht mehr in Autos verwenden kann, für solche Speicher recycelt (dann passt auch der Preis besser).

DAS wäre mal richtig sinnvoll und verbessert die Ökobilanz eines E-Autos enorm.
#10
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Im sonnigen Süden
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Beiträge: 11854
Zitat Hardwareaner;25990387
DAS wäre mal richtig sinnvoll und verbessert die Ökobilanz eines E-Autos enorm.

Wird ziemlich sicher gemacht werden (oder Auseinandernehmen der Zellen-Pakete) aber damit ist logischerweise erst in 7-12 Jahren zu rechnen wenn sich genug solcher Akkus angesammelt haben.
Die Ökobilanz im Vergleich zum Verbrenner wird allerdings schon nach 5-7 Jahren im Auto erreicht laut den etwas seriöseren Studien (die auch den Herstellungsprozess des Benzins mit einbeziehen)!
#11
Registriert seit: 10.03.2017

Bootsmann
Beiträge: 701
Zitat DragonTear;25990507
Die Ökobilanz im Vergleich zum Verbrenner wird allerdings schon nach 5-7 Jahren im Auto erreicht laut den etwas seriöseren Studien (die auch den Herstellungsprozess des Benzins mit einbeziehen)!

Dazu darf das Auto aber nicht wegen eines wirtschaftlichen Totalschadens wie eines zentralen Elektronikdefekts verschrottet werden.
#12
Registriert seit: 30.04.2008
Civitas Tautensium, Agri Decumates
Oberbootsmann
Beiträge: 900
Zitat Os;25989252
Insbesondere in Gegenden, wo es sowieso ausgiebig regnet, sind solche Pumpspeicherkraftwerke sicherlich interessant. In ariden Gebieten wäre der Wirkungsgrad wohl von der Verdunstungsmenge abhängig.


Man bedeckt die Oberfläche mit kleinen Plastikbällen.
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