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Deutschen Bahn trainiert Mitarbeiter in der virtuellen Realität

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Nicht nur das autonome Fahren auf der Straße spielt auf der GPU Technology Conference in München eine Rolle, auch die Deutsche Bahn hielt einen Vortrag, der sich mit dem Training von Mitarbeitern in einer virtuellen Umgebung befasste. Autonome Züge spielten jedenfalls keine Rolle, auch wenn in diesem Bereich sicherlich ebenso stark geforscht wird, wir für Straßenfahrzeuge.

Die Deutsche Bahn verwendet bereits seit einiger Zeit VR-Headsets und entsprechend darin auch virtuelle Umgebungen. Begonnen hat das Unternehmen mit dem ICE 3 vor 2,5 Jahren für erste Tests durch Test-Passagiere, die die Innenausstattung und das Sichtfeld aus den Fenstern testen sollten. Später hat man dies auf Lounges Customer Service ausgeweitet – also den Aufbau und das Aussehen des Lounges in den größeren Bahnhöfen.

Inzwischen geht man aber weiter und trainiert auch die eigenen Mitarbeiter in bestimmten Arbeitsschritten über VR. Davon bisher nicht betroffen ist das Training der Zugführer. Dazu reiche nach ersten Tests die Auflösung der aktuellen Headsets nicht aus und für ein längeres Training ist die Praxis mit dem Headset über eine Stunde und länger nicht sinnvoll möglich. Hier findet das Training stattdessen weiterhin in einem Simulator mit Monitoren statt.

Eine Art Zwischenlösung ist das Training von Zugführern auf einem Tablet. Hier geht es aber nicht darum eine möglichst realistische Darstellung zu erreichen, sondern dem Zugführer bestimmte Arbeitsschritte zunächst näher zu bringen, bevor diese dann im Simulator trainiert werden können. Dort geht es dann darum Extremsituationen, wie einen kompletten Stromausfall im Zug zu simulieren, denn dieser lässt sich kaum bis gar nicht in einer realen Umgebung trainieren.

Das erste größere Training über eine VR-Anwendung führt man derzeit mit 5.000 Mitarbeiter des Zugpersonals aus. Diese sollen auf die Handhabung des Lift für Rollstuhlfahrer geschult werden. Der Lift ist am Zug selbst befestigt und wird an und aus diesem in 18 Schritten ausgefahren. 7-8 virtuelle Durchgänge des Trainings reichen aus, um die Funktionsweise verstanden zu haben und am echten Gerät umsetzen zu können. Bis 2018 sollen alle 5.000 Mitarbeiter trainiert sein. Das Training findet in 10 entsprechend eingerichteten Zentren deutschlandweit verteilt statt, damit die Mitarbeiter auch keine allzu lange Anreise in Kauf nehmen müssen – schließlich soll durch das Training alles schneller und effizienter gemacht werden.

Ein weiteres Beispiel ist das Training für Techniker am Dachgarten, dort wo sich die Stromabnehmer befinden. Für eine entsprechende Schulung der Techniker am echten Dachgarten muss ein Zug etwa einen halben Tag stillgelegt werden. Gleiches gilt für die Klimaanlage, für deren Öffnungen 57 gesicherte Schrauben geöffnet werden müssen, die danach wieder versiegelt werden müssten. Auch hier ein erstes Training an einem virtuellen Zug sinnvoller.

Für die Deutsche Bahn spielt in diesem Zusammenhang weniger die Rechenleistung eine Rolle, denn aktuelle VR-Headsets lassen sich von vergleichsweise günstiger Hardware antreiben. Vielmehr wird es für das Unternehmen in Zukunft darum gehen die aktuellen Ergebnisse für die Trainings auf weitere Felder zu übertragen.

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Kommentare (14)

#5
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Admiral
Beiträge: 11847
Zitat Riplex;25872509
Die sollten Ihre Mitarbeiter mal lieber vernünftig bezahlen, anstatt das Geld für so einen Scheiss aus dem Fenster zu werfen.

Du bist auch auf die Gewerkschaft reingefallen die sich in erster Linie profilisieren will, und schon lange nicht mehr wirklich die allgemeine Meinung der Zugführer representiert, was?
#6
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Registriert seit: 25.07.2005
Köln
Hardcore Schrauber
Beiträge: 2678
Zitat DragonTear;25872911
Du bist auch auf die Gewerkschaft reingefallen die sich in erster Linie profilisieren will, und schon lange nicht mehr wirklich die allgemeine Meinung der Zugführer representiert, was?


Denen glaube ich schon lange nichts mehr. Die stecken alle unter einer Decke.

Generell wird bei der Bahn nicht gut bezahlt. Bis 2020 will die Bahn Top Arbeitgeber werden. Das ich nicht lache.
7 Tage Woche, Wochenende z.B. Sonntags von 6-18 Uhr, Früh, Spät, Nacht, andauernd für kranke Kollegen einspringen, Urlaubsvertretung an Ruhe Tagen usw. für 1600 € Netto im Monat.
Klar, durch den Nachtdienst, Feiertagsarbeit usw. komme ich auf knapp 2000 € Netto. Aber dafür macht man sich das halbe Leben kaputt.
Und dann wird überall gesagt, das wir Nachwuchsmangel haben. Klar, weil keiner für das Geld arbeiten will. Schichtarbeiter werden in Deutschland behandelt wie das letzte.
Es sei den du bist Beamter, dann gehts dir gut bei der Bahn. Die Bahn ist die einzigste AG, die die Leiharbeiter (Beamte) besser bezahlt als die eigene Belegschaft.

Kleines Beispiel. Ein Kollege von mir ist Beamter. Er hat 1993 angefangen bei der Bahn, ich 1996. Er verdient als Beamter knapp 600 € Netto mehr, für die gleiche Arbeit.
Er hat damals keine richtige Ausbildung bekommen. Ich habe 3 Jahre lang Eisenbahn gelernt und habe eine Abschlossene Ausbildung. Das glaubt einem keiner.......
Selbst Leute mit Meistertitel werden bei der Bahn schlechter bezahlt als Beamte......

Und jetzt kommen wieder die die sagen dann mach doch was anderes. Genau wie in der Pflege, gibt es noch Eisenbahner die trotz allem ihr Job noch Spass macht.

Zitat dosenfisch;25872814
Aha - und warum? Nur weil fliegen irgendwie elitärer ist als popeliges bahnfahren?


Naja, Lokführer ist kein anspruchvoller Beruf bei der Bahn.
Der Lokführer ist nur der, der sich in seine Lok setzt und den fertigen Zug von A nach B bringt.
Die Leute die für diese Qualität gerade stehen und mit einem Bein dauernd im Knast (Zugbildung,Fahrdienstleiter usw.) sind viel wichtiger !
Der Lokführer fährt z.B. nicht los, wenn ich nicht meine Unterschrift geleistet habe das der Zug alle Vorschriftmässigen arbeiten zur sicheren durchführung einer Zugfahrt durchlaufen hat.

Wenn der Zug z.B. eine Zwangbremsung bekommt und in einer Kurve entgleist durch die Scherkräfte, dann kommen die zu mir und nicht zu dem Lokführer ;)
#7
Registriert seit: 02.02.2010
Braunschweig
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 384
Na dann ist es ja kein Wunder warum der Service bei der DB so realitätsfremd ist xD
#8
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3696
Zitat Riplex;25873406

Der Lokführer fährt z.B. nicht los, wenn ich nicht meine Unterschrift geleistet habe das der Zug alle Vorschriftmässigen arbeiten zur sicheren durchführung einer Zugfahrt durchlaufen hat.

Dann sollte DB Menschen wie dich entlassen - wir haben ständig Züge die nicht "los" fahren und du hast dich ja offiziell als schuldig bekannt.
#9
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Registriert seit: 12.02.2011
Baden Württemberg
Fregattenkapitän
Beiträge: 2650
Zitat Snake7;25873920
Dann sollte DB Menschen wie dich entlassen - wir haben ständig Züge die nicht "los" fahren und du hast dich ja offiziell als schuldig bekannt.

Er hat hier nirgends geschrieben, das er seine Arbeit nicht machen würde......... es war ein Beispiel.
#10
Registriert seit: 16.03.2007
Dortmund
Oberbootsmann
Beiträge: 971
Zitat Riplex;25873406

Naja, Lokführer ist kein anspruchvoller Beruf bei der Bahn.
Der Lokführer ist nur der, der sich in seine Lok setzt und den fertigen Zug von A nach B bringt.
Die Leute die für diese Qualität gerade stehen und mit einem Bein dauernd im Knast (Zugbildung,Fahrdienstleiter usw.) sind viel wichtiger !
Der Lokführer fährt z.B. nicht los, wenn ich nicht meine Unterschrift geleistet habe das der Zug alle Vorschriftmässigen arbeiten zur sicheren durchführung einer Zugfahrt durchlaufen hat.

Wenn der Zug z.B. eine Zwangbremsung bekommt und in einer Kurve entgleist durch die Scherkräfte, dann kommen die zu mir und nicht zu dem Lokführer ;)


Bitte? Ich weiß zwar nicht wo du gerade tätig bist.. aber ich Sitz da vorne auf der Spitze und Anspruchsvoll ist mein Job definitiv.
Überhaupt so eine Aussage über Kollegen zu treffen und hier in einem Hardware Forum kundzutun. Bravo!

Zur Zugbildung, bei uns im Fernverkehr machen das bei Lokbespannten Zügen ebenfalls Lokführer. Oftmals ohne Rangierbegleiter. Also ist deine Aussage Sinnfrei?

Zum Thema "setzt sich in seine Lok und fährt nur von A nach B"...

Als Streckenlokführer stehst du ebenfalls immer mit einem Bein im Knast. Die dazugehörigen Richtlinien scheinen dir bekannt zu sein? Zu deiner Aussage mit der Zwangsbremsung, warum kommt es zu einer? In der Regel durch einen Fehler des Lokführers. Also wird der Fehler immer zuerst beim Tf gesucht.

Meiner Meinung nach sind wir bei der DB alle ein Team und jeder hat hier einen Anspruchsvollen Job. Aber wenn du nicht der Meinung bist ok ;)
#11
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Registriert seit: 04.09.2004

Stabsgefreiter
Beiträge: 305
Zitat Sym;25875194
Meiner Meinung nach sind wir bei der DB alle ein Team und jeder hat hier einen Anspruchsvollen Job. Aber wenn du nicht der Meinung bist ok ;)


So sieht's aus. Eisenbahn ist irgendwie auch Familie - da muss man auch nicht jeden mögen, aber trotzdem pinkelt man den Kollegen nicht ans Bein.
Beste Grüße nach EDO aus FF,
fisch
#12
Registriert seit: 16.03.2007
Dortmund
Oberbootsmann
Beiträge: 971
Zitat dosenfisch;25875441
So sieht's aus. Eisenbahn ist irgendwie auch Familie - da muss man auch nicht jeden mögen, aber trotzdem pinkelt man den Kollegen nicht ans Bein.
Beste Grüße nach EDO aus FF,
fisch



Danke, beste Grüße zurück :)
#13
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Registriert seit: 19.05.2006
3. Planet
Kapitän zur See
Beiträge: 3711
Die Bahn zahlt tatsächlich schlecht. 40k Brutto für einen Master-Abschluss ist auch nicht das Wahre. Da bekommt man als Leiharbeiter bei einem Zugbauer eindeutig mehr^^
#14
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Beiträge: 98
Zitat Knoddle;25872454
Ist doch schon lange bekannt. Nur unter dem Namen: Train Simulator 2017 - DB Edition.


Da ich das DB Training aktuell selbst durchlaufe, vergiss den Train Simulator 2017.
Die Fahrtrainer und Simulatoranwendungen sind deutlich komplexer, ich habe beides bereits durch und wie so ein stumpfes Spielchen am PC ist das absolut nicht.
Am Simulator musst du z.B. nicht mit dem Fahrdienstleiter telefonieren, Befehle schreiben oder mit aussergewöhnlichen Betriebsstörungen rechnen.
Mir wurden gestern am Simulator Personen am Gleis eingespielt, das ist eine Situation, die du bei einem Spiel nie haben wirst.
Zitat Clone;25912069
Die Bahn zahlt tatsächlich schlecht. 40k Brutto für einen Master-Abschluss ist auch nicht das Wahre. Da bekommt man als Leiharbeiter bei einem Zugbauer eindeutig mehr^^

Stimmt, für die Verantwortung die die TFs (und auch ich nächstes Jahr) haben, ist die Bezahlung schlecht. Wobei 2800€ Brutto plus Schicht-, Wochenend- und Feiertagszuschläge anfangs nicht schlecht sind.
Aber egal bei welchem EVU, alle zahlen das selbe.
Zitat Riplex;25872509
Die sollten Ihre Mitarbeiter mal lieber vernünftig bezahlen, anstatt das Geld für so einen Scheiss aus dem Fenster zu werfen.

Du würdest dein Leben also jemandem anvertrauen, der ohne vernünftige Ausbildung deine S-Bahn bzw. deinen RE oder deinen ICE fährt?
Zitat Sym;25875194
Bitte? Ich weiß zwar nicht wo du gerade tätig bist.. aber ich Sitz da vorne auf der Spitze und Anspruchsvoll ist mein Job definitiv.
Überhaupt so eine Aussage über Kollegen zu treffen und hier in einem Hardware Forum kundzutun. Bravo!

Zur Zugbildung, bei uns im Fernverkehr machen das bei Lokbespannten Zügen ebenfalls Lokführer. Oftmals ohne Rangierbegleiter. Also ist deine Aussage Sinnfrei?

Zum Thema "setzt sich in seine Lok und fährt nur von A nach B"...

Als Streckenlokführer stehst du ebenfalls immer mit einem Bein im Knast. Die dazugehörigen Richtlinien scheinen dir bekannt zu sein? Zu deiner Aussage mit der Zwangsbremsung, warum kommt es zu einer? In der Regel durch einen Fehler des Lokführers. Also wird der Fehler immer zuerst beim Tf gesucht.

Meiner Meinung nach sind wir bei der DB alle ein Team und jeder hat hier einen Anspruchsvollen Job. Aber wenn du nicht der Meinung bist ok ;)

Nicht aufregen, scheint ein Schwätzer zu sein, der die 418/408 nicht kennt. Ich bin zwar noch im Training und das als Quereinsteiger aber würde sowas nie gehaupten. Nach zwei Monaten weiß auch ich, das die Zwangsbremsungen durch Signalverfehlungen zustande kommen, bzw. die Bremskurve zu spitz gefahren wurde. Genau dafür gibt es die Simulatoren, damit sowas nicht passiert.
Gruß aus dem Training im KDA
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