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Apple, Dell, Google, Microsoft: IT-Größen wollen Toshibas Halbleitersparte übernehmen

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Nach zahlreichen Skandalen versucht Toshiba noch immer, durch den Verkauf der Halbleitersparte an frisches Kapital für die Umstrukturierung der verbleibenden Unternehmensteile zu gelangen. Nachdem Foxconn schon im März sein Interesse bekundete und Apple als möglichen Übernahmepartner nannte, sollen auch andere Größen der IT-Branche Interesse angemeldet haben – darunter Dell, Google, Microsoft und andere.

Das Ziel sei aber weniger die alleinige Übernahme des Halbleitergeschäfts, sondern vielmehr ein gemeinsames Vorgehen, wie Reuters schreibt. Der Grund für diese mögliche, eher ungewöhnliche Zusammenarbeit der Konkurrenten ist die vergleichsweise protektionistische Wirtschaftspolitik Japans. Unternehmen, die über Schlüsseltechnologien verfügen, sollen möglichst nicht an ausländische Käufer veräußert werden, in der Vergangenheit legten die jeweiligen Regierungen in derartigen Fällen schon mehrfach ihr Veto ein.

Zwar dürfte Foxconn selbst über die notwendigen finanziellen Mittel für einen Kauf der Sparte, die mit 18 Milliarden US-Dollar bewertet wird, verfügen, das vor allem als Auftragsfertiger bekannte Unternehmen fürchtet aber eine Ablehnung seitens Japan. Als Grund hierfür wird die enge Beziehung zu China angeführt – ein Staat, zu dem Japan kein sehr freundschaftliches Verhältnis pflegt. Bessere Chancen erhofft man sich deshalb von einem gemeinsamen Vorgehen mit starken westlichen Partnern.

Als sicher gilt, dass Apple, Dell und Kingston zur Bietergruppe gehören werden. Fast abgeschlossen sind dem Bericht zufolge auch die Verhandlungen mit Amazon, die Gespräche mit Cisco, Google und Microsoft sollen nicht ganz soweit fortgeschritten sein. Noch völlig unklar ist, in welchem Umfang sich die Partner beteiligen werden. Foxconn selbst strebt 40 % an, für Apple sind 20 % im Gespräch.

Allerdings gibt es auch Konkurrenten. So soll Western Digital zusammen mit einem japanischen Staatsfond ebenfalls an der Übernahme interessiert sein, zudem werden mehreren japanische Banken als potentielle Käufer gehandelt.

Wer am Ende den Zuschlag erhält, könnte bereits Ende der Woche bekannt gegeben werden. Nach aktuellem Stand wird der Käufer am 15. Juni ausgewählt, die japanische Regierung hat jedoch eine Verschiebung des Termins erbeten. Ob dem nachgekommen wird, ist aber noch unklar.

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