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EU regelt Energieverbrauchskennzeichnung neu

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eu logoAktuelle Energieverbrauchskennzeichnungen weisen nicht nur Klassen von A bis D aus, sondern markieren erst mit den weiteren Klassen A+, A++ und A+++ die Spitze. Das kann für Kunden durchaus verwirrend sein, da bereits A als gut wahrgenommen wird, mit seiner gelben Markierung aber eher als durchschnittlich gekennzeichnet wird. Deswegen wollen EU-Kommission und Europaparlament nun die Klassen A+, A++ und A+++ streichen und zukünftig eine Rangliste von A (am besten) bis G (am schlechtesten) einsetzen. Im Grunde bleibt es also bei der Anzahl an Kategorien, die Benennung ist aber deutlich klarer. Bis Kunden die ersten Labels mit der neuen Kennzeichnung erspähen, sollen aber noch ca. zwei Jahre verstreichen.

Laut Umfragen achten ca. 85 % der Europäer beim Kauf auch auf die Energieverbrauchskennzeichnungen. Auch wenn jene bestimmt oftmals nicht das ausschlaggebende Argument sind, sind sie also immerhin ein Faktor bei der Kaufentscheidung. EU-Umweltkommissar Miguel Arias Cañete klopft sich daher selbst zur Neuregelung auf die Schulter: „ Die Vereinbarung ist eine gute Nachricht für die Verbraucher und die Unternehmen Europas, für unsere Energierechnung und für das Klima. " Die Kriterien der Klassen sollen nun fortwährend angepasst werden, wenn im Laufe der Zeit neue, stromsparendere Geräte dazukommen. Aus diesem Grund wurden nämlich ehemals mal die Klassen A+, A++ und A+++ nachträglich ergänzt, um der technischen Weiterentwicklung gerecht zu werden. So will man aber nicht erneut handeln, sondern es eben zukünftig bei A bis G belassen und stattdessen die Richtlinien anpassen.

Noch müssen die neuen Energieverbrauchskennzeichnungen von den Mitgliedsländern und vom EU-Parlament genehmigt werden. Anschließend sollen ca. 15 Monate verstreichen, bis sie dann in Kraft treten. Erst anschließend werden dann die ersten Produkte mit den neuen Labels in den Handel gelangen.