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Amazon möchte 2017 verstärkt gegen Produktfälschungen vorgehen

Veröffentlicht am: von

amazonDer Online-Händler Amazon hat bereits vor einigen Tagen bestätigt, dass das Unternehmen keine gekauften Rezessionen mehr akzeptiere. Wie Amazon nun mitteilt, möchte man nun noch einen Schritt weitergehen, um das Kauferlebnis für seine Kunden zu verbessern. Demnach soll Amazon im kommenden Jahr besonders gegen den Verkauf von Produktfälschungen vorgehen.

Grund dafür seien vor allem die Testkäufe von Apple, so mutmaßen zumindest Branchen-Insider. Apple habe in den vergangenen Monaten vermehrt Ladekabel und Netzteile über Amazon gekauft. Diese waren als originale Produkte vom Hersteller gekennzeichnet und zu einem deutlich günstigeren Preis als direkt bei Apple verkauft worden. Bei den Testkäufen kam heraus, dass nahezu 90 % der Waren eine Fälschung waren. Diese Produkte wurden zwar nicht direkt von Amazon verkauft, allerdings auf der Webseite des Händlers über das Marketplace-Programm angeboten. Der Verkauf von Fälschungen wirft natürlich ein schlechtes Licht auf den Händler, weshalb Amazon nun Maßnahmen ergreift. Dies melden zumindest die Kollegen von Bloomberg.

apple lightning

Wie Amazon den Verkauf von Produktfälschungen unterbinden möchte, ist derzeit noch nicht bekannt. Nach ersten Informationen sollen Verkäufer von Markenartikeln jedoch mit höheren Gebühren belastet werden und zudem soll Amazon regelmäßig Kaufnachweise einfordern. Damit soll zumindest ein Großteil der Fälschungen von der Webseite verschwinden. Ob Amazon jedoch alle Fälschungen aus dem Sortiment herausbekommen wird, bleibt abzuwarten.

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Kommentare (9)

#1
Registriert seit: 01.11.2016

Matrose
Beiträge: 22
Ich sehe das mit höheren gebühren sehr skeptisch. Derjenige der fälschungen verkauft hat eine höhere gewinnspanne als derjenige der originale verkauft. Somit wird den falschverkäufer der finanzielle schlag weniger stark treffen.


Ein sperren des gesamten anbieters bei nachweis wäre villeicht deutlich effektiever.
#2
Registriert seit: 16.02.2012

Kapitän zur See
Beiträge: 3271
wenn Amazon mal getrennte Lagerfächer für ihre eigene Waren und den Waren der Marketplace Händler hätten, könnten Sie die "schwarzen Schafe" zumindest mal identifizieren ;)
#3
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Registriert seit: 16.06.2005
■█▄█▀█▄█■█▄█▀█▄█■ addicted to black & white kaname chidori ftw!
SuperModerator
Bruddelsupp
Luxx Labor

Bubble Boy
Beiträge: 26098
Mir wäre es erst einmal lieber sie würden die Fake-Anbieter aus ihrem Marketplace entfernen.
#4
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Registriert seit: 30.12.2015
Hamburg
Leutnant zur See
Beiträge: 1263
Zitat Performer;25109200
Ops, ich fantasiere.
#5
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Registriert seit: 29.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 5635
Zitat EmPa;25109183
Derjenige der fälschungen verkauft hat eine höhere gewinnspanne als derjenige der originale verkauft. Somit wird den falschverkäufer der finanzielle schlag weniger stark treffen.


Das kapiere ich nicht... Es ist doch völlig OK, nachgemachte Kabel etc. von Drittanbietern zu verkaufen. Es ist nur nicht OK, sie als Original zu kennzeichnen.

Der, der Sinn liegt ja sicher nicht darin, Markenartikel zu verdrängen, sondern das Überprüfen, ob die Ware echt ist, bzw. das Prüfen der Herkunftsnachweise, verursacht Kosten für Amazon, die sie natürlich durch höhere Gebühren wieder reinholen müssen.
#6
Registriert seit: 01.11.2016

Matrose
Beiträge: 22
Genau deshalb ja ;)

Angenommen original x kostet im einkauf 10 euro und fälschung y nur 2 euro.

Jetzt verkaufst du beides als original zum preis von 15 euro. Bei der fälschung ist deine spanne deutlich grösser.

Anbieter 1 der nur originale verkauft und anbieter 2 der nur fälschungen verkauft( zum gleichen preis) liefern sich ein rennen. Dass anbieter 2 einen vorteil hat sollte klar sein.

In der meldung geht es ja nicht um imitate sondern fälachungen. Denn hier wurde laut news ja gefälschte ware als original verkauft. Das wird sicher profit abwerfen wenn sich die preise ahnlich orientieren.
Apple wird sicher nicht ein apple-taugliches kabel gekauft haben und sich beschwert haben dasss jenes kein original ist. Sie haben sicher "original" teile bestellt und dann kam die diskrepanz zum vorschein.
#7
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Die sollen erstmal ihren eigenen Laden sauber halten.

Selbst bei Amazon selbst bekommt man mit guter Wahrscheinlichkeit bei Parfums usw. eine Fälschung angedreht.
#8
Registriert seit: 19.09.2010
Hinter der Hecke
Fregattenkapitän
Beiträge: 2629
Zitat HW-Mann;25111622
Selbst bei Amazon selbst bekommt man mit guter Wahrscheinlichkeit bei Parfums usw. eine Fälschung angedreht.
Smartphone-Akkus, selbst schon erlebt.
#9
customavatars/avatar179024_1.gif
Registriert seit: 29.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 5635
Zitat EmPa;25110963
Angenommen original x kostet im einkauf 10 euro und fälschung y nur 2 euro. Jetzt verkaufst du beides als original zum preis von 15 euro. Bei der fälschung ist deine spanne deutlich grösser.


Also nochmal um den Status Quo zu verstehen: Aktuell ist die Situation doch schon genauso. Nur dass der Originalanbieter eben dann künftig ein paar Cent mehr zahlt, damit Amazon die Herkunft des Konkurrenzartikels prüft und den Konkurrenten höchstwahrscheinlich beseitigt, falls er so weitermacht. Das kann eigentlich nur für den ehrlichen Anbieter positiv ausgehen.
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