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Quartalszahlen: Trotz sinkender Gewinne explodiert die Apple-Aktie

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Am späten Dienstagabend hat auch Apple seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2016 vorgelegt. Demnach musste man zum zweiten Mal in Folge einen Rückgang der iPhone-Verkäufe verkraften und abermals einen kleineren Gewinn einstrichen. Da die Zahlen die Erwartungen der Analysten und Anleger aber übertrafen, kletterte die Aktie im nachbörslichen Handel um über 6 % nach oben.

Insgesamt setzte Apple im dritten Fiskalquartal seines Geschäftsjahres 2016, welches am 25. Juni zu Ende ging, rund 42,4 Milliarden US-Dollar um. Ein Jahr zuvor lag der Umsatz noch bei fast 50 Milliarden US-Dollar. Grund für den Umsatzrückgang sind die abermals rückläufigen Verkaufszahlen vor allem beim iPhone, einem der wichtigsten Geldbringer für Cupertino. Der Absatz der iOS-Smartphones brach um weitere 15 % ein, in den drei vorangegangenen Monaten verzeichnete Apple schon einen Rückgang um gut 16 % und das erstmals seit der Markteinführung 2007. Insgesamt verkaufte man während der letzten drei Monate 40,4 Millionen iOS-Geräte, die mit einem Umsatz von etwa 31,4 Milliarden US-Dollar noch immer den Löwenanteil zum Konzernumsatz beisteuern.

Unterm Strich bleibt für Apple ein satter Nettogewinn in Höhe von 7,8 Milliarden US-Dollar übrig. Verglichen mit dem Vorjahr ist aber auch das ein Rückgang. Im dritten Fiskalquartal 2016 nahm Apple mit fast 10,7 Milliarden US-Dollar noch gut 27 % mehr ein. Rückläufig sind aber nicht nur die Verkaufszahlen der iPhones, sondern auch die der iPad-Familie. Hier verkaufte Apple im vergangenen Quartal nur noch knapp zehn Millionen Einheiten, was einem Rückgang von rund 9 % gleichkommt. Etwas stärker nachgelassen haben die Verkäufe der MacBooks und iMacs. Sie gingen um fast 11 % auf 4,2 Millionen verkaufte Geräte zurück. Vor allem der asiatische Markt schwächelt. Alleine in China brach der Absatz um 29 % ein, in Japan um 18 %. In Europa sind die Zahlen mit einem Minus von 16 % ebenfalls stark rückläufig. Immerhin leicht zulegen konnte die Service-Sparte, die zuletzt einen Umsatz von 5,98 Milliarden US-Dollar verbuchte und zu der unter anderem iCloud und der App Store zählen.

An seine Aktionäre zahlte Apple während der letzten Monate über 13 Milliarden US-Dollar in Form von Aktienrückkäufen und Dividenden aus.