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HTC veröffentlicht desaströse Quartalsergebnisse

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htc 2013HTC steckt nicht erst seit 2016 in der Krise: In den vergangenen Jahren sackte der Hersteller von einem der Smartphone-Marktführer zu einem Android-Hersteller unter vielen ab. Konkurrenten wie LG oder Huawei haben HTC mittlerweile hinter sich gelassen, während Samsung weiterhin Platzhirsch geblieben ist. Zuletzt gab es Meldungen, dass HTC nun auch noch seine Virtual-Reality-Abteilung in ein eigenes Unternehmen abspalten wolle, was dem Aktienkurs zusetzte. Die Talfahrt dürfte sich wohl nach der heutigen Bekanntgabe der Quartalsergebnisse verschärfen: Im direkten Vergleich mit dem ersten Quartal 2015 sind die Umsätze im ersten Quartal 2016 um satte 64 % eingebrochen. Die Gewinne fielen sogar um 78 %. Zwar hat HTC, wie man nochmals betonen muss, schon seit einiger Zeit mit sinkenden Absätzen und Einnahmeeinbußen zu kämpfen, die jüngsten Geschäftsergebnisse sind allerdings alarmierend.

htc 10

Als kleiner Trost für sowohl HTC als auch Investoren dürfte herhalten, dass weder die Verkäufe des Virtual-Reality-Headsets HTC Vive noch des neuen Flaggschiffs HTC 10 im ersten Quartal 2016 berücksichtigt werden konnten. Insgesamt nennt HTC für das erste Quartal 2016 einen Umsatz von 14,8 Milliarden New Taiwan Dollar. Im ersten Quartal 2015 waren es noch 41,8 Milliarden New Taiwan Dollar. Die Gewinne fielen von 8,2 auf 1,8 Milliarden New Taiwan Dollar. Jetzt braucht HTC definitiv eine starke Strategie, um sich aus diesem Loch herauszuziehen. HTC selbst beruft sich dabei im Zuge der Quartalsergebnisse vor allem auf die bereits genannten Vive und HTC 10. Zudem wolle der Hersteller aus Taiwan „weiterhin seine Prozesse vereinfachen und Ressourcen optimieren, um Produkte so effektiv wie möglich zu entwickeln“. Im Klartext, dürfte das vermutlich weitere Entlassungen bedeuten.

Die Börse beäugt HTC skeptisch und viele Analysten zweifeln daran, dass HTC ohne einen radikalen Führungs- und Strategiewechsel wieder auf Erfolgskurs gelangen kann. Doch noch ist das Jahr 2016 nicht vorbei und im Unternehmen hofft man sicherlich am Ende des nächsten Quartals positivere Ergebnisse vorweisen zu können.