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Vorinstallierte Google-Apps: EU-Kommission prüft mögliche Kartellrechtsverletzung

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google 2015Bereits seit 2013 prüft die EU-Kommission, ob Google mit seiner Mobil-Plattform Android gegen geltendes Kartellrecht verstößt. Zum Stand der Ermittlungen hatte man sich seitdem nur vage und selten geäußert, Stillstand hat es aber nicht gegeben. Denn wie die zuständige Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager heute bekannt gab, wurden die Untersuchungen nun auf einen ganz speziellen Bereich konzentriert. Im Mittelpunkt stehen ihren Angaben zufolge die Vereinbarungen, die Google mit den Smartphone-Herstellern getroffen hat.

Die Vermutung: Der US-Konzern verpflichtet seine Partner zur Installation verschiedener Google-Applikationen was die Konkurrenz aufgrund der Marktposition des Betriebssystems schädige; in Beamtensprache ist von der Behinderung des Marktzugangs die Rede. Entsprechend habe man nun damit begonnen, Verträge zwischen Google und Herstellern zu durchleuchten.

Ein Auslöser dürften Unterlagen sein, die Anfang 2014 veröffentlich wurden. Die vor gut zwei Jahren aufgetauchten Unterlagen gewährten einen tiefen Einblick in die Absprachen beider Seiten und zeigten, in welchem Umfang die Hersteller Google-Software wo und wie platzieren mussten. Zwischenzeitlich hat Google einige Passagen geändert, weshalb die konkreten Vorgaben nicht öffentlich bekannt sind, die Rede ist aber von elf Anwendungen, die vorinstalliert und vom Homescreen aus erreichbar sein müssen.

Das US-Unternehmen widersprach den Vorwürfen erwartungsgemäß. In der Stellungnahme heißt es, dass jeder Android mit oder ohne Google-Apps nutzen könne. Auch die Hardware-Partner könnten frei wählen. Nach offiziellen Angaben ist die Untersuchung noch nicht abgeschlossen, aus gut informierten Kreisen heißt es jedoch, dass nur noch einige wenige Punkt offen seien.

Ob dies auch für die anderen Vorwürfe der EU-Kommission gegen Google gilt, ist nicht bekannt. Unter anderem sollen die Wettbewerbshüter noch damit beschäftigt sein, mögliche Kartellrechtsverstöße in Hinblick auf die Google-Suche und die Anpassung von Android zu untersuchen. Ersteres wird auch in den USA geprüft. Dort hatten sich unter anderem Medienunternehmen darüber beschwert, dass Google ohne Einwilligung Inhalte für die Suchmaschine übernehme. Zudem heißt es, dass Google eigene Dienste in der Suchmaschine bevorzuge.

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Kommentare (15)

#6
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
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Zitat NeeDankee;24505582
Android ist solange kostenlos bis man den Zugang zum Store und G apps haben möchte, sonst zahlt man Lizenz kosten !!!!
Echt? Auch als Retailer (also nicht nur als Softwareentwickler der eine App reinstellen will)?
hast du dazu zufällig eine Quelle parat?
Schwierig Information von "Business-Seite" zu finden.
#7
Registriert seit: 17.05.2007

Kapitänleutnant
Beiträge: 1716
Zitat Tallum;24505515
Wenn ich mich recht erinnere, dann kostet das OS nichts. Dem ist dann auch geschuldet, das Google auf eine andere Art Kapital schlägt.


Prinzipiell kann man natürlich Android komplett ohne Google ausliefern (siehe Amazon). Ist ein gutes Pro-Argument von Google.
Andererseits hat MS doch auf auf die Finger bekommen wegen dem vorinstallierten Internet Explorer. Ich glaube da ging es auch gar nicht darum das MS Geld damit verdient, sondern das die einfach ihre OS Machtstellung missbrauchen, um eigene Applikationen auszuliefern.

Die Auto Vergleiche sind nicht so toll, da es hier keinerlei Monopol Stellung gibt. Android ist aber mit über 80% Marktanteil doch nahe dran (ähnlich wie Windows).
#8
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NRW
Fregattenkapitän
Beiträge: 2853
Zitat DragonTear;24505608
Echt? Auch als Retailer (also nicht nur als Softwareentwickler der eine App reinstellen will)?
hast du dazu zufällig eine Quelle parat?


Dir ist bewusst, dass das Android Open Source ist? Jeder Idiot kann und darf Android-Smartphones herstellen und damit Gewinn erwirtschaften. Das, was an Googles Lizenzbedingungen gekoppelt ist ist nicht Android, sondern der Zugang zum Play Store. Wer den als Retailer haben will, der muss auch die anderen Google-Apps installieren plus einiger weiterer Regelungen einhalten. Deswegen finde ich diese angebliche Kartellrechtsverletzung auch Bullshit. Jeder Hersteller wählt selber ob er die Apps mitinstallieren möchte oder nicht. Und ich denke mal, dass in Fällen wie Samsung es sogar klappen würde, wenn Samsung sich einfach mal entscheidet sämtliche Google-Apps runterzuhauen.
#9
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11149
Zitat Fallwrrk;24505630
Dir ist bewusst, dass das Android Open Source ist? Jeder Idiot kann und darf Android-Smartphones herstellen und damit Gewinn erwirtschaften. Das, was an Googles Lizenzbedingungen gekoppelt ist ist nicht Android, sondern der Zugang zum Play Store.

Mir war nicht bewusst dass Google überhaupt in dem Zusammenhang Lizenzen erhebt.
Verdienen würden sie durch den Appstore ja sowieso, denn das Geld geht durch Google und sie behalten einen Prozentsatz von jeder verkauften App, unabhängig davon wer das Smartphone wo sie gekauft wurde, einst hergestellt hat.

Zitat planter;24505627
Prinzipiell kann man natürlich Android komplett ohne Google ausliefern (siehe Amazon). Ist ein gutes Pro-Argument von Google.
Andererseits hat MS doch auf auf die Finger bekommen wegen dem vorinstallierten Internet Explorer. Ich glaube da ging es auch gar nicht darum das MS Geld damit verdient, sondern das die einfach ihre OS Machtstellung missbrauchen, um eigene Applikationen auszuliefern.

Vor Gericht muss man sowas aber immer in Geld ausdrücken können, wenn man klagen will, denn die Formuleirung "Machtstellung missbrauchen" gibt es im Gesetzbuch eher nicht bzw. steht so nicht unter Strafe.
Sogenannter unlauterer Wettbewerb aber sehr wohl.
#10
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Registriert seit: 13.10.2009

Oberbootsmann
Beiträge: 813
Demnach dürfte auch der Play-Store gemeint sein. Frage mich wo wir hin kommen wenn jetzt jeder Hersteller demnächst seinen eigenen Store mitliefert.

Zumal die ausgelagerten Google Apps ja ein Sicherheitsplus darstellen. Früher waren einige Apps einfach Bestandteil des OS und konnte nicht aktualisiert werden.

Naja, wo Gewinn gescheffelt wird, will die EU was mitverdienen.:D
#11
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Registriert seit: 12.05.2013

Vizeadmiral
Beiträge: 6531
Ähhhmmm wenn der Playstore usw. das Ziel der Ermittlungen sind, frage ich mich wie das ganze bei Apple aussieht?
#12
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Registriert seit: 13.10.2009

Oberbootsmann
Beiträge: 813
Naja, nicht wirklich. Vielmehr, dass Google verlangt, dass die Auslieferung inkl. Playstore auch andere Apps beinhaltet. Grundsätzlich kann Android aber ohne Google Apps, dann aber auch ausgeschlossen des Playstore verwendet werden. Ich finde irgendwie schräg, zumal die Apps sich inzwischen deinstallieren lassen und die Leute ohnehin Whatsapp statt Hangouts oder sonst was nutzen.
#13
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Registriert seit: 08.06.2015

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1331
Zitat NasaGTR;24505674
Ähhhmmm wenn der Playstore usw. das Ziel der Ermittlungen sind, frage ich mich wie das ganze bei Apple aussieht?

Es geht um kartellrechtliche Ermittlungen und da interessiert nur der Hersteller, der 80% Marktanteil (in Stückzahlen) hat - Apple hat 17%.
#14
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Registriert seit: 12.05.2013

Vizeadmiral
Beiträge: 6531
Ah also im Bezug auf Marktanteile und nicht Umsatz gesehen... Ob das so viel Sinn macht das so zu betrachten?
Naja...
#15
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Registriert seit: 21.01.2016
NRW
Korvettenkapitän
Beiträge: 2365
Finde ich in diesem Speziellen Fall ehrlich gesagt schwachsinn.
Ich bin froh das jedes der drei "großen" Mobile OS ihren Hauseigenen Store mit bringen.
Man stelle sich vor man müsste genauso viele Stores installieren wie heutzutage Game Clients auf dem Rechner... Katastrophe.

Die verschiedenen Update Zyklen der Apps über diese verschiedenen Stores wären dann auch ein Punkt der mehr Akku verbrät, somit das ganze auch irgendwie auf den Rücken der Kunden geht.

Die Devs müssten sich entscheiden in welchen Store die App kommt, je nach Lizenzen der Stores wird es dann auch Ungereimtheiten geben und am ende bleiben ganz viele Stores die ihre eigene kleine Suppe Kuchen.
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