> > > > Übernahme von Sharp durch Foxconn beschlossen

Übernahme von Sharp durch Foxconn beschlossen

Veröffentlicht am: von

foxconnNach mehreren Meinungsänderungen innerhalb weniger Wochen kommt die Übernahme von Sharp durch Foxconn nun doch noch zustande. Wie beide Unternehmen mitteilten, konnte man sich auf ein Angebot einigen, dass den veränderten Rahmenbedingungen Rechnung trägt. Insgesamt wird Foxconn rund 388 Milliarden Yen, umgerechnet gut 3 Milliarden Euro, für zunächst 66 % der Sharp-Anteile zahlen und damit die Stimmmehrheit erhalten; ab Juli 2017 kann der Stimmanteil auf etwa 88 % ausgebaut werden.

Dass der Kauf doch noch zustande kommt, gilt als überraschend. Zunächst schienen die Verhandlungen schon zu Beginn des Jahres abgeschlossen, die Rede war von einer Investition im Bereich von bis 650 Milliarden Yen zuzüglich 700 Milliarden für bestehende Verbindlichkeiten. Dann aber sollen immer neue Ungereimtheiten entdeckt worden sein, die neue Gespräche erforderlich gemacht hätten, eine Einigung stand nach eigenen Angaben jedoch kurz bevor. Ende Februar gab der Auftragsfertiger dann aber bekannt, dass ein Abschluss vorerst nicht denkbar sei. Der Grund: Das japanische Unternehmen hatte eingeräumt, dass zusätzlich zu den bekannten Verbindlichkeiten offene Rechnungen in Höhe von mehr als 2,7 Milliarden Euro vorhanden seien.

Aber nicht nur die Verbindlichkeiten sollen die Verhandlungen erschwert haben, aus Kreisen der japanischen Regierung und Finanzwirtschaft soll es Einmischungen gegeben haben. Dort befürchtet man, dass Foxconn in erster Linie am Knowhow des traditionsreichen Unternehmens interessiert ist und mittelfristig Arbeitsplätze abbauen wird. Vor allem die von Sharp entwickelte IGZO-Technik soll für den taiwanischen Konzern, der nicht nur für Apple Hardware fertigt, interessant sein. Abzuwarten bleibt aber in erster Linie, welche Auswirkungen die Übernahme auf aktuelle Partnerschaften zwischen Sharp und seinen Kunden haben wird. Unter anderem fertigen die Japaner derzeit exklusiv für Dell das sogenannte Infinity Display, das sehr geringe Display-Rahmen trotz hoher Auflösungen und Diagonalen ermöglicht.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (0)

Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

AMD-Grafikkarten-Hersteller VTX3D verschwindet vom Markt

Logo von VTX3D

Vor allem für AMD-Partner sind schwere Zeiten angebrochen: Während der gesamte PC-Markt mit einer weltweit schwächelnden Nachfrage zu kämpfen hat, haben es die ersten Polaris-Grafikkarten gegen NVIDIAs Pascal-Modelle nicht leicht. Zwar kann die Radeon RX 480 leistungsmäßig durchaus mit der... [mehr]

Lohnt das Mining für den Privatanwender noch?

Logo von IMAGES/STORIES/2017/ETHEREUM

Bestimmte Grafikkartenmodelle sind schlecht verfügbar und einige Hersteller präsentieren sogar spezielle Mining-Modelle – bestes Anzeichen dafür, dass eine neue Mining-Welle anrollt. Ethereum basiert wie Bitcoins auf einer Blockchain-Technologie. Ethereum ist aber keine reine Kryptowährung,... [mehr]

Bitcoin droht der Hard Fork – Ethereum weiter auf niedrigem Kurs

Logo von IMAGES/STORIES/2017/ETHEREUM

Bereits in der vergangenen Woche deuteten sich einige Änderungen bei den Kryptowährungen an. Nach einem wochenlangen Hoch brach der Kurs des Ether auf weit unter 200 US-Dollar ein. Die Gründe dafür sind nicht immer ersichtlich. Oftmals gibt es auch Wechselwirkungen zwischen den einzelnen... [mehr]

AMD mit guten Quartalszahlen – Vega und Naples für Q2 bestätigt (Update)

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD

AMD hat die ersten Quartalszahlen veröffentlicht, die nach dem Verkaufsstart der RYZEN-Prozessoren zusammengestellt wurden. Darin zeichnet das Unternehmen einen deutlichen Anstieg beim Umsatz aus, muss bisher aber noch auf Gewinne verzichten. Weitaus wichtiger aber ist, dass AMD in seinen... [mehr]

O2: Wer bei der Hotline nicht anruft, wird mit Datenvolumen belohnt (Update)

Logo von IMAGES/STORIES/2017/O2_LOGO

O2 war in den letzten Monaten aufgrund seiner schlecht erreichbaren Hotline immer wieder in der Kritik. Kunden mussten teilweise stundenlang in der Warteschleife warten, bis sich am anderen Ende der Leitung ein Mitarbeiter meldete. Dies ist einerseits darauf zurückzuführen, dass die Kapazitäten... [mehr]

Amazon Drive mit unbegrenztem Speicherplatz kostet 70 Euro im Jahr

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/AMAZON

Amazon bietet ab sofort seinen Speicherdienst Drive mit unbegrenztem Speicherplatz für 70 Euro im Jahr an. Dabei kann der Kunde unbegrenzt viele Daten auf den Cloud-Service hochladen und muss auf keine Begrenzung achten. Das Angebot kann laut Amazon für drei Monate kostenlos getestet werden –... [mehr]