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Apple drohen Steuerschulden in Höhe von 8 Mrd. US-Dollar

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apple logoDie EU-Kommission untersucht bereits seit einiger Zeit Apples Steuerzahlungen: Ziel der langwierigen und komplexen Prüfung ist es, herauszufinden, ob Apples Steuervergünstigungen in Irland bereits Staatsbeihilfen sind. Apple wickelt seine Umsätze aus der EU steuerlich über Irland ab. Bisher fehlte ein Ergebnis, doch in Kürze soll eine Entscheidung fallen. Man rechnet damit, dass die EU-Kommission im März 2016 ihre Ergebnisse bekannt geben wird. Sollte die Entscheidung zu Ungunsten Apples ausfallen, drohen dem US-Unternehmen Steuernachzahlungen in Höhe von bis zu 8 Milliarden. US-Dollar bzw. 7,3 Milliarden. Euro.

Apple hat allerdings bereits selbstbewusst angekündigt, gegen eine für das Unternehmen unvorteilhafte Entscheidung sofort Berufung einzulegen. Apple wehrt sich seit jeher gegen den Vorwurf illegaler Staatsbeihilfen und weist alle Vorwürfe zurück. Geschäftsführer Tim Cook hatte betont, dass Apple gemäß aller gesetzlichen Regelungen vollkommen korrekt seine Steuern abführe.

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Ursprünglich rechnete man damit, dass die EU-Kommission bereits Ende 2015 eine Entscheidung fällen würde. Doch das Procedere hatte sich verzögert, da man erst weitere Unterlagen aus Irland prüfen wollte. In Italien musste Apple übrigens 320 Millionen Euro an Steuern nachzahlen. Auch hier zogen sich die Ermittlungen allerdings Jahre hin. Derlei Beträge zahlt das äußerst liquide Unternehmen ohnehin quasi aus der Portokasse. Doch 8 Milliarden US-Dollar bzw. 7,3 Milliarden Euro wären natürlich selbst für Apple kein Pappenstiel.

Man sollte dazu sagen, dass in Europa nicht nur Apple jeden Kniff in der Gesetzgebung bzw. Steuerpolitik für sich ausnutzt. Auch Unternehmen wie Amazon, eBay oder Google sahen sich in der Vergangenheit mit Vorwürfen kontrontiert. Viele Kritiker geben zu Bedenken, dass die eigentlichen Probleme jedoch nicht direkt auf die Unternehmen zurückzuführen seien, die legitimerweise vorteilhaft Wirtschaften möchten, sondern auf die Politik, welche schlichtweg notwendige Reformierungen der Steuergesetzte / -politik ignoriere.