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Wearables: Analysten sagen Boom bis 2019 voraus

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idcDer junge Markt für Smartwatches, Fitnesstracker und andere Wearables spaltet aktuell noch die Community: Während einige meinen das "Next Big Thing" für das mobile Segment zu erspähen, winken andere ab. Vor allem steht in der Kritik, dass die meisten Smartwatches nur als Anhängsel von Smartphones dienen und abseits ihrer Bluetooth-Nabelschnur kaum eigenständige Funktionalität bieten. Trotzdem wagen die Analysten der International Data Corporation alias IDC einen Blick in die Zukunft. Sie prognostizieren bis 2019 einen regelrechten Wearable-Boom. Für 2016 rechnet man bereits mit 111,1 Mio. ausgelieferten Wearables. 2015 waren es "nur" 80 Mio. Einheiten, so dass ein Zuwachs von 44,4 % entstünde. Bis 2019 sagt die IDC sogar eine jährliche Auslieferungsmenge von 214,6 Mio. Wearables voraus.

Während aktuell in erster Linie Fitnesstracker erfolgreich seien, rechne man bei der IDC bis 2019 damit, dass der Markt in die Breite gehe und weitere Formfaktoren und Gerätetypen enthalte. Dazu sollen etwa smarte Kleidung, Smart-Brillen und sogar Hearables zählen. Auch Smartwatches werden laut der IDC mehr und mehr Freunde finden. Ihre Auslieferungsmenge soll sich von 21,3 Mio. Einheiten dieses Jahres bereits 2016 auf 34,3 Mio. ausgelieferte Modelle erhöhen. Bis 2019 könnten wir von jährlich ca. 88,3 Mio. ausgelieferten Smartwatches sprechen, so die IDC. Einen starken Push solle der Markt ab dem Zeitpunkt erhalten, ab dem die Hersteller die Nabelschnur zu Smartphones durchtrennen.

idc wearables dezember 2015

Marktführer werde laut IDC aufgrund seiner loyalen Kunden im Smartwatch-Markt Apple bleiben. Mit gehörigem Abstand wähnen die Analysten Android / Android Wear auf Platz 2. Samsungs Smartwatches mit Tizen, wie die Gear S2, hätten zwar Impulse gegeben, werden laut IDC aber trotzdem weiterhin ein Nischendasein fristen. Das werde auch für den Pionier Pebble und dessen Modelle gelten. Pebble werde sich jedoch aufgrund der günstigen Einstiegspreise über Wasser halten.

Man darf gespannt sein, ob die Prognosen der IDC wirklich eintreten. Die Analysten sind in der Vergangenheit schon des Öfteren ins Fettnäpfchen getreten: Etwa sagten sie für 2015 vor etlichen Jahren auch voraus, dass Nokia weiterhin einer der wichtigsten Player im mobilen Markt sein werde und Microsoft mit Windows Phone gehörig Marktanteile gewinne.