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Mitsubishi eX Concept: Rein elektrisch mit Augmented-Reality-Windschutzscheibe

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mitsubishiBereits im vergangenen Jahr präsentierte Jaguar eine Technologie, bei der die Windschutzscheibe als Augmented-Reality-Display genutzt werden und dem Fahrer Zusatzinformationen anzeigen sollte. Mitsubishi will auf der Tokyo Motor Show Ende des Monats ebenfalls eine solche Technologie präsentieren, bettet diese aber in ein komplett neues Konzeptfahrzeug ein.

Bei der eX Concept getauften Studie handelt es sich um einen SUV, der rein elektrisch angetrieben wird. Anders als der Name SUV (Sport Utility Vehicle) es aber vermuten lässt, soll der eX Concept weniger die sportlich aktiven Fahrer ansprechen als vielmehr im Stadtverkehr genutzt werden – ein häufiger Angriffspunkt für Kritiker der SUVs. Der rein elektrisch angetriebene eX Concept verfügt über zwei Elektromotoren mit jeweils 70 kW / 95 PS und soll damit eine Reichweite von 400 km vorzuweisen haben. Keine besonders beeindruckenden Werte, weder für die Leistung, noch für die Reichweite.

Das äußere Design orientiert sich an der aktuellen Designsprache. Bullige Front, kantige Linienwahl, breiter Radstand und hoch ansetzende Fenster. Hinzu kommt ein auffälliges Beleuchtungskonzept für die Front- und Heckleuchten, die diese Designsprache weiter unterstreichen. Die Türen vorne und hinten schlagen in eben diese Richtungen auf, es handelt sich also um sogenannte Portaltüren, die den Einstieg erleichtern sollen.

Wohl auffälligstes Merkmal ist aber das Innendesign und hier setzt Mitsubishi auf eine Frontscheibe mit Augmented-Reality-Display. Aktuelle Oberklassewagen verfügen meist schon über ein Heads-Up-Display und zeigen dort die wichtigsten Informationen wie Geschwindigkeit und Navigationsinformationen an. Selbst Bilder einer Nachtsichtkamera werden inzwischen auf die Windschutzscheibe projiziert – im nächsten Schritt sollen es eben die Augmented-Reality-Darstellungen sein. Direkt im Sichtfeld des Fahrers sollen Informationen wie Anweisungen des Navigationssytems oder Warnhinweise angezeigt werden. Der zum Vordermann notwendige Abstand soll damit ebenfalls deutlich gemacht werden können. Mitsubishi plant zudem die Außenspiegel durch Kameras zu ersetzen. Deren Bilder könnten ebenfalls direkter in der Sichtfeld des Fahrers gerückt werden. Aufgrund der Vielzahl an Informationen darf man sich aber natürlich auch wieder die Frage stellen, ob diese den Fahrer nicht vielleicht zu sehr ablenken. Ein gesundes Mittelmaß zu finden wird hier sicherlich nicht ganz leicht.

Alle weniger wichtigen Informationen will Mitsubishi auf einem Display auf der Mittelkonsole anzeigen. Hier landen alle Bedienfelder, die nicht direkt mit der Steuerung des Fahrzeugs zu tun haben. Das Entertainment-System sowie die Steuerung der Klimaanlage sind gute Beispiele. Da Touchdisplays anstatt physikalischer Knöpfe und Drehregler aber auch hier in keinem guten Ruf stehen und den Fahrer zu sehr in der Bedienung ablenken, will Mitsubishi das Bedienkonzept weiter verbessert haben.

Der eX Concept wird in dieser Form sicherlich nicht in wenigen Jahren auf den Straßen unterwegs sein, allerdings gibt ein solches Konzept einmal mehr Hinweise darauf, wie die Fahrzeuge und das Fahren der Zukunft aussehen könnten. Die eine oder andere Design-Idee und Technologie werden wir also sicherlich erst in einigen Jahren sehen.

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Kommentare (3)

#1
Registriert seit: 13.09.2008
Oben uff'm Speischer
Kapitän zur See
Beiträge: 3113
Hmmm... ich weiß ja nicht. Als "Auto der Zukunft" stelle ich mir eher ein Gefährt vor, das mich ohne mein Zutun bequem zum Zielort kutschiert. Und manuell einparken kann ich auch ohne Augmented Reality - okay, vielleicht mit diesem unpraktischen Klotz von einem Fahrzeug nicht, aber dann ist hier auch irgendwie Ursache und Wirkung vertauscht ;)

Ich kann mir natürlich durchaus vorstellen, dass es auch in Zukunft noch einiges an manuell gelenkten Autos geben wird - für die "Freue am Fahren" sozusagen, wo man halt losfährt um Spaß zu haben, und nicht um von A nach B zu gelangen. Dafü ist das AR-Display dann unter Umständen nützlich... unter Umständen aber auch beim Fahrerlebnis störend. Das wird sich zeigen müssen. Als Spaßauto ist diese Konzeptstudie aber auch nicht geeignet.

Meine Meinung dazu lautet also: die Idee ist möglicherweise brauchbar, die Umsetzung hier nicht wirklich.
#2
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Registriert seit: 22.05.2010
Potsdam
Bootsmann
Beiträge: 692
Sehe das auch so... Autos fahren komplett alleine. Keine Stau´s, keine Unfälle mehr. Das wäre schon was...
#3
Registriert seit: 13.09.2008
Oben uff'm Speischer
Kapitän zur See
Beiträge: 3113
Staus wird es immer noch geben, allein durch die Menge der Fahrzeuge. Da kommst du nicht drumrum, ohne den Großteil des Verkehrs auf öffentliche Verkehrsmittel umzustellen (und das hat seine eigenen Nachteile).
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