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Deutsche Telekom verkauft T-Online.de und InteractiveMedia an Ströer

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t-online Dass sich die Deutsche Telekom von ihrem Nachrichtenportal T-Online.de bald trennen könnte, zeichnete sich bereits im Dezember ab. Damals hieß es, der rosa Riese stünde in Verhandlungen mit dem Medienkonzern Axel Springer. Nun soll das Portal tatsächlich seinen Besitzer wechseln. Wie die Deutsche Telekom heute bekannt gab, hat man mit der Ströer SE eine Vereinbarung zum Verkauf von T-Online.de und des Digitalvermarkters InteractiveMedia CCSP GmbH geschlossen. Der Verkaufspreis hierfür soll bei rund 300 Millionen Euro liegen.

Bezahlt werden soll allerdings nicht in bar, sondern in Aktien. Abhängig vom Aktienkurs würde die Deutsche Telekom durch die neu ausgegebenen Aktien voraussichtlich zwischen 11 bis 13 Prozent an Ströer halten und damit in Zukunft an den Gewinnen des Werbevermarkters beteiligt werden. Die Aktien unterliegen allerdings einer Haltefrist von zwölf Monaten. Das Bundeskartellamt muss dem Geschäft allerdings noch zustimmen. Passiert das, könnte der Deal im viertel Quartal abgeschlossen werden.

Mit dem Verkauf will sich die Deutsche Telekom verstärkt auf ihr Kerngeschäft fokussieren und sich als „führender europäischer Telekommunikationsanbieter am Markt etablieren“. Ströer zählt mit einem Umsatz von 721 Millionen Euro im Gesamtjahr 2014 zu einem der größten Werbevermarkter für Online- und Außenwerbung in Deutschland. Mit der Übernahme von T-Online.de und Interactive Media könnte der Konzern seine Marktstellung stärken und seinen Umsatz weiter steigern. Im nächsten Jahr könnte dann die 1-Milliarde-Euro-Marke fallen, zumindest aber den Umsatzbeitrag der Digitalsparte, welcher derzeit bei rund 25 Prozent liegt, will Ströer damit auf 50 Prozent anheben.

T-Online erreichte laut IVW im Juli fast 289 Millionen Visits und zählt damit zu den meist besuchten Webseiten im deutschsprachigen Internet – vor dem Online-Marktplatz eBay.de oder den beiden Nachrichtenriesen Bild.de und Spiegel Online, die es im gleichen Zeitraum auf rund 192 bzw. 223 Millionen Visits brachten.