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Apple: Rekordquartal und fehlende Aussagen zur Apple Watch

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apple logoAuch wenn Apple es gerne mit Superlativen übertreibt, in Bezug auf die Quartalsbilanzen sind sie meistens angebracht. Denn in der Regel folgt hier Rekord auf Rekord, so auch im abgelaufenen zweiten Quartal – für Apple das dritte Quartal des Geschäftsjahres. So verbucht man mit 49,6 Milliarden US-Dollar den höchsten, jemals in diesem Zeitraum erreichten Umsatz, mit 10,6 Milliarden US-Dollar zudem den höchsten Gewinn. Weitere Bestwerte für die Monate April, Mai und Juni: Nie zuvor wurden so viele iPhones und Macs verkauft.

Die Apple-Smartphones werden 47 Millionen mal über den Tresen, die Desktop-PCs und Notebooks mit OS X 4,7 Millionen mal. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies Steigerungen um 33 und 6 Prozent. Beim iPhone ist der Erfolg nach eigenen Aussagen vor allem auf die Nachfrage in China zurückzuführen, bei Macs dürfte das neue MacBook einen großen Anteil am Wachstum haben. Weniger erfreulich dürfte aus Sicht Apples hingegen die Entwicklung beim iPad sein. Denn mit 10,9 Millionen Exemplaren wurden so wenige iOS-Tablets wie schon lange nicht mehr verkauft, gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Rückgang um 18 Prozent.

Wie oft die Apple Watch verkauft wurde, bleibt ein Geheimnis
Wie oft die Apple Watch verkauft wurde, bleibt ein Geheimnis

Die wohl wichtigste Zahl verriet das Unternehmen hingegen nicht – wie oft die Apple Watch im zweiten Quartal verkauft werden konnte, bleibt ein Geheimnis. Allerdings gab man einen Anhaltspunkt preis. So sollen die mit der Smartwatch erzielten Einnahmen höher als 1,4 Milliarden US-Dollar ausfallen, die Zahl der verkauften Einheiten läge zudem über der des ersten iPhones oder iPads im gleichen Zeitraum. Im besten Fall würde dies 4 Millionen verkaufte Einheiten bedeuten, realistischer dürften 3,1 bis 3,5 Millionen sein. Warum man die konkreten Zahlen in der Rubrik Sonstige Einnahmen versteckt, behielt man für sich, den Spekulationen bereitet man so kein Ende.

Dass man im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 10,6 Milliarden US-Dollar erreichte und erstmals in der Unternehmensgeschichte Barreserven in Höhe von mehr als 200 Milliarden US-Dollar hat, verkam am Ende fast zu einer Randnotiz.