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Google spricht über Unfälle seiner autonomen Fahrzeuge

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google 2013Autonome Fahrzeuge sollen vor allem eins bieten: Mehr Sicherheit für die Insassen, aber auch für andere Verkehrsteilnehmer. Entsprechend bewerben alle Unternehmen, die an entsprechenden Techniken arbeiten, immer wieder diesen Vorteil. Dass jedoch offen über Unfälle gesprochen wird, in die ein autonomes Fahrzeug verwickelt war, ist eine seltene Ausnahme - auch für Google. Gegenüber Backchannel legte man entgegen aller Gewohnheiten zahlreiche Daten zu Vorfällen offen - wohl aber nicht ganz freiwillig. Denn laut The Verge reagierte man damit auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Associated Press, die von insgesamt elf Unfällen seit dem Start der Erprobungsfahrten spricht.

Diese Zahl bestätigten die Kalifornier nun, verwiesen jedoch gleichzeitig darauf, dass zum einen in allen Fällen das autonome Fahrzeug nicht der Verursacher gewesen sei und es sich zum anderen jeweils nur um leichte Unfälle ohne Verletzte gehandelt hätte. Laut Google habe man alle zu den Vorfällen gehörenden Daten analysiert und für die Verbesserung der Algorithmen verwendet, um in Zukunft besser auf bestimmte Situationen reagieren zu können.

Googles System erkennt, dass das Fahrzeug links den eigenen Weg schneiden wird und stoppt daraufhin
Googles System erkennt, dass das Fahrzeug links den eigenen Weg schneiden wird und stoppt daraufhin

Wie weit man diesbezüglich schon jetzt ist, sollen Beispiele zeigen, in denen das Fahrzeug „intuitiv“ agiert hätte und somit einen Unfall vermeiden konnte. Aber auch der technische Fortschritt spielt bei der Vermeidung eine Rolle. So habe man inzwischen neue Sensoren im Einsatz, die sämtliche Verkehrsteilnehmer in einem Radius von etwa 200 m erkennen und verfolgen können. Gegenüber konventionellen Fahrzeugen hätte man so den wichtigen Vorteil des permanenten Rundumüberblicks.

Auch hier wird ein Unfall vorhergesagt, das Verringern der Geschwindigkeit (grüne Rechtecke) reicht jedoch aus
Auch hier wird ein Unfall vorhergesagt, das Verringern der Geschwindigkeit (grüne Rechtecke) reicht jedoch aus

Doch Googles Philosophie des autonomen Fahrzeugs hat eine gewichtige Schwäche - so sieht es zumindest Mike Tinskey, bei Ford verantwortlich für Elektrifizierung und Infrastruktur. Denn da Googles System nicht vorhersagen kann und soll, ob beispielsweise ein Fußgänger ausweichen oder stoppen wird, geht es vom schlimmsten Fall aus und lässt ihm den Vortritt. Dies könnte laut Tinskey aber zu Situationen führen, in denen beispielweise über einen langen Zeitraum hinweg an Kreuzungen aufgrund eines steten Fußgängerflusses nicht links abgebogen werden könne. Ein menschlicher Fahrer würde hingegen vorsichtig abbiegen, da er weiß, dass Fußgänger darauf reagieren werden. An diesem Punkt müsste das autonome Fahrzeug die Insassen zu einer Entscheidung auffordern - was derzeit aber nicht vorgesehen ist, da es das Credo der höchstmöglichen Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer verletzen würde.

Auf Googles Unfallstatistik hat all dies keine Auswirkungen. Es zeigt aber, wie weit das System noch vom alltäglichen Einsatz entfernt ist und welch komplexe Fragestellungen noch beantwortet werden müssen.

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Kommentare (2)

#1
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Beiträge: 228
Naja, wenn bei allen 11 Unfällen nicht das Google Fahrzeug schuld war gibts doch kein Problem! Wäre interessant zu erfahren was es denn genau für Unfälle waren und ob sie ein Mensch unter normalen Umständen hätte verhindern können.

Auch das von Ford angesprochene Problem sehe ich nicht so schlimm. Ist nur eine Sache der Zeit bis auch sowas gelöst ist. Wo ist das Problem dass das Google Auto auch langsam näher fährt und wartet bis Fußgänger darauf reagieren? (Wobei Fußgänger doch sowieso Vorrang haben !?)

Dauert sicherlich noch mindestens 5 Jahre bis das wirklich markt-tauglich ist aber ich freue mich schon darauf.

*edit* http://www.tagesschau.de/wirtschaft/google-auto-unfaelle-101.html

Zitat
Sieben Auffahrunfälle
Elf Unfälle habe es insgesamt gegeben, schreibt Projektmanager Urmson. Dabei habe es sich um Blechschäden gehandelt. Menschen seien nicht verletzt worden. Und: An keinem der Unfälle sei das selbststeuernde Auto schuld gewesen.
Urmson geht noch weiter und erläutert ausführlich mehrere Fälle, in denen die automatische Steuerung des Google-Autos einen Unfall verhindert habe, indem sie auf die Fehler eines menschlichen Verkehrsteilnehmers entsprechend reagierte - etwa wenn beim zweispurigen Linksabbiegen der Fahrer neben dem Google-Auto während des Abbiegens einfach so die Spur wechselte.
Unter den elf Kollisionen sind allein sieben Auffahrunfälle - und dagegen, schreibt Google-Manager Urmson, könne derjenige, auf den der Hintermann auffährt, nur wenig tun. Das Problem hat ein computergesteuertes Auto natürlich genauso wie jeder menschliche Fahrer.


Hört sich doch super an.
#2
Registriert seit: 12.01.2013

Bootsmann
Beiträge: 664
Ich hoffe das es bald soweit ist den das Autofahren macht in DE kein Spaß mehr.
Viel zu dichter Verkehr, viel zu viele sinnlos ampeln die ab 18 Uhr ausgeschaltet sein könnten.

Ich will einfach nur noch mich rein setzen dem Auto sagen wo ich hin will und dabei andere dinge machen.
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