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Patentunterlagen für Amazons Lieferdrohne veröffentlicht

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amazonAmazon möchte mit seinen Lieferdrohnen nicht als bloße Konkurrenz zu den heutigen Zustellungsmethoden treten. Der Online-Händler plant mit Amazon Air Prime vielmehr, das jetzige System zu verbessern und um zusätzliche Features zu erweitern.

Dies geht aus Patentanmeldungen hervor, die Amazon bereits im September 2013 eingereicht hat und welche nun vom US-Patentamt veröffentlicht wurden. Das darin beschriebene unbemannte Fluggerät (unmanned Aerial Vehicle, UAV) ist der Zeichnung nach ein Octocopter – ein Fluggerät mit acht Rotoren. 

Aufgrund der Beschreibung wird deutlich, dass mit den Lieferdrohnen nicht nur der klassische Weg vom Logistikzentrum zum Adressaten abgehandelt werden soll. Die Drohnen versprechen vielmehr die Lieferung wesentlich flexibler zu gestalten. So soll es Zwischenstationen geben, an denen das Paket von einer anderen Drohne übernommen wird. Auch sollen die Kunden dort beliefert werden können, wo sie sich gerade befinden.

Dafür ist geplant, dass der Kunde aus mehreren Möglichkeiten wählen kann. Neben zeitbasierten Lieferorten sollen auch feste Zustellpunkte wie Paketkästen (Amazon Locker) oder Autokofferräume möglich sein. Außerdem kann der aktuelle Standpunkt per Mobilgerät übermittelt werden. Ein solches System benötigt vor allem eine entsprechende Infrastruktur. Neben den jeweiligen Logistikzentren soll es auch Versorgungsstationen geben, die die Fluggeräte mit der nötigen Energie versorgen.

Insgesamt geplant ist die Vernetzung der Drohnen untereinander. Auf diese Weise sollen die Fluggeräte wichtige Informationen über die jeweiligen Bedingungen des Liefergebiets austauschen, beispielsweise über das Wetter oder etwaige Hindernisse. So sollen die Karten des Gebiets in Echtzeit angepasst werden. Wichtig ist ebenfalls, ob der geplante Landeplatz sicher ist und keine Menschen oder Tiere die Lieferung gefährden können.

Ob sich der von Amazon geplante Drohnenbetrieb letztendlich durchsetzen wird, ist noch unklar. Zwar hatte die US-Luftaufsicht (FAA) zu Beginn dieses Jahres festgelegt, dass Drohnen nur auf Sichtkontakt geflogen werden dürfen, andererseits läuft im Moment ein Testprogramm für Flüge ohne Sichtkontakt. Im Zuge dessen wurde auch Amazon die Erlaubnis zugesprochen, die eigenen Fluggeräte testen zu dürfen.