> > > > Namensstreit um Oculus: VR-Brille darf vorerst nicht mehr in Deutschland verkauft werden

Namensstreit um Oculus: VR-Brille darf vorerst nicht mehr in Deutschland verkauft werden

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Oculus-VRWie die deutsche Firma OCULUS Optikgeräte GmbH bekannt gab, hat man bereits am 8. August 2014 eine einstweilige Verfügung gegen die Firma Oculus VR, LLC beim Landgericht Frankfurt am Main wegen Verletzung ihres Unternehmenskennzeichnen OCULUS erwirkt. Damit dürfen die Virtual-Reality-Brille von Oculus VR in Deutschland nicht mehr unter dem Namen „Oculus“ verkauft werden.

Die Oculus Optikgeräte aus Wetzlar fertigt zwar keine VR-Brillen, dafür aber eine andere Form von Brille, unter anderem Messbrillen für Augenärzte und Optiker. Die Ursprünge des neusten Unternehmens reichen bis in das Jahr 1985 zurück. Im medizinisch-augendiagnostischen Bereich ist das Unternehmen damit seit nunmehr 120 Jahren weltweit tätig. Der Name ist bereits sei 1932 im Geschäft, die amerikanische Oculus VR existiert hingegen erst seit 2012 und gehört seit März 2014 zu Facebook. Die Ursprünge des deutschen Unternehmens. Es geht allerdings nicht darum, dass man konkrete Produkte der Hersteller untereinander verwechseln könnte, sondern die Verwechselung betrifft nur den Herstellernamen, wie aus dem Beschluss hervorgeht, der den Kollegen von heise online vorliegt.

Laut der Oculus Optikgeräte GmbH habe man versucht, sich gütlich mit den US-Amerikanern zu einigen. Dies sei jedoch an „den inakzeptablen Vorstellungen der Firma Oculus VR“ gescheitert. Damit darf Oculus VR seit August nach deutschem Recht keine Brille mehr mit dem Zeichen „Oculus“ in Deutschland verkaufen. Laut heise online soll dem Unternehmen bei Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 250.000 Euro oder ersatzweise Ordnungshaft von bis zu 6 Monaten drohen. Das zweite Developer-Kit ließe sich derzeit allerdings noch problemlos in Deutschland bestellen.

Laut Oculus-VR-Grüner Palmer Luckey haben man schon vor dem Start von etwaigen Namens-Problemen mit der deutschen Oculus-GmbH gewusst. Damals aber wolle man die Copyright-Sache gecheckt haben. Es sollte zu keinen Problemen kommen.

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Kommentare (8)

#1
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Registriert seit: 18.07.2008

Leutnant zur See
Beiträge: 1158
Klar, das kann schon zu starker Verwechselungsgefahr führen:

Ein Messgerät für Augenärzte und eine VR-"Brille", wobei letzter genannte wohl nur noch im Entferntesten etwas mit einer "Brille" im eigentlichen Sinne zu tun hat.

Zumal "oculus" nicht einmal ein Kunstname ist, sondern einfach nur die lateinische Übersetzung für "Auge".
Apple kann auch nicht einfach hingehen und Äpfel im Supermarkt verbieten.

Da wurde wieder mal versucht Kapital aus nichts herauszuschlagen und als das nicht funktionierte, ist man den gerichtlichen Weg gegangen. Jetzt stellen sich die Herrschaften dieser Optik-Firma hin und behaupten großspurig, man habe versucht sich "gütlich mit den US-Amerikanern zu einigen". Lächerlich!


Edit: Da hat sich vermutlich ein Zahlendreher eingeschlichen:
"Die Ursprünge des neusten Unternehmens reichen bis in das Jahr 1985 zurück. Im medizinisch-augendiagnostischen Bereich ist das Unternehmen damit seit nunmehr 120 Jahren weltweit tätig."
Ich denke mal, es ist 1895 gemeint. ;)
#2
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Registriert seit: 21.05.2014
Freiburg, Baden-Württemberg
Leutnant zur See
Beiträge: 1089
Zitat
Laut Oculus-VR-Grüner Palmer Luckey


Wusste gar nicht das der bei den Grünen ist? :fresse:
#3
Registriert seit: 30.11.2006

Leutnant zur See
Beiträge: 1066
Zitat Capone2412;23439665
Apple kann auch nicht einfach hingehen und Äpfel im Supermarkt verbieten.


Naja, zumindest sowas ähnliches haben sie schon probiert: Apple verklagt Cafe Apfelkind wegen Apfel-Logo - Wirtschaft - Süddeutsche.de
#4
Registriert seit: 28.10.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 5148
Geschieht den FB-Affen ganz recht ;-)
#5
Registriert seit: 11.07.2013

Obergefreiter
Beiträge: 114
@capome:
Da würde der Markenschutz ganzschön in bedrengnis kommen, wenn deine argumentation zieht.
Denn die meisten Deutschen unternehmen setzen eben nicht auf Kunstworte.
Und somit hätten die Alle keinen Markenschutz?
Dass wäre dann lächerlich!
#6
Registriert seit: 24.01.2010
Bielefeld
Stabsgefreiter
Beiträge: 327
@capone
Also können die Amis bei uns machen was sie wollen. Aber ein deutsches 120 Jahre altes Traditionsunternehmen muss klein bei geben? Was ist denn bei dir los? Hast mal wieder die Keule geschwungen und nicht nachgedacht oder wie? Unfassbar... .
#7
Registriert seit: 27.09.2010
Magdeburg
Leutnant zur See
Beiträge: 1110
Das wird nun auch kein weltuntergang sein das ding einen anderen namrn zu geben. Zur zeit ist es eh eine Niesche und die die sowas haben wollen belesen sich davor und gehen nicht in den nächsten MM
#8
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Registriert seit: 17.09.2010

Hauptgefreiter
Beiträge: 194
Richtige Entscheidung. Denn wenn das Teil Facebook oder Whatsapp Brille heißen würde, gäbe es sicherlich mehr Widerstand.
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