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Intel demonstriert den Einfluss von Big Data am Beispiel Fussball

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intel3Big Data ist für viele noch immer ein lediglich abstrakter Begriff, mit dem wenig angefangen werden kann. Dabei versuchen zahlreiche IT-Unternehmen seit geraumer Zeit, die Prozesse rund um die Sammlung und Auswertung von Daten transparenter und verständlicher zu machen, sei es nun mit Hilfe des Internet of Things, das ohne Big Data nicht vorstellbar wäre oder aber vermeintlich einfachen Cloud-Anwendungen wie Googles Cloud Drive oder Microsofts Office 365.

Einen ähnlichen Ansatz hat Intel bereits im Oktober gewählt. Unter dem Motto „Powering the Growth of the Digital Service Economy“ präsentierte man unter anderem den Zusammenhang zwischen Big Data und möglichen Fortschritten im Gesundheitswesen, beispielsweise in Form der Sequenzierung menschlichen Erbguts zur Schaffung besserer Krebstherapien. Gestern nun fiel die Wahl auf Fussball. Im Millerntor-Stadion des FC St. Pauli zeigte man gemeinsam mit Deltatre, SAP und Scout7, wie Big Data die weltweit beliebteste Sportart verändert hat und weiter verändern soll.

So hat Scout7 mittlerweile eine Datenbank geschaffen, die Informationen zu rund 135.000 aktiven Fussballern weltweit beinhaltet. Durch die Verknüpfung und Auswertung sollen so möglichst genau Prognosen zur Leistungsentwicklung einzelner Spieler erstellt werden können. Als Quelle dienen dabei vor allem Videos, die automatisiert analysiert werden. Den Vereinen kann man damit Empfehlungen für Transfers, aber auch für die Trainingsgestaltung geben - im Idealfall lassen sich so zu hohe Belastungen und am Ende schwere Verletzungen vermeiden oder Talente frühzeitig erkennen. Anwendung findet der Scout7-Ansatz vor allem in französischen und englischen Ligen.

Weitaus weniger bekannt, aber dennoch präsenter ist Deltatre. Denn das aus Italien stammende Unternehmen beliefert unter anderem diverse Fernsehstationen wie die ARD, die BBC, Sport1 oder Sky mit Statistiken rund um Spiele und Spieler. Aber auch einzelne Vereine wie Bayer Leverkusen oder die Verbände UEFA und FIFA gehören zu den Abnehmern der Werte, die mit Hilfe von Big Data gewonnen werden. Das Ergebnis für den Zuschauer: Aktuelle Daten wie Ballbesitz und Laufdistanzen, die während des Spiels eingeblendet werden.

Für die Zukunft verspricht Intel hier jedoch noch mehr. So sei es denkbar, während einer Live-Schaltung „Was wäre wenn“-Szenarios zu berechnen und anzeigen zu lassen: Wie hätte sich der Spielzug ohne Foul entwickelt? Hätte das passive Abseits wirklich Auswirkungen gehabt? Aber auch hinter den Kulissen soll die Weiterentwicklung der Server-Technik und Software Auswirkungen haben. So wird damit gerechnet, dass nicht nur Videos automatisiert ausgewertet werden, sondern auch Kommentare in Echtzeit - zudem soll die Analyse noch stärker ohne Zutun des Nutzers erfolgen können.

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