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Amazon: Mehr Umsatz, höherer Verlust und schlechte Aussichten

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amazonAmazon-Aktionäre sind es mittlerweile gewohnt: Während der Umsatz immer höhere Sphären erreicht, landet das Unternehmen beim Gewinn meist nahe der Null, mitunter auch unterhalb dieser. So auch im zweiten Quartal 2014.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten die Umsätze um gut 23 Prozent von 15,704 auf 19,34 Milliarden US-Dollar gesteigert werden. Gleichzeitig vervielfachte sich der Verlust von 7 Millionen US-Dollar vor einem Jahr auf nun 126 Millionen. Gravierender jedoch: Konnte man im zweiten Quartal 2013 noch einen kleinen operativen Gewinn in Höhe von 79 Millionen US-Dollar erzielen, steht hier nun ein Minus in Höhe von 15 Millionen.

Eine konkrete Begründung für das überraschend schlechte Abschneiden in Sachen Überschuss bleibt das Unternehmen schuldig, Amazon-Gründer Jeff Bezos verwies lediglich auf das kontinuierliche Wachstum, für das viel Geld ausgegeben würde. Branchenbeobachter gehen jedoch davon aus, dass allein die Einführung der Settop-Box Fire TV und des Smartphones Fire Phone, das eher ernüchternde Kritiken erhalten hat, viel Geld gekostet hat und auch weiterhin kosten wird. Denn nach eigenen Angaben verdient Amazon mit seiner eigenen Hardware kaum Geld. Stattdessen ist diese darauf ausgelegt, dass der Nutzer weitere Dienste des Unternehmens nutzt, allen voran Prime. Doch wie viele die kostenpflichtige Premiummitgliedschaft, die unter anderem kürzere Versandzeiten und Flatrates beinhaltet, tatsächlich nutzen, behält Amazon für sich.

Angesichts der Prognose für das laufende Quartal gilt aber als sicher, dass nur Prime allein trotz vergangener Preiserhöhungen nicht ausreichen wird, um wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Denn bei einem vermutlich abermals steigendem Umsatz - erwartet werden 19,7 bis 21,5 Milliarden US-Dollar - rechnet man mit einem überraschend hohen operativen Verlust. Dieser werde sich zwischen 410 und 810 Millionen US-Dollar bewegen.

Die ersten Aktionäre reagierten bereits kurz nach dem Bekanntwerden der Zahlen. Denn nachbörslich verlor die Aktie zwischenzeitlich bis zu 5 Prozent ihres Wertes.

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Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 04.11.2005

Bootsmann
Beiträge: 541
Zitat homann5;22455783
.....Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten die Einnahmen um gut 23 Prozent von 15,704 auf 19,34 Milliarden US-Dollar gesteigert werden.

Bitte genauer angeben, das sind Umsätze!
#2
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Registriert seit: 13.10.2010
Aschaffenburg
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 492
Tja. Wenn man 1% Marge auf seinen Artikel hat wundert mich das überhaupt nicht! Aber so läuft das halt . Den Kunden freut es das er günstig an seine Ware kommt. Aber früher oder später bekommt die Firma das zu spühren. Vorallem wenn man noch in nicht rentabele Electronic nebenbei investiert. Man kann nicht nur Geld ausgeben, mann muss es auch irgentwo verdienen.
#3
Registriert seit: 17.07.2010

Banned
Beiträge: 237
Muss dich auch nicht wundern denn damit hat das einfach mal null zu tun.
Das Problem sind die ganzen Investitionen und nicht amazon direkt.
#4
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Registriert seit: 09.02.2005

Hauptgefreiter
Beiträge: 233
Zitat danicool;22456207
Tja. Wenn man 1% Marge auf seinen Artikel hat wundert mich das überhaupt nicht! Aber so läuft das halt . Den Kunden freut es[COLOR="#FF0000"], dass[/COLOR] er günstig an seine Ware kommt. Aber früher oder später bekommt die Firma das zu [COLOR="#FF0000"]spüren[/COLOR]. [COLOR="#FF0000"]Vor allem[/COLOR] wenn man noch in nicht [COLOR="#FF0000"]rentable[/COLOR] [COLOR="#FF0000"]Elektronik[/COLOR] nebenbei investiert. Man kann nicht nur Geld ausgeben, [COLOR="#FF0000"]man[/COLOR] muss es auch [COLOR="#FF0000"]irgendwo[/COLOR] verdienen.

Alter, waren alle deine 460 Beiträge in solchem Deutsch? Sorry ist nicht böse gemeint, hatte früher auch eine fürchterliche Rechtschreibung ;).

Zum Thema: Ich verstehe auch nicht, wieso immer dieser Wachstumszwang besteht... Wieso konzentriert sich ein Unternehmen nicht dauerhaft auf seine Kernkompetenz und optimiert diese anstatt immer noch mehr verschiedenes großer und sowieso Weltherrschaft anzustreben? Selbst wenn der Umsatz mal sinkt, solange man alle Angestellten, Lieferanten und ja auch den Chef bezahlen kann und die Kunden zufrieden sind, ist doch gut. Ich will von Amazon nix anderes als ab und an mal einen Artikel zugeschickt bekommen. Für diverse Hardware, Dienste etc. gibt es halt andere Anbieter, die sich dies zum Kerngeschäft ausgesucht haben und besser können, teils wesentlich...
#5
customavatars/avatar197242_1.gif
Registriert seit: 10.10.2013

Bootsmann
Beiträge: 681
@MichaOmega
Ganz einfach, weil Aktionäre gerne Wachstum sehen.
#6
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Registriert seit: 09.02.2005

Hauptgefreiter
Beiträge: 233
Ich dachte immer, Aktionäre sehen gerne Gewinne => hohe Renditen? Naja solange irgendwas auf einen kurz oder mittelfristig hohen Aktienkurs und/oder hohe Renditen hindeutet, ist die Zahl selbst wohl egal...
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