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Auch Twitter setzt auf Irland zur Steueroptimierung

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Twitter Logo 2012Die Themen Twitter und Steuern passten bislang nicht recht zusammen, denn noch immer wartet das Unternehmen, das kurz vor einem Börsengang steht, auf seinen ersten Quartalsgewinn.

Dementsprechend bewegen sich die notwendigen Zahlungen an den Fiskus in einem vergleichsweise überschau- und kaum vermeidbaren Rahmen. Spätestens mit den Erlösen, die durch den Verkauf von Aktien entstehen und die bis zu 1 Milliarden US-Dollar erreichen sollen, wird die Situation aber eine andere sein. Denn dann stehen den Staaten, in denen Twitter Niederlassungen betreibt und die entsprechenden Gewinne verbucht, deutlich höhere Steuerzahlungen zu.

Doch der Micro-Blogging-Dienst hat von den großen Mitspielern im internationalen Steuervermeidungsspiel gelernt und arbeitet an einer Unternehmensstruktur, mit deren Hilfe man die notwendigen Zahlungen auf ein absolutes Minimum reduzieren kann. Auch in diesem Zusammenhang ist vom „Double Irish with a Dutch Sandwich“ die Rede, spielt doch die Irland-Tochter Twitters eine große Rolle. Die Einkommensströme sollen so ausgerichtet werden, dass diese für das Auslandsgeschäft zentral im Dubliner Büro mit seinen gut 100 Mitarbeitern zusammenlaufen. Durch die geltenden Steuergesetze in den USA sowie in Irland, die sich in Teilen gegenseitig aufheben, muss nur ein Bruchteil dessen, was bei einer kompletten Versteuerung in den USA anfallen würde, gezahlt werden. Wie hoch die tatsächlichen Steuersätze ausfallen werden, ist noch unklar.

Allerdings könnten Twitters Pläne noch durchkreuzt werden. Denn erst Anfang dieser Woche hat das irische Finanzministerium erklärt, die Schlupflöcher schließen zu wollen, wenn auch unter Umständen erst Anfang 2015. Von einer solchen Änderung wären zahlreiche Unternehmen betroffen, allen voran Apple und Google. Beide verwalten große Teile ihre Auslandsaktivitäten in Irland und können so von teils absurd niedrigen Steuersätzen profitieren. Google beispielsweise konnte so seinen effektiven Steuersatz für die Einkommen und Gewinne im dritten Quartal konzernweit auf durchschnittlich 15 Prozent senken.

 

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