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Hohe Lizenzkosten sorgen bei Spotify für Verluste

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spotifyMit über sechs Millionen zahlenden Abonnenten und zusätzlich 18 Millionen Nutzern, die den Dienst kostenlos, aber werbefinanziert und zeitlich begrenzt in Anspruch nehmen, zählt Spotify zu den größten Musik-Streaming-Diensten weltweit. Doch das schwedische Unternehmen hat nicht nur mit einer stärkeren Konkurrenz als noch zu seinem Deutschland-Start im März 2012 wie Rdio oder Pandora zu kämpfen, sondern auch mit den hohen Lizenzgebühren, die das Unternehmen an die Musikindustrie abzutreten hat.

Zwar konnten die Schweden ihren Umsatz weltweit auf 434,7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr, wo man noch rund 190 Millionen Euro umsetzte, mehr als verdoppeln, doch wurde unterm Strich auch das Minus größer. Zuletzt schrieb Spotify einen Verlust von 58,7 Millionen Euro. Im Jahr 2011 und damit gerade einmal zwölf Monate zuvor steckte man noch mit 45,4 Millionen Euro in den roten Zahlen. Von den 434,7 Millionen Euro an Erlösen steuerten die zahlenden Kunden 368,8 Millionen Euro bei. Die Werbeeinnahmen machten hingegen mit 59,6 Millionen Euro nur knapp 14 Prozent der Gesamterlöse aus.

Der größte Kostenblock für Spotify sind die Lizenzgebühren, die die Schweden an Plattenfirmen, Rechteinhaber und Künstler auszubezahlen haben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitrum sind die Kosten dafür von 186 auf 362,8 Millionen Euro kräftig angestiegen. Trotz der hohen Summe ziehen sich immer mehr - vor allem eher unbekannte Künstler und Newcomer - aus Spotify zurück. Zu gering seien die Erlöse für die Künstler. Trotzdem kommen laut der Betreiber täglich über 20.000 neue Songs hinzu, über 20 Millionen Musikstücke soll das Angebot inzwischen umfassen.

Spotify ist derzeit in 28 Ländern verfügbar. Hierzulande können Musik-Fans pro Monat maximal zehn Stunden Musik über Spotify und mit Werbeunterbrechung sowie Bannern innerhalb der Software Musik hören. Für knapp fünf Euro im Monat entfallen die Werbeunterbrechungen und die zeitliche Begrenzung. Wer noch mobil über das Smartphone oder Tablet auf seine Playlists zugreifen oder die Songs innerhalb des Spotify-Players offline verfügbar machen möchte, der muss 9,99 Euro monatlich berappen. In Kooperation mit der Deutschen Telekom werden Daten, die über Spotify übertragen werden, nicht auf das im Mobilfunkvertrag inkludierte Volumen bis zu Drosselung angerechnet.

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Kommentare (10)

#1
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Registriert seit: 16.01.2012
Bremen
Korvettenkapitän
Beiträge: 2482
Muss man dafür nicht nen extra Vertrag haben, damit das nicht auf das Volumen angerechnet wird? Glaube nicht das das bei jedem Vertrag so ist oder?
#2
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Registriert seit: 27.04.2008
AGBurg
Banned
Beiträge: 973
363 Millionen Euro an die Musikindustrie und bei den Künstlern kommt zuwenig an ???? brauchen wir eigentlich eine Musikindustrie
#3
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Registriert seit: 18.01.2012

Admiral
Beiträge: 8781
Zitat Muxxer;20959702
363 Millionen Euro an die Musikindustrie und bei den Künstlern kommt zuwenig an ???? brauchen wir eigentlich eine Musikindustrie


Das Problem und weshalb viele Künstler die Platform verlassen ist das bei den kleinen zu wenig ankommt. Die meisten Leute hören halt immer nur die gleiche musik und das was sie im radio hören. bei diesen künstlern kommt dann auch ne gewisse summe an geld an. Relationmäßig kommt aber bei den weniger bekannten mit wenig klickst zu wenig rum weshalb sie lieber die platform verlassen und drauf hoffen das die leutge sich statdessen ihre cd´s kaufen.
#4
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Registriert seit: 29.05.2001
Dortmund
Flottillenadmiral
Beiträge: 4593
Zitat Muxxer;20959702
363 Millionen Euro an die Musikindustrie und bei den Künstlern kommt zuwenig an ???? brauchen wir eigentlich eine Musikindustrie


Klar, ohne die "Media Control Charts" hätten doch sonst Millionen von Menschen keinen "eigenen Musikgeschmack" :d
#5
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Registriert seit: 10.06.2008
zuhause
Admiral
Beiträge: 11402
Tja.

So kriegen die Medienkonzerne ein paar hundert Millionen an Einnahmen.
Wenn Spotify davor ist, zu schließen, dann ist die Musikindustrie sicher so gierig, dass man keinesfalls auf einen Teil der Einnahmen verzichtet.
Da wird dann lieber garnichts eingenommen statt weniger.

Aber ist ja auch verständlich, dass die Künstler die schon Millionen haben, noch mehr Millionen bekommen. Nicht, dass die nachher aufs Geld achten müssen und darunter ihre "Kreativität" leidet..
#6
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Registriert seit: 04.11.2002
Süd Brandenburg
Flottillenadmiral
Beiträge: 4673
Das Problem ist doch, das Kunst (Musik) entsteht oder erschaffen werden sollte. Heute wird "Kunst" aber produziert... Musikindustrie.
Man sieht es ja den ganzen Carstings, wo nach aussehen selektiert wird und das ganze fremd produziert und vermarktet. Da steckt so viel Geld, dass kleine authentische Künstler auf der Strecke bleiben.
Bei Filmen und Spielen sieht es doch ähnlich aus... einzig Bücher kann man noch unterscheiden.
#7
Registriert seit: 29.06.2004

Fregattenkapitän
Beiträge: 2762
Zitat Sporck;20959684
Muss man dafür nicht nen extra Vertrag haben, damit das nicht auf das Volumen angerechnet wird? Glaube nicht das das bei jedem Vertrag so ist oder?


Nein, es gibt zwar so ein Vertrag. Aber du kannst zu jeden normalen T-mobile Vertrag die Option Spotify hinzubuchen.

mfg
#8
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Registriert seit: 08.04.2004

Leutnant zur See
Beiträge: 1259
Zitat Hardwarekäufer;20960525
Tja.

So kriegen die Medienkonzerne ein paar hundert Millionen an Einnahmen.
Wenn Spotify davor ist, zu schließen, dann ist die Musikindustrie sicher so gierig, dass man keinesfalls auf einen Teil der Einnahmen verzichtet.
Da wird dann lieber garnichts eingenommen statt weniger.

Aber ist ja auch verständlich, dass die Künstler die schon Millionen haben, noch mehr Millionen bekommen. Nicht, dass die nachher aufs Geld achten müssen und darunter ihre "Kreativität" leidet..



Volle Zustimmung.

Ich für meinen Teil kaufe nur noch Kram von "kleinen" Bands/Künstlern und besuche deren Konzerte - die Anzahl meiner Konzertgänge hat sich nahezu verdrei- bis vierfacht in den letzten Jahren. Das geht natürlich nicht wenn jede Karte 30+ Euro kosten würde.
Und natürlich höre ich zu einem gewissen Teil noch "Mainstream". Nicht alles ist schlecht, aber das Meiste. Wenn heute (ähnlich wäre es in der Spieleindustrie) alle Majors schließen, wird es trotzdem Musik geben. Mit weniger bling bling, aber wieder mit mehr Herzblut.

Zum Thema selber:
Wie hoch sind eigentlich die Gebühren, die Spotify an die Gema zahlt? Nein, ernsthaft, weiß jemand wie hoch der Betrag ist? Davon kommt doch sicher alles bei den Künstlern an :D
#9
Registriert seit: 08.07.2007
Rheinland-Pfalz
Flottillenadmiral
Beiträge: 4978
Gema?

Gema kacken Alter! ;)

So leid es mir für die kleinen Musiker tut, aber ich kann doch nicht erwarten, dass ich ein paar Songs auf irgendeine Onlineplatform stelle und danach der Geldregen einsetzt?

Wenn man keinen Name in der Szene/Industrie hat kommen die Käufer/Hörer nicht von alleine angekrochen. Wonach sollte ich zB. suchen wenn ich gar nicht weis das es da eine Band/ein Produkt gibt?

Wenn ein Noname seine Songs auf Spotify zur Verfügung stellt tut er das nicht aus Nächstenliebe sondern aus kapitalistischen Gründen. Man kann den großen hier keine Geldgier vorwerfen, die kleinen sind nicht besser und verfolgen den selben Zweck.

Dieses rumgeflame ist einfach nur noch Kindergarten. Ich geh auch jeden Tag arbeiten damit ich mein Geld verdiene. Und wenn ich der Meinung bin dass ich bei Firma X zu wenig verdienen such ich mir ne andre. Aber um einen entsprechenden Verdienst zu bekommen muss man auch was leisten. Und genau da scheitern die meisten. Die kommen mit wenig Erfahrung und kaum nenneswerter Leistung daher und erwarten das große Geld ...
#10
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Registriert seit: 17.11.2011
Raum Stuttgart
Oberbootsmann
Beiträge: 1010
Das ist hart.

Aber ich muss sagen, Spotify ist eine der betsen Einrichtugnen/Dienste der letzten Jahre.

Nutze Spotify nun schon ein Jahr, sowohl für mein Sonos, als auch Iphone und PC.
Die Zuverlässigkeit und die Auswahl an Musik ist gigantisch. Auch viele unbekantne Indiekünstler findest man. Wäre schade, wenns das ändert.

Und er Preis ist einfach nur billig, ich würde uach 15€ p.m. zahlen.
Wenn ichs vergleich was ich bisher an CDs gezahlt habe, da kann Spotifyx garnicht ran kommen.

Netter nebeneffekt: Das NAS mit 700GB Musik konnte abgeschafft werden ;-)

Ich hoffe, dass es Spotify schafft in die schwarzen zahlen zu kommen.
Die jüngsten App-Updates - insbesondere die "Entdecken" Funktion sind genial. Dadurch habe ich schon einige weiterer BAnds kennen gelertn.
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