> > > > Deutsche Telekom zahlt hunderte Millionen Euro an Patentverwalter

Deutsche Telekom zahlt hunderte Millionen Euro an Patentverwalter

Veröffentlicht am: von

telekom2In den vergangenen Monaten und Jahren machte der Patentverwalter vor allem mit Klagen gegen HTC, Nokia und andere Telekommunikationsunternehmen auf sich aufmerksam. Die in München beheimatete Gesellschaft hatte in der Vergangenheit insgesamt rund 1.200 Patente, unter anderem von Bosch, aufgekauft und lizenziert diese an interessierte Hersteller.

Doch die juristischen Auseinandersetzungen der Vergangenheit und Gegenwart zeigen, dass die Lage nicht immer zweifelsfrei erkennbar ist. Dies hat nun auch die Deutsche Telekom zu spüren bekommen. IPCom hatte das Bonner Unternehmen mit 20 Klagen aufgrund vermuteter Patentverletzungen überzogen, die Kontrahenten konnten sich im vergangenen Monat aber außergerichtlich einigen und so die Verfahren beilegen. Dass die Deutsche Telekom dabei aber als klarer Verlierer vom Platz geht, zeigt ein aktueller Reuters-Bericht.

Denn die Nachrichtenagentur will von zwei zuverlässigen Quellen erfahren haben, dass der rosa Riese sich den Frieden teuer erkauft hat. Insgesamt, so die Meldung, überweise die Telekom einen „niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionenbetrag“ an IPCom. Dafür erwerbe das Unternehmen allerdings gleichzeitig Lizenzen für die betroffenen Patente. Während die Münchner damit ihren bislang größten Erfolg verbuchen können, dürften die Ausgaben die kommenden Bilanzen der Bonner negativ beeinflussen. Kommentieren wollten den Bericht beide Parteien nicht.

Das Geschäftsmodell IPComs wird immer wieder kritisiert. Denn diese sogenannten Patent-Trolle erwerben Patente lediglich, um diese gewinnbringend zu lizenzieren oder Lizenzverstöße zu verfolgen. Zuletzt hatte US-Präsident Barack Obama angekündigt, derartiges zumindest in den USA erschweren zu wollen. Aber auch andere Staaten haben bereits über entsprechende Gesetzesänderungen nachdenken zu wollen.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (2)

#1
customavatars/avatar130775_1.gif
Registriert seit: 06.03.2010
Stuttgart
Leutnant zur See
Beiträge: 1148
Deswegen also die ganze Drosselkomm-Aktion - Geld geht wohl aus.
#2
customavatars/avatar92992_1.gif
Registriert seit: 10.06.2008
zuhause
Admiral
Beiträge: 11409
Dann leidet wiedermal die Allgemeinheit, damit sich ein paar fette Geldsecke noch mehr Schampus über ihre behaarten speckigen Bäuche fließen lassen können.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

  • TomsHardware.de muss seine Pforten schließen (Update)

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/THG

    Eine der bekanntesten deutschen IT-Seiten TomsHardware.de wird abgeschaltet. Damit geht eine Ära zu Ende, denn die 1996 noch unter einem anderen Namen gestartete Webseite gehört sicherlich zu den Größen in diesem Bereich. Der genaue Termin für die Abschaltung der Server steht noch nicht... [mehr]

  • Interstellar: Hunderte CPUs berechnen schwarzes Loch

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SCHWARZES-LOCH

    Der Film Interstellar aus dem Jahre 2014 zeichnete sich vor allem durch eine möglichst realistische Darstellung und Simulation eines schwarzen Loches aus. Christopher und Jonathan Nolan schrieben das Drehbuch und zeichneten sich auch für die filmische Umsetzung verantwortlich. Der... [mehr]

  • Ende des Mining-Booms: Absätze bei den Grafikkarten brechen um bis zu 80 % ein...

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/BITCOIN

    Investoren und Analysten mahnen seit Monaten vor einem Einbruch am Grafikkarten-Markt, doch bisher hat sich dies in den Absatz- und Umsatzzahlen der Hersteller noch nicht wirklich gezeigt. Nun mehren sich aber die Zeichen aus Asien, dass es ab März/April einen erheblich Einbruch bei den... [mehr]

  • NVIDIA intern: Begehrtestes Produkt ist ein Lineal

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/NVIDIA

    Zwischen den Jahren einmal etwas Kurioses: Größere Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern oftmals in internen Shops bestimmte Produkte an. T-Shirt und Kaffeetasse sind hier nur die einfachsten Beispiele. NVIDIA verkauft alle eigenen Produkte natürlich auch an die eigenen Mitarbeiter. Dazu... [mehr]

  • Vodafone schaltet erste Gigabit-Anschlüsse über Kabel für 20 Euro

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/VODAFONE_LOGO

    Vodafone versorgt ab sofort die ersten Kunden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 Gbit/s. Das Unternehmen hat hierfür stellenweise sein Kabelnetz auf DOCSIS 3.1 umgerüstet und kann aktuell 400.000 Haushalte mit der schnellen Geschwindigkeit versorgen. Zu den ersten Städten mit der schnellen... [mehr]

  • NVIDIA stellt das GeForce Partner Programm ein

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/NVIDIA

    Das NVIDIA GeForce Partner Programm oder kurz GPP sollte Anreize für Boardpartner und letztendlich auch den Käufer einer Grafikkarte schaffen. Doch ein möglicher unerlaubter Wettbewerbsvorteil warf ein eher schlechtes Licht auf das Programm. Nun hat NVIDIA das Programm offiziell eingestellt. Als... [mehr]