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Auch Amazon geht gegen gefälschte Kritiken vor

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amazonNachdem gestern bereits YouTube die Keule schwenke und mehrere Milliarden Views aus den Videos zahlreicher prominenter Künstler und Musiklabels herausrechnete (Zur News), schloss sich diesem Beispiel in den vergangenen Monaten auch Amazon an und löschte zahlreiche Rezensionen. Laut einem Bericht der New York Times von Anfang der Woche soll Amazon.com in letzter Zeit mehrere tausend Bewertungen von Büchern gelöscht haben. Für viele dieser Gefälligkeitsbewertungen soll auch hier wieder Geld geflossen sein. Amazon begründete seinen Schritt wie folgt: „Wir lassen keine Rezensionen von Person oder Unternehmen mit finanziellen Interessen an den eigenen oder konkurrierenden Produkten zu. Das schließt auch die Autoren mit ein.

Doch die Keule mag an manchen Stellen vielleicht zu heftig geschwenkt worden sein. So berichtet der Autor M. E. Franco, dass die Kritiken seiner Schwester und seines besten Freundes ebenfalls von Amazon.com gelöscht worden seien. Bitten seitens Francos, positive Rezensionen über seine Bücher abzugeben, hätte es nicht gegeben. Die beiden „gehören zu seinen größten Fans“, schreibt er. Ebenfalls keine positive Bewertung abgeben durfte der Sohn von Valerie X. Armstrong. Dessen Fünf-Sterne-Bewertung wurde aus den Bewertungen herausgelöscht. Ein erneutes Abgeben der Bewertung war nicht möglich.

Etwas umstrittener sind die Bewertungen von Harriet Klausner. Sie soll seit dem Jahr 2000 über 25.000 Buchrezensionen auf Amazon veröffentlicht haben (immerhin sieben am Tag). Die meisten davon seien positiv. Von vier bis fünf Sternen ist die Rede. Ihre größten Kritiker glauben, dass sie den Großteil der Bücher nicht einmal gelesen habe. Sie selbst kontert damit, dass sie seit einigen Jahren pensionierte Bibliothekarin sei, die unter Schlaflosigkeit leide und eine schnelle Leserin sei.

Der Schritt Amazons, gegen gefälschte und falsche Bewertungen vorzugehen, ist jedenfalls zu begrüßen, schließlich macht der Konzern in den USA fast einen Drittel des gesamten Buch-Umsatzes aus.

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Kommentare (8)

#1
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Registriert seit: 31.12.2011
München
Flottillenadmiral
Beiträge: 4375
Zitat
Sie selbst kontert damit, dass sie seit einigen Jahren pensionierte Bibliothekarin sei, die unter Schlaflosigkeit leide und eine schnelle Leserin sei.
ja sicher 7 Bücher am Tag lesen :D
#2
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Registriert seit: 06.03.2010
Stuttgart
Leutnant zur See
Beiträge: 1148
Ich habs mal auf 5 gebracht, möglich ist es schon - wird nur öde.
#3
Registriert seit: 20.12.2004

Matrose
Beiträge: 18
Eine "seit einigen Jahren pensionierte Bibliothekarin " kann in Ihrem Leben schon einige Bücher gelesen haben. 25.000 ist aber schon eine heftige Hausnummer ;-)
#4
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Registriert seit: 20.11.2009
Mark Brandenburg
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1368
Ich geh in den Buchladen um mir ein Buch zu kaufen und eventuell sogar mir anderen Leute zu sprechen, die das gleich Buch in der Hand halten... können wohl nurnoch wenige Menschen heute...
#5
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Registriert seit: 23.03.2012

Korvettenkapitän
Beiträge: 2113
Finde ich sehr gut von Amazon. Auch Rezensis von Verwandten zu berücksichtigen kann ich verstehen, da, selbst wenn diese nicht gebeten wurden, ja doch kein neutrales Verhältnis haben. Ähnlich wie vor Gericht...
#6
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Registriert seit: 15.02.2010
Luxemburg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1541
Sehe ich genauso. Wenn man nicht gerade im Streit liegt schreibt man auf Amazon keine schlechte Bewertung über die Verwanten, entweder eine neutrale/gute oder, wenn einem das Buch nicht gefallen hat garkeine....
#7
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Registriert seit: 10.06.2008
Emsland / Bochum
Admiral
Beiträge: 10746
Wird sich jetzt ernsthaft über die eine oder zwei Bewertungen von Verwandten aufgeregt ? Ich kann mir denken, dass die beiden Autoren jeweils über 1000 Bewertungen haben.

Ich dachte "Klasse statt Masse" wäre immernoch aktuell...
#8
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Registriert seit: 13.10.2010
Aschaffenburg
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 492
Zitat SaKuLification;19930968
Ich geh in den Buchladen um mir ein Buch zu kaufen und eventuell sogar mir anderen Leute zu sprechen, die das gleich Buch in der Hand halten... können wohl nurnoch wenige Menschen heute...


Ja genial !!!! Endlich mal jemand der es noch richtig macht , aber in 10 Jahren werden die Leute nur noch Online ihre waren Bestellen, wir reden nichts mehr miteinander und wenn dann nur noch über fb oder whats app ^^:asthanos:
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