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OCZ kauft SSD-Controller-Hersteller Indilinx

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oczOCZ hat in den letzten Monaten eine auffällige Entwicklung durchgemacht. Das Unternehmen, das ursprünglich vor allem für Arbeitsspeicher bekannt war, hat sich im Januar komplett aus diesem Marktsegment zurückgezogen (wir berichteten). Damit zog man die Konsequenz aus sinkenden Absatzzahlen in diesem Segment und den rosigen Zukunftsaussichten im SSD-Segment.

Anfang März äußerte man sich dann detaillierter zu diesem Vorgang . Demnach war der Anteil, den das RAM-Geschäft an OCZs Einnahmen ausmacht, von 50 Prozent im Jahr 2010 auf nur noch 20 Prozent im Jahr 2011 gefallen. Auf der anderen Seite erwartete man 200 Prozent mehr SSD-Verkäufe in diesem Jahr. Auch die jüngsten positiven Umsatz-/Gewinnzahlen des Unternehmens scheinen den drastischen Kurswechsel zu bestätigen.

Jetzt hat OCZ noch deutlicher gemacht, wie sehr man sich auf den SSD-Markt fokussieren will - laut Pressemeldung des Unternehmens wird man den SSD-Controller-Hersteller Indilinx aufkaufen. Der entsprechende Vertrag mit dem südkoreanischen Unternehmen wurde bereits unterzeichnet. Man verweist darauf, dass Indilinx-Controller bereits seit 2008 in OCZ-Produkten eingesetzt werden. Von der Übernahme erhofft man sich eine Expansion in die Bereiche Embedded, Hybridspeicher und in industrielle Märkte. Daneben wird man einiges geistiges Eigentum erhalten - darunter rund 20 Patente bzw. Patenanträge.

Es wurde angekündigt, dass die Unternehmensstruktur von Indilinx nach der Übernahme intakt bleiben und dass Unternehmen auch weiterhin an andere SSD-Hersteller und OEMs ausliefern soll. Auch die OCZ-Forschungsabteilung wird beibehalten, OCZ will auch weiterhin Controller anderer Hersteller wie z.B. SandForce einsetzen.

OCZ wird Indilinx mit Stammaktien im Wert von etwa 32 Millionen Dollar aufkaufen, damit werden die Indilinx-Anteilseigner etwa 9,5 Prozent Anteil an OCZ erlangen.

OCZ selbst äußert sich zur Übernahme wie folgt:  "This transaction is an important step in OCZ's strategy and significantly enhances our ability to capitalize on the worldwide demand for Solid State Drives. This combination brings together two organizations that are committed to advancing solid state drive design, and provides a unique opportunity for OCZ to increase both customer and shareholder value as well as expand our reach into embedded markets."

Der OCZ-CEO bringt also nochmals die zunehmende Ausrichtung auf den SSD-Markt zum Ausdruck, die mit dem Kauf von Indilinx weiter vorangetrieben wird.

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Kommentare (3)

#1
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Registriert seit: 14.06.2009
067XX Elsteraue
Hauptgefreiter
Beiträge: 189
also eins muss man denen lassen. Wenn die sagen, sie ziehen sich vom Ram-Markt zurück um sich den SSD's zu widmen, dann machen die auf jeden Fall keine halben Sachen! Oha!
#2
Registriert seit: 17.06.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 452
Hätte nicht gedacht, dass Indilinix "nur" 32 Millionen $ wert ist...
#3
Registriert seit: 25.09.2009

Hauptgefreiter
Beiträge: 201
Ich halte das nicht für eine besonders gute Idee, da Sandforce Indilix immer mehr davon läuft. Der Technologische Rückstand ist einfach zu groß.
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