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US-Kartellbehörde erhebt Anklage gegen Intel

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intel3Eigentlich schien die Sache für Intel bereits ausgestanden: nach längeren Auseinandersetzungen um von AMD erhobene Vorwürfe der Wettbewerbsverzerrung konnten die Streitigkeiten in einem Vergleich beigelegt werden (wir berichteten). Diese Übereinkunft sah vor, dass AMD gegen Zahlung von 1,25 Milliarden Dollar alle Verfahren gegen Intel einstellen würde. Darüber hinaus wurde ein neues Abkommen über den Austausch von Patenten beschlossen und AMD das Recht eingeräumt, CPUs auch außerhalb eigener Fabriken produzieren zu lassen (was die Arbeit der AMD-Ausgründung Globalfoundries ermöglicht). Intel verpflichtete sich weiterhin, in Zukunft auf wettbewerbsverzerrende Aktivitäten zu verzichten.

Jetzt jedoch wird Intel erneut von der Vergangenheit eingeholt: nach den Beschwerden AMDs hatten verschiedene Wettbewerbsbehörden Ermittlungen aufgenommen, darunter auch die US-amerikanische FTC (Federal Trade Commission). Dieses Ermittlungsverfahren ist jetzt zu einem vorläufigen Abschluss gekommen. Die FTC hat auf Basis ihrer Ermittlungen Anklage gegen Intel erhoben. Dem kalifornischen Halbleiterhersteller wird vorgeworfen, eine systematische Kampagne zur Verdrängung von Konkurrenten vom Markt geführt zu haben. Damit seien Konsumenten ihrer Wahlmöglichkeiten beraubt und Innovation in der CPU-Entwicklung ausgebremst worden. Darüber hinaus weitet die FTC ihre Vorwürfe überraschend auch auf den GPU-Bereich aus. Auch in diesem Segment hätte Intel wettbewerbswidrig agiert, vor allem NVIDIA wird hier als Betroffener gesehen.

Die Kartellbehörde strebt nun an, Vorkehrungen zu treffen, die Intel davon abhalten sollen, weiterhin wettbewerbsverzerrend zu agieren: "To remedy the anticompetitive damage alleged in the complaint, the FTC is seeking an order which includes provisions that would prevent Intel from using threats, bundled prices, or other offers to encourage exclusive deals, hamper competition, or unfairly manipulate the prices of its CPU or GPU chips. The FTC also may seek an order prohibiting Intel from unreasonably excluding or inhibiting the sale of competitive CPUs or GPUs, and prohibiting Intel from making or distributing products that impair the performance–or apparent performance–of non-Intel CPUs or GPUs." In einer prompt erfolgten Antwort behauptet Intel seinerseits, sich "fairly and lawfully" verhalten zu haben.

Der Beginn des Prozesses gegen Intel ist für den 15. September 2010 angesetzt.

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Kommentare (11)

#2
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Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 4064
Danke @Heavenly King. :)
#3
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Registriert seit: 04.08.2006
Wien
Kapitänleutnant
Beiträge: 1626
An & für sich freut mich diese Klage ja, leider bekommt AMD dadurch aber keine neue Chance sich wirklich als \"Big Player\" zu etaplieren, die Zeit war A64 gg P4 & gerade da wurden sie von INtel klein gehalten.
#4
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Registriert seit: 08.02.2008
Hamm (Westfalen)
Oberbootsmann
Beiträge: 1003
War es nicht so das Intel an AMD zahlen musste, damit das Verfahren eingestellt wurde?

\"Diese Übereinkunft sah vor, dass AMD gegen Zahlung von 1,25 Milliarden Dollar alle Verfahren gegen Intel einstellen würde\"

Hier steht das AMD zahlen mußte?
#5
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Registriert seit: 14.12.2009
BaWü
Stabsgefreiter
Beiträge: 382
@Green Horn:
Du meinst das gleiche, was in dem Satz auch richtig steht. Intel hat an AMD gezahlt.
Forme den Satz so um:
\"Diese Übereinkunft sah vor, dass AMD gegen Zahlung [von Intel in höhe] von 1,25 Milliarden Dollar alle Verfahren gegen Intel einstellen würde\"
Mfg.
#6
Registriert seit: 08.04.2009

Stabsgefreiter
Beiträge: 341
nein das steht da nicht^^ da steht dass AMD die Verfahren abbrechen würde, aber nur wenn Intel die 1,25 milliarden zahlt ;-)
#7
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Registriert seit: 24.11.2005

Großadmiral
Beiträge: 18689
alleine die ion sache mit ganze boards billiger mit cpu als ein einzelner prozzi ist schon ne saftige stzrafe wert, gut wäre auch, nv könnte mobos für die CoreI cpus entwickeln
#8
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Admiral
Beiträge: 10233
GA-Thrawn:

Nvidia hat mittlerweile kein Intresse mehr an einem Chipsatz für Sockel 1366 sowie 1156. Deshalb kann der X58 ja auch SLi.
#9
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Registriert seit: 03.03.2005
Erde
Admiral
Beiträge: 9940
Die Einigung zwischen AMD und Intel hat nichts mit der Anklage zu tun die nun die FTC gegen Intel anstrebt. Bei der Einigung geht es darum, das AMD keine weitere Klagen einreicht und oder eine private Klage anstrebt auf Schadensersatz. Intel ist durch diese Einigung nicht davor gefeit, dass Staaten oder Gerichte weiterhin den Missbrauch von Intel belangen wollen.
#10
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Registriert seit: 13.04.2003

Kapitän zur See
Beiträge: 3780
Jop, ich denke das ist der Unterschied zwischen Straf- und Zivilgericht. Zivilgerichtlich ist die Sache aus der Welt, allerdings dürfte strafrechtlich schon noch ein guter Brocken kommen. Aber Gerichte sind langsam und wenn ich den Beginn sehe rechne ich nach Einspruch Einspruch mit keiner Verurteilung die nächsten 5Jahre oder in absehbarer Zeit.
#11
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Registriert seit: 04.01.2010
Sachsen
Gefreiter
Beiträge: 42
endlich wird intel mal in die schranken zurück gewiesen ! was die sich innerhalb der letzten 10 jahre alles erlaubt haben bleibt halt doch nicht ungestraft ... hoffen wir auf ne hoghe strafe damit die es nicht wieder machen ...
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