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Mit dem neuen Einfach-Machen-Portal stellt das Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung eine zentrale Onlineplattform bereit, über die Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen bürokratische Hindernisse melden können. Das Angebot ist bundesweit ausgerichtet und unter einfach-machen.gov.de erreichbar. Ziel ist es, Rückmeldungen strukturiert zu erfassen und für den Abbau unnötiger Verwaltungsaufwände auszuwerten, ohne individuelle Verfahren zu begleiten oder direktes Feedback zu geben.
Die technische Umsetzung setzt auf ein webbasiertes Formular, das ohne Registrierung genutzt werden kann. Nutzer geben zunächst das Thema ihres Anliegens ein und ordnen es einem von 18 vordefinierten Bereichen wie Arbeit, Bildung oder Behördenprozesse zu. Anschließend werden Art und Umfang des Aufwands, die betroffene Verwaltungsleistung sowie eine mögliche zuständige Behörde abgefragt. Zum Abschluss wird erfasst, welche Personengruppen von einer Vereinfachung profitieren könnten. Der gesamte Prozess ist so ausgelegt, dass eine Eingabe mit wenigen Schritten möglich ist.
Personenbezogene Daten sind für die Nutzung nicht vorgesehen. Das Portal weist ausdrücklich darauf hin, keine sensiblen Informationen einzugeben, da keine individuelle Rückmeldung erfolgt. Stattdessen sollen die eingehenden Meldungen gesammelt, ausgewertet und in zusammengefasster Form veröffentlicht werden. Geplant ist, regelmäßig Übersichten zu Themenhäufigkeit und Anzahl der Eingaben bereitzustellen, um Transparenz über die Nutzung zu schaffen.
Die Auswertung der Meldungen erfolgt zunächst halb automatisiert. Ab 2026 ist eine stärker automatisierte Verarbeitung vorgesehen, unter anderem durch KI-gestützte Klassifizierung nach Themenfeldern, Dringlichkeit und Relevanz. In einer weiteren Ausbaustufe sind erweiterte Dashboards sowie zusätzliche Funktionen wie eine automatisierte Zuordnung von Zuständigkeiten oder dialogbasierte KI-Elemente geplant. Das Portal startet zunächst als Beta-Version und soll schrittweise weiterentwickelt werden.
Durch die niedrigschwellige technische Ausgestaltung sollen möglichst viele Beteiligte ihre Erfahrungen einbringen können. Die gesammelten Daten sollen als Grundlage dienen, um Verwaltungsverfahren zu analysieren und langfristig zu vereinfachen.