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Red Dead Redemption 2 mit DLSS im Test

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reddeadredemption2NVIDIA baut sein DLSS-Ökosystem weiter aus. Mit Red Dead Redemption 2 bekommt ein weiteres bestehendes Spiel die Unterstützung für das AI-Upscaling. Neben dem Story-Teil bekommt natürlich auch Red Dead Online das DLSS. Für Red Dead Redemption 2 wird die Rockstar-eigene Rockstar Advanced Game Engine (RAGE) verwendet, die auch für diverse GTA-Titel zum Einsatz kommt. Es handelt sich hier um die erste DLSS-Umsetzung für einen Rockstar-Titel. In unserem Test klären wir, wie gut diese gelingt.

Je nach Auflösungen und Qualitätseinstellungen ist Red Dead Redemption 2 ein durchaus anspruchsvoller Titel. Wer die Regler komplett auf Maximum dreht, der kommt auch mit einer GeForce RTX 3090 nicht in jeder Situation auf 60 Bilder pro Sekunde.

Red Dead Redemption 2 verwendet die DLSS-Version 2.2.10.0, was aktuell wohl die aktuellste Umsetzung im Produktiveinsatz darstellt. Darin inbegriffen sind sämtliche Optimierungen, die NVIDIA hier zuletzt vorgenommen hat. Aber die Umsetzung für Red Dead Redemption 2 besitzt auch einige besondere Voraussetzungen, auf die wir zunächst genauer eingehen wollen.

Die RAGE-Engine verwendet relativ geringe Sampleraten für das TAA, welches eine Vergleichsbasis gegenüber DLSS sein sollte. Aber es dauert für das temporale AA (TAA) eben einige Frames, bis ausreichend Informationen für das SSR (Screen Space Reflections), Volumetrics, Haare und Fell, SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) sowie LOD (Level of Detail) gesammelt wurden. Für das DLSS könnte dies durchaus problematisch sein, denn das niedriger aufgelöste interne Rendering lässt weitere Details verschwinden, die dann rekonstruiert werden müssen. In den Bildvergleichen schauen wir uns die Darstellung nativ und mit DLSS aber noch genauer an.

In den Einstellungen ermöglicht wird eben ein natives Rendering (DLSS aus) sowie die Qualitätsstufen Qualität, Ausgewogen, Leistung und Ultra-Leistung. Diese Einstellungen haben folgenden Einfluss auf die Leistung:

Red Dead Redemption 2

3.840 x 2.160 Pixel (zweithöchste Qualitätsstufe)

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Die erste DLSS-Stufe Qualität bietet ein Leistungsplus von fast 20 %. Gegenüber dem nativen Rendering bietet Ausgewogen ein Plus von fast 30 %, das Leistungs-Profil kommt auf +38 % und Ultra-Leistung bietet 50 % mehr Bilder pro Sekunde.

Aber schauen wir nun auf die Bildqualität:

Wir zoomen also etwas näher ran, in diesem Fall auf etwa 400 % und schauen uns an, wie DLSS mit bestimmten Strukturen umgeht. Die mit Schnee und Eis bedeckten Oberflächen enthalten im nativen Rendering noch ein paar mehr Details, sind teilweise aber auch etwas unschärfer, wenn das TAA-Nachschärfen nicht aktiv ist. Mit DLSS gehen also einige Details verloren, dafür wirkt das Bild ingesamt etwas schärfer.

Haare und Fell sehen mit TAA noch recht gut aus, aufgrund der niedrigeren internen Renderings mit DLSS verlieren diese Objekte aber stark an Details, die sich später kaum mehr gut rekonstruieren lassen.

Dieser Verlust an Details zeigt sich auch an 3D-Objekten und Texturen in größerer Entfernung. Hier am besten am Beispiel des hellen Aufbaus aus Brettern zu erkennen. Das dahinterliegende, helle Gebäude zeigt zudem Darstellungsfehler durch diagonale Artefakte.

Ein letzter Vergleich noch für den Verlust an LOD-Daten durch DLSS. Das native Bild zeigt mehr Vegetation je weiter weg sich die Objekte befinden.

Aber wie so häufig ist die Beurteilung der Bildqualität auch immer sehr subjektiv. Für schnelle Shooter ergeben sich daraus andere Voraussetzungen, als beispielsweise in Red Dead Redemption 2. Wer das Spiel und eine GeForce-RTX-Karte bereits besitzt, sollte es sich am besten selbst anschauen und sich einen Eindruck verschaffen. 

Benchmarks

Kommen wir nun zu den Benchmarks. Wir haben hier unser Grafikkarten-Testsytem mit Intel Core i9-10900K, MSI MAG Z490 Tomahawk und 2x 16 GB DDR4-3600 verwendet. An Grafikkarten zum Einsatz gekommen sind:

  • ASUS TUF Gaming GeForce RTX 3090
  • NVIDIA GeForce RTX 3080 Ti Founders Edition
  • NVIDIA GeForce RTX 3080 Founders Edition
  • NVIDIA GeForce RTX 3070 Founders Edition
  • EVGA GeForce RTX 3060 XC Gaming
  • NVIDIA GeForce RTX 2080 Ti Founders Edition
  • NVIDIA GeForce RTX 2080 Super Founders Edition
  • NVIDIA GeForce RTX 2060 Super Founders Edition

Als Treiber haben wir den GeForce 471.11 verwendet.

Red Dead Redemption 2

1.920 x 1.080 Pixel (zweithöchste Qualitätsstufe, DLSS: Quality)

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Red Dead Redemption 2

2.560 x 1.440 Pixel (zweithöchste Qualitätsstufe, DLSS: Quality)

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Red Dead Redemption 2

3.840 x 2.160 Pixel (zweithöchste Qualitätsstufe, DLSS: Quality)

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Eine erste Einschätzung

NVIDIA ist mit der Entwicklung noch nicht dort angekommen, wo man gerne wäre. Vor allem in den letzten Wochen zeigt sich noch einmal viel Bewegung in den unterschiedlichen Versionen, was aber auch damit begründet ist, welchen Input das DLSS bekommt. LEGO Builder's Journey ist eher ein gemütliches Spiel, das von DLSS dahingehend profitiert, dass temporale Effekte hier keine allzu große Rolle spielen. DOOM: Eternal ist gerade auf aktueller Hardware ein extrem schnelles Spiel, was einem gewissen Qualitätsverlust durch das DLSS zuträglich ist bzw. diesen nicht so stark auffallen lässt. Beide Titel haben das DLSS übrigens zusätzlich zu den Raytracing-Effekten bekommen – Red Dead Redemption 2 wird das DLSS nachträglich übergestülpt, gänzlich ohne zusätzliche Effekte.

An Red Dead Redemption 2 und der verwendeten RAGE-Engine scheiden sich die Geister. Durch die Art und Weise wie das TAA angewendet wird, wirkt RDR2 für viele recht unscharf. Manche sprechen sogar davon, dass das Bild wie "gemalt" aussieht und auch so aussehen soll. Das DLSS fügt eine Schärfe hinzu, die viele als unangebracht sehen würden. Es gibt in den Grafikeinstellungen auch ein TAA-Nachschärfen, welches diesen Effekt auch ohne ein DLSS bietet.

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Was das DLSS nicht lösen kann, ist das Flimmern so mancher Elemente in Red Dead Redemption 2. Dieses besteht schon in der nativen Version und wird durch das DLSS nicht behoben.

Kommen wir zum Leistungsplus mittels DLSS: In Schritten von mehr oder weniger jeweils 10 % bis hin zu etwa 50 bis 60 % in der Ultra-Leistung-Voreinstellung können die FPS gesteigert werden. Da Red Dead Redemption 2 durchaus hohe Anforderungen an die Hardware stellt, dürften viele das Leistungsplus gerne entgegennehmen – eine passende GeForce-RTX-Grafikkarte vorausgesetzt. Was die Darstellungsqualität betrifft, muss hier bestenfalls auch jeder selbst für sich entscheiden, was ihm wichtiger ist. Egal ob der Story-Modus von Red Dead Redemption 2 oder die Online-Variante: Mit der passenden Hardware sollte sich jeder das DLSS und die Grafikeinstellungen noch einmal genauer anschauen.

Mit der Ausweitung der Spiele mit DLSS-Unterstützung wird es spannend zu beobachten sein, wie und wann es nun mit FSR von AMD weitergeht. Bisher fehlt es hier noch an großen Titeln. Durch den offenen Software-Ansatz und die breite Hardware-Unterstützung scheint AMD mit FSR aber viele Trümpfe in der Hand zu haben.

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