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Sapphire TriXX​ – viele Funktionen mit guter Übersicht

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sapphire-trixxMittels diverser unterschiedlicher Software können die technischen Daten und Betriebsparameter einer Grafikkarte überwacht werden. Nahezu jeder Hersteller schnürt dazu sein eigenes Softwarepaket. Hinzu kommen die Funktionen, die über die Treiber zur Verfügung gestellt werden. Sapphire will die wichtigsten Funktionen im Softwarepaket namens TriXX vereinen. Eben dieses haben wir uns einmal genauer angeschaut.

Mit der TriXX-Software hat sich Sapphire von vielen der sonst in diesem Bereich üblichen Paradigmen gelöst. Eine moderne Optik ohne viel Schnick-Schnack in der Benutzeroberfläche waren das Ziel in der Entwicklung. Neben der Überwachung der wichtigsten Systemparameter soll die TriXX-Software aber auch noch einige Besonderheiten bieten, auf die wir noch genauer eingehen werden.

Heruntergeladen werden kann die TriXX-Software direkt bei Sapphire. Mit 2,4 MB ist das Programm auch noch extrem schlank und lädt keinerlei weitere Komponenten nach.

Nach dem Installation und dem ersten Start zeigt sich das Dashboard mit der Übersicht der wichtigsten Informationen. Hier werden die wichtigsten Daten zur Hard- und Software aufgeführt. Auf der rechten Seite werden zudem die aktuellen Daten der Karte aufgeführt: GPU- und Speichertakt, GPU-Temperatur, Last auf der GPU und GPU-Spannung.

Auf dieser ersten Seite kann zudem das BIOS gesichert werden. Bei einer Sapphire Nitro+ Radeon RX 5700 XT 8G gibt es einen BIOS-Switch, den wir auch im Test zur Karte erwähnt haben. Dieser ermöglicht über einen Schalter den Wechsel zwischen zwei UEFI-BIOS-Versionen. Der Wechsel des BIOS ist über auch über die TriXX-Software möglich, sodass das Gehäuse nicht mehr geöffnet werden muss, um das BIOS zu wechseln. Nur ein Neustart ist notwendig, damit das jeweils andere BIOS aktiv ist.

Auf der zweiten Seite, dem Hardware Monitor, werden die weiteren Parameter sämtlicher Sensoren der eingebauten Grafikkarte ausgelesen. Dazu gehören dann die Leistungsaufnahme der GPU, die Belegung des Grafikspeichers, dessen Spannung, die dazugehörigen Temperaturen und noch vieles mehr.

TriXX Boost ist der dritte Bereich in der Software und zugleich eine der Besonderheiten, da über TriXX Boost ein Upscaling eingestellt werden kann. Für vordefinierte Ausgangsauflösungen (4K, 1440p und 1080p) können bestimmte Renderauflösungen anhand eines Skalierungsfaktors festgelegt werden. Zudem kann hier das Radeon Image Sharpening eingeschaltet werden, welches die geringere Auflösung wieder nachschärfen soll.

Über den Fan Health Check kann die einwandfreie Funktion der Lüfter überwacht werden. Im Falle der hier verwendeten Sapphire Nitro+ Radeon RX 5700 XT 8G sind dies drei Lüfter, die im Idle-Betrieb auch stillstehen können. Somit wäre es möglich, dass ein Ausfall eines Lüfters gar nicht auffällt, weil er im Idle-Zustand stillsteht und dann unter Last gar nicht erst anläuft. Probleme mit den Lüftern kann es auch durch Verschmutzung geben.

Über den Fan Check werden alle drei Lüfter bis zur maximalen Drehzahl hochgedreht und die Drehzahl überwacht. Nach Abschluss der Tests wird dies über grüne Lüfter dargestellt. Sollte ein Lüfter mal nicht mehr funktionieren, kann dieser im Falle der Karten von Sapphire einfach ausgetauscht werden. Sapphire bietet den entsprechenden Ersatz an. Neben den ARGB-Variante gibt es die Lüfter auch in Blau, Rot und Weiß. Bei den Nitro+-Karten können die Lüfter sehr leicht demontiert werden. Dazu muss durch die Lüfterschaufeln eine Schraube gelöst werden und der Lüfter herausgezogen werden. Im Test der Sapphire Nitro+ Radeon RX 5700 XT 8G sind wir darauf eingegangen.

Natürlich ermöglicht die TriXX-Software auch die Steuerung der eventuell verbauten RGB-Beleuchtung. Im Falle der Sapphire Nitro+ Radeon RX 5700 XT 8G ist auch eine solche vorhanden und dementsprechend können wir die Nitro-Glow-Ansteuerung vornehmen. Zur Verfügung stehen unterschiedliche Effekte, eine eigene Auswahl an Farben und der Helligkeit. Auch ein Abschalten der RGB-Beleuchtung ist möglich.

TRIXX Boost – Mehr Leistung dank Upscaling

Neben der Systemüberwachung aller wichtigen Sensoren und Funktionen ist TriXX Boost das wichtigste Merkmal der überarbeiteten Software. Nun ist ein Upscaling keine Neuheit als solches, die Integration als TriXX Boost soll es den Nutzern aber besonders einfacher machen, ein Upscaling anzuwenden.

Was hier geschieht ist folgendes: Hat der Monitor eine native Auflösung von 3.840 x 2.160 oder 2.560 x 1.440 Pixeln, hat die Grafikkarte im Zweifel nicht die notwendige Leistung, um das Spiel in dieser Auflösung flüssig darzustellen. Eine Sapphire Nitro+ Radeon RX 5700 XT 8G reicht sicherlich für die meisten Spiele in 1440p aus, für eine 4K-Auflösung fehlt dem Spitzenmodell von AMD im Zweifel aber die Puste. Für ein Upscaling wird die Renderauflösung nun verringert. Somit hat die Grafikkarte etwas weniger Rechenaufwand, ausgegeben werden soll das Bild aber natürlich wieder in der nativen Auflösung.

Für ein Upscaling von 85 % der Ausgangsauflösung ausgehend sieht dies wie folgt aus:

  • Ausgabeauflösung: 3.840 x 2.160 Pixel – Renderauflösung: 3.264 x 1.836 Pixel
  • Ausgabeauflösung: 2.560 x 1.440 Pixel – Renderauflösung: 2.176 x 1.224 Pixel
  • Ausgabeauflösung: 1.920 x 1.080 Pixel – Renderauflösung: 1.632 x 918 Pixel

Ein Upscaling in 70 % der Ausgangsauflösung bedeutet folgendes:

  • Ausgabeauflösung: 3.840 x 2.160 Pixel – Renderauflösung: 2.688 x 1.512 Pixel
  • Ausgabeauflösung: 2.560 x 1.440 Pixel – Renderauflösung: 1.792 x 1.008 Pixel
  • Ausgabeauflösung: 1.920 x 1.080 Pixel – Renderauflösung: 1.344 x 756 Pixel

Der Rechenaufwand für die Grafikkarte reduziert sich also um einen gewissen Grad, allerdings muss dabei auch die Bildqualität im Auge behalten werden. Natürlich wird die Bildschärfe durch die geringere Renderauflösung reduziert. Je nachdem wie weit man die Renderauflösung herunterschraubt, wird auch die Bildunschärfte immer größer, allerdings beurteilt jeder Spieler die Schärfe des Bildes anders und je nachdem um welches Spiel es sich handelt, können flüssige 60 FPS wichtiger sein, als ein schärferes Bild mit 50 FPS. Gerade schnelle Online-Shooter sind im Gameplay oft auf möglichst hohe FPS ausgelegt.

Außerdem bietet AMD mit dem Radeon Image Sharpening einen Filter, der das Bild wieder nachschärfen soll. Auch diese Option lässt sich in den TriXX-Boost-Einstellungen einschalten. Der Leistungsverlust durch das Radeon Image Sharpening ist minimal und kaum messbar. Der positive Effekt auf die Bildqualität ist in vielen Spielen aber durchaus vorhanden. Durch das Radeon Image Sharpening lassen sich Unschärfen durch das Upscaling teilweise wieder entfernen.

Ein paar Vergleichsscreenshots:

Das Radeon Image Sharpening führt dem Bild wieder deutlich mehr Details hinzu, was zum Beispiel am auf dem Boden liegenden Tuch zu erkennen ist. Auch Objekte der Kleidung an Lara bekommen wieder etwas Schärfe zurück.

Noch weitere Vergleiche in Battlefield V:

Soweit der Aspekt der Darstellungsqualität. Nun wollen wir noch einen Blick auf die Leistung werfen. Dazu haben wir ein Upscaling von 85 % auf die Ausgangsauflösung durchgeführt.

Battlefield V (DX11)

3.840 x 2.160 - Hoch (Avg/Min)

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Battlefield V (DX11)

2.560 x 1.440 - Hoch (Avg/Min)

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Shadow of the Tomb Raider (DX12)

2.560 x 1.440 - Ultrahoch (Avg/Min)

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Shadow of the Tomb Raider (DX12)

3.840 x 2.160 - Ultrahoch (Avg/Min)

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Die Auswirkungen auf die Leistung durch das Upscaling sind je nach Spiel und Auflösung unterschiedlich hoch. Die Berechnung von rund 25 % weniger Pixeln hat aber natürlich auch eine entsprechende Auswirkung auf die Leistung. Führt dies dazu, dass die FPS in einen spielbaren Bereich rutschen, nimmt der Spieler das Leistungsplus sicherlich gerne mit. Die Unschärfe die damit in das Bild kommt, kann in weiten Teilen durch das Radeon Image Sharpening wieder kompensiert werden.

Sapphire TriXX​ – viele Funktionen in guter Übersicht

Sapphires TriXX-Softwarepaket kann als gutes Beispiel für eine schnelle, einfach zu bedienende und dennoch mit einem gewissen Funktionsumfang versehen Software angesehen werden. In der Überwachung der Hardware in Form einer Grafikkarte ist mehr sicherlich nicht notwendig. Den sonst so üblichen Gaming-Schnick-Schnack hat man einfach mal weggelassen und sich stattdessen auf die Einfachheit konzentriert. Damit einher geht auch eine geringe Größe der Software – es müssen nicht immer gleich mehrere Dutzend Megabyte sein.

TriXX bietet eine gute Übersicht über die verwendete Hard- und Software und vereint damit den Funktionsumfang von mehreren Tools, die ansonsten vielleicht zum Einsatz kommen. Ein Highlight ist aber sicherlich TriXX Boost, denn auch wenn ein Upscaling kein Hexenwerk ist, nicht jeder traut sich an das Thema heran und sucht beispielsweise im Treiber nach den entsprechenden Einstellungen. Stattdessen bietet TriXX einfach zugängliche Optionen, die für die Ausgangsauflösung gleich die dazugehörige Renderauflösung festlegen. In den Spielen muss diese dann nur noch ausgewählt werden und schon kann es losgehen. Über den Regler kann der Nutzer bestimmen, wie viel Leistung er hinzugewinnen möchte. Eine eventuell störende Unschärfe des Bildes kann direkt über das Radeon Image Sharpening wieder entfernt werden. Somit kann der Nutzer für sich persönlich festlegen, was ihm für das Spielen wichtiger ist.

Die TriXX-Software funktioniert grundsätzlich mit allen Karten von Sapphire. Ältere Karten (Polaris- und Vega-Generation) müssen entsprechend noch eine ältere Version der Software verwenden (Version 6.8.0). Die Nitro-Glow LED-Steuerung unterscheidet sich innerhalb der Versionen, der eigentlichen Funktionsumfang aber nicht. Der Download der TriXX-Software 7.0.0 für alle Karten mit Navi-GPU ist ebenfalls direkt bei Sapphire möglich. Zum Jahresende soll es eine neue Version geben, die dann alle Karten miteinander vereint.

Preise und Verfügbarkeit
Sapphire Nitro+ Radeon RX 5700 XT 8G
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar


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