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Test: Intel SSD 510 mit SATA 6 Gb/s und Marvell-Controller

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Seite 5: Benchmark: Iometer

Iometer ist ein recht universeller Benchmark, mit dessen Hilfe sich die Rohleistung eines Laufwerks mit nahezu allen erdenklichen Zugriffsmustern untersuchen lässt. In der aktuellen Version ist außerdem die Möglichkeit hinzugekommen, das Datenmuster auszuwählen. Von besonderem Interesse sind hier die Optionen „Repeating bytes“ und „Full random“. Die erste Option erzeugt immer die gleichen Datenmuster, sodass ein Controller diese Daten stark komprimieren kann. Das machen bei weitem nicht alle Controller, manche (z.B. SandForce) besitzen allerdings eine transparente Kompression und erreichen so, stark abhängig vom Datenmuster, eine höhere oder niedrigere Datenübertragungsrate. Die zweite Option erzeugt einen 16 MB großen Puffer mit Daten hoher Entropie, sodass eine Kompression sehr schwer (allerdings nicht komplett unmöglich) wird. Controller, die komprimieren, werden daher mit beiden Datenmustern getestet und die Ergebnisse mit der Einstellung „Full random“ entsprechend gekennzeichnet. Die Standardeinstellung ist „Repeating bytes“, so werden meistens auch die Herstellerangaben ermittelt.

Während die minimale Anfragetiefe (auch Queue Depth, kurz QD) von eins typisch für ein Desktopsystem ist (sie kann auch geringfügig höher sein, befindet sich jedoch meistens deutlich im einstelligen Bereich), zeigt der Test mit QD 64 das Maximum dessen, wozu die SSD imstande ist. Derart hohe Anfragetiefen erreicht man unter normalen Umständen allerdings nur in Mehrbenutzer- bzw. Serverumgebungen.

Der 4K-Test wird über einen Bereich von 8M logischen Sektoren (512 Byte) durchgeführt, der sequenzielle Test findet über die komplette Kapazität des Laufwerks statt.

iometer_seq_read

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iometer_4k_read

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iometer_4k_read_64

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Die Intel SSDs wurden bisher häufig dafür kritisiert, eine vergleichsweise niedrige sequenzielle Schreibrate zu haben. An dieser Schraube hat man ordentlich gedreht, sodass man nun schon einen SATA 6 Gb/s Port benötigt, um die Schreibrate der Intel SSD 510 Series komplett ausnutzen zu können. Das ist schön zu sehen. Etwas schade ist es hingegen, dass man bei den 4K-Werten keinen Fortschritt, sondern sogar einen Rückschritt gemacht hat. Bei QD 1 ist man immerhin noch gleichauf mit der X25-M G2, bei QD 64 hat die 510 Series allerdings keine Chance mehr.

Ist das schlimm? Nein, eigentlich nicht. Wie schon erwähnt ist QD 1 für Desktop-Systeme wesentlich wichtiger als QD 64 und die Leseraten sind wichtiger als die Schreibraten. Für Server-Systeme empfiehlt sich die 510 Series aufgrund ihrer 4K-Werte nicht, aber in jedem Desktop-System bietet sie mehr als ausreichend Leistung.

Angemerkt werden sollte noch, dass die Werte der 120 GB Version schlechter ausfallen werden. Die Herstellerangaben für sequenzielles Lesen und Schreiben an einem SATA-6 Gb/s-Port liegen für die kleinere Version der 510 Series rund 100 MB/s niedriger als für die 250 GB Version.