Seite 3: Display, Fazit

Passables Display

Wie unsere Tests zeigen, hat Gigabyte zwar etwas am Umfang der RGB-Beleuchtung und bei der Materialwahl gespart, um den Preis trotz der potenten Hardware letztendlich aber auf etwa 1.600 Euro zu drücken, werden beim Display ebenfalls ein paar Euro eingespart. Zwar kommt das AU-Optronics-Panel nicht an die sehr guten Werte des hauseigenen Aero 15(X) heran, deutlich schlechtere Werte gibt es aber auch nicht. Im Gegenteil: Man liefert gegenüber der Konkurrenz guten Durchschnitt.

Die Helligkeit liegt bei maximal 363 cd/m² und ist damit noch immer gut für den Außeneinsatz in hellen Umgebungen geeignet. Die Ausleuchtung ist mit einer Homogenität von etwa 88 % noch gut – zwischen dem hellsten und dunkelsten Wert liegen nur 40 cd/m². Das Kontrastverhältnis kann sich mit 1.336:1 wiederum sehen lassen. 

Einen starken Blaustich weist das Au-Optronics-Panel allerdigs auf – vor allem in der unteren Bildschirmhälfte. Während der Optimalwert bei rund 6.500 K liegt, haben wir durchschnittlich 7.942 K gemessen – in der Spitze wird aber eine kühle Farbtemperatur von bis zu 8.096 K erreicht. Ansonsten misst das Display 15,6 Zoll in seiner Diagonalen und löst mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf – G-Sync oder gar ein 120-Hz-Panel gibt es nicht.

bench display

Fazit

Das Gigabyte SabrePro 15W ist ein vielseitiges Notebook. Dank des Intel Core i7-7700HQ und der NVIDIA GeForce GTX 1060 eignet es sich nicht nur für Gamer, die auch mal unterwegs spielen möchten, sondern auch für anspruchsvolle Nutzer. Dafür spricht außerdem das Design. Dieses mag an vielen Stellen zwar zu kantig wirken, ist im Großen und Ganzen aber noch immer recht schlicht – zumindest die aggressiven Design-Elemente typischer Gaming-Notebooks gibt es nicht. Da verwundert es nicht, dass Gigabyte wahlweise Windows 10 Pro oder Home vorinstalliert. Der Grad zwischen Gaming-Notebook und gutem Allrounder verschwimmt hier also.

Dank der schnellen PCI-Express-SSD und der potenten Hardware-Ausstattung ist das Gerät für nahezu alle erdenklichen Aufgaben bestens gerüstet, Spiele spielt es problemlos auf dem 15,6 Zoll großen Bildschirm ab. Das liegt aber auch daran, dass dieser nur über ein natives Full-HD-Panel mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten verfügt. Für eine höhere Auflösung muss es dann aber auch schon eine leistungsfähigere Grafikkarte sein, in der Regel sind so zwischen nicht ganz 60 und rund 175 FPS in unseren Benchmarks machbar. Als zusätzliches Datengrab dient eine HDD, die natürlich nicht mehr ganz so fix ist. Wer mehr Speicher benötigt, kann sogar ein zweites M.2-Laufwerk verbauen, dann aber nur per SATA-Anbindung und nicht bequem über eine Wartungsklappe. 

Das Display selbst liefert größtenteils durchschnittliche Werte, zeigt sich aber auch sehr kontrastreich, dafür mit starkem Blaustich. Die Tastatur verfügt zwar über eine RGB-Hintergrundbeleuchtung, die lässt sich jedoch nur noch in vier unterschiedliche Zone unterteilen und nicht mehr für jede Taste einzeln. Hier merkt man den vergleichsweise günstigen Preis. Nicht aber bei der Materialwahl und der Verarbeitung. Der Mix aus Metall und Kunststoff ist äußerst robust, die Verarbeitung hervorragend. Größter Nachteil sind die heißen Temperaturen bei Prozessor und Grafikkarte, vor allem aber die laute Geräuschkulisse unter Volllast. Hier gibt es durchaus Nachbesserungsbedarf. Die Akku-Laufzeit ist Durchschnitt.

Alles in allem ist das Gigabyte SabePro 15W ein solides Gaming-Notebook, welches sich als Allround-Gerät durchaus auch für anspruchsvollere Windows-Nutzer und Workaholics eignet. Dafür spricht zudem der vergleichsweise günstige Preis von derzeit etwa 1.600 Euro

 

Positive Aspekte des Gigabyte SabrePro 15W:

  • für Full HD ausreichend schnell
  • gute Verarbeitung
  • gutes Feature-Set
  • attraktive Preisgestaltung

Negative Aspekte des Gigabyte SabrePro 15W:

  • unter Last sehr laut und heiß
  • Display deutlich zu kühl abgestimmt