Seite 3: Display, Fazit

Ausgesprochen helles Display

Ein Highlight des XMG U717 Ultimate ist sein Display. Dieses ist mit 120 Hz nicht nur ausgesprochen reaktionsschnell, sondern mit einer maximalen Helligkeit von 408 cd/m² sehr hell. Zusammen mit der matten Beschichtung ist es damit im Außeneinsatz bzw. in sehr hellen Räumen problemlos einsetzbar. Die Ausleuchtung ist mit einer Homogenität von etwa 90 % ebenfalls sehr gut. Zwischen dem hellsten und dunkelsten Wert liegen nur rund 40 cd/m². Das Kontrastverhältnis könnte allerdings besser sein. Unser Testmuster bringt es hier nur auf 713:1.

Der Blaustich, mit welchem derzeit viele aktuelle Gaming-Notebooks zu kämpfen haben, ist auch beim XMG U717 Ultimate sehr ausgeprägt. Während etwa 6.500 K dem Optimalwert entsprechen, erreicht das IPS-Panel von AU Optronics durchschnittlich rund 8.000 Kelvin. Dafür ist das 17,3-Zoll-Panel mit NVIDIAs G-Sync- und der 120-Hz-Technologie ausgerüstet. Das macht das Gaming-Erlebnis noch besser. Die native Auflösung liegt bei unserem Testmuster bei 1.920 x 1.080 Bildpunkten.

bench display

Fazit

Wie schon sein Vorgänger ist auch das XMG U717 Ultimate von Schenker Technologies ein extremes Gerät. Als Desktop-Replacement bietet es teilweise nicht nur schnelle Desktop-Hardware, sondern auch Notebook-Komponenten, die ihren Desktop-Modellen leistungsmäßig in nichts nachstehen. Das war vor ein paar Generationen noch anders. Die verbaute NVIDIA GeForce GTX 1080 mit ihren 8 GB GDDR5X Videospeicher besitzt genügend Reserven, um alle aktuellen Grafikkracher ruckelfrei auf den Bildschirm zu bringen und das nicht nur in Full HD, sondern auch in QHD und teilweise sogar in hochauflösendem 4K. Der Leistungsunterschied zur Desktop-Karte ist sehr gering.

Beim Prozessor gibt es dank des waschechten Desktop-Modells ebenfalls keinerlei Einbußen, zumindest theoretisch, denn im Clevo-Barebone unseres heutigen Testkandidaten nimmt ein Prozessor mit einer TDP von maximal 91 W seinen Platz ein, was theoretisch ein Intel Core i7-6700K sein kann. Zu Gunsten der Abwärme, Leistungsaufnahme und letztendlich auch der Lautstärke, hat sich Schenker Technologies bei unserer Konfiguration für die sparsame T-Variante entschieden. Sie mag zwar ein gutes Stück langsamer als das K-Modell sein und die Leistung etwa auf das Niveau eines HQ-Prozessor absenken lassen, arbeitet dafür mit 35 W deutlich effizienter. Für Spiele tut dies der Sache keinen Abbruch. Der Skylake-Prozessor besitzt mehr als genug Reserven, um den 3D-Beschleuniger ausreichend schnell mit Daten versorgen zu können.

Das kann auch die SSD, welche natürlich per PCI-Express und NVMe-Protokoll anbindet. Mit einer durchschnittlichen Leserate von satten 2.250 MB/s ist das vorinstallierte Betriebssystem binnen weniger Sekunden geladen, Programme und Spiele starten meist ohne Verzögerung. Als zusätzliches Datengrab – schließlich dürfte man bei 256 GB schnell an die Kapazitätsgrenze gelangen – dient eine zusätzliche Magnetspeicherfestplatte im 2,5-Zoll-Format mit 1 TB Speicher. Beim Arbeitsspeicher setzt man auf 2.400 MHz schnelle Module und erreicht so neue Rekord-Bandbreiten und sehr gute Werte im Komprimierungstest. 

Ein Highlight ist vor allem das Display. Das 17,3 Zoll große Panel mag zwar nur mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auflösen – was für ein Gaming-Notebook im Hinblick auf die Leistung aber durchaus zu verschmerzen ist – bietet dafür aber NVIDIAs G-Sync-Technologie und arbeitet mit 120 Hz. Beides sorgt für ein noch flimmerfreieres und ruhigeres Bild. Ob der Aufpreis von knapp über 200 Euro lohnt, muss man selbst entscheiden. Man sollte es vorher aber unbedingt ausprobieren, die Erfahrung lässt sich schwer in Worte fassen. Die Helligkeitswerte des Displays sind ebenfalls gut, Kontrast und Farbtemperaturen könnten besser ausfallen.

Das Clevo-Barebone des XMG U717 Ultimate ist gewohnt sehr gut verarbeitet und bietet kaum Spielraum zur Beanstandung. Auch die Tastatur überzeugt, das Touchpad könnte allerdings präziser arbeiten. Lobenswert ist außerdem, dass Schenker Technologies wieder einmal auf den Einsatz von Bloatware verzichtet und seinen Notebooks nur die wirklich wichtige Software mit auf den Weg gibt. 

Was am Ende aber bleibt ist ein hoher Preis. Satte 3.353 Euro muss man für unsere Konfiguration auf den Tisch legen. Im Hinblick auf die Komponenten und das Display geht der Preis allerdings in Ordnung. Wer sparen will, kann dies bei Prozessor, Grafikkarte und Speicher tun. Das Basis-Modell gibt es ab knapp unter 1.900 Euro. Die neuen Kaby-Lake-Prozessoren von Intel wird es in Kürze ebenfalls geben.

Positive Aspekte des XMG U717 Ultimate:

  • pfeilschnelle Spieleleistung
  • hohe Arbeitsleistung
  • sehr helles Display
  • 120-Hz-Display

Negative Aspekte des XMG U717 Ultimate:

  • hoher Preis
  • geringe Laufzeiten unter Last