Seite 3: Display, Fazit

Helles, kontraststarkes Display mit mangelnder Ausleuchtung

Etwas Federn lassen muss das Acer Predator 17 allerdings beim Display. Zwar setzt man hier auf ein blickwinkelstabiles IPS-Panel, das einen maximalen Helligkeitswert von 326 cd/m² erreicht und damit eigentlich sehr hell ist, jedoch ist die Ausleuchtung nicht ganz so gut wie erhofft. Zwischen dem hellsten und dunkelsten Werten liegen gut 50 cd/m², die Homogenität der Ausleuchtung nur bei knapp unter 85 %. Dafür ist das Kontrastverhältnis des LG-Panels mit 1.031:1 sehr gut. 

Wie die meisten aktuellen Gaming-Notebooks besitzt auch das Display des Acer Predator 17 einen sichtbaren Blaustich. Wir haben durchschnittlich rund 7.900 K ermittelt - mit einem Colorimeter kann aber natürlich recht leicht nachgearbeitet werden. Hervorzuheben ist außerdem, dass der 17,3 Zoll große Bildschirm NVIDIAs G-Sync-Technologie unterstützt, dafür aber mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auflöst. Wer bereits mit NVIDIAs Technik gespielt hat, wird die Vorteile von G-Sync auch im mobilen Bereich nicht mehr missen wollen. 

bench display

Fazit

Mit dem Acer Predator 15 ist Acer im letzten Jahr ein überzeugender Einstieg in den Gaming-Markt gelungen, wie wir im Dezember in unserem Test feststellen konnten. Der Refresh knüpft daran hervorragend an. Dank der neuen Pascal-Grafikkarte legt man vor allem bei der Spieleleistung, aber auch bei der Effizienz noch einmal eine Stufe obendrauf. Das Acer Predator 17 ist dank der NVIDIA GeForce GTX 1070 mit ihren 8 GB GDDR5-Videospeicher für alle aktuellen Grafikkracher bestens geeignet. Nahezu jedes Spiel lässt sich problemlos in den höchsten Einstellungen spielen, vor allem, wenn man sich ohnehin auf die native Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkte beschränkt. Acer verzichtet zwar auf einen hochauflösenden 4K-Bildschirm, spendiert seinem Gerät dafür NVIDAs G-Sync-Technologie, was das Gaming-Erlebnis ebenfalls verbessert.

Dank des schnellen Core-i7-Prozessors und der SSD sowie natürlich des 2.400 MHz schnellen Arbeitsspeichers kann sich die Alltagsleistung ebenfalls sehen lassen. Programme starten meist ohne Verzögerung, das Betriebssystem ist binnen Sekunden geladen. Schade nur, dass man auf eine schnelle SSD mit PCI-Express-Anbindung und NVMe-Protokoll verzichtet, unser M.2-Laufwerk erreicht lediglich Übertragungsraten von knapp 530 MB/s. In der Praxis dürfte das aber die wenigsten stören. Obwohl die Kühlung leise arbeitet und der Prozessor sehr heiß wird, können sich die Oberflächen-Temperaturen sehen lassen. Selbst unter Volllast werden die Hände nicht unnötig aufgewärmt und damit schwitzig. Immerhin: Trotz der hohen CPU-Temperatur kam es während unserer Tests nicht zu einem Thermal-Throttling, womit das Gerät stets die höchste Leistung abrufen konnte. 

Federn lassen muss der Acer Predator 17 beim Touchpad und dem Display. Letzteres ist zwar durchaus hell und kontrastreich, jedoch hätten wir uns eine gleichmäßigere Ausleuchtung gewünscht. Beim Touchpad hingegen bessere Gleiteigenschaften. Insgesamt aber ist das Acer Predator 17 ein solides Gaming-Gerät, das jeden Zocker rundum glücklich machen dürfte. Er muss dafür aber tief in die Tasche greifen: Satte 2.300 Euro möchte Acer für unsere Testkonfiguration haben – das ist etwas mehr als bei anderen Herstellern.

Positive Aspekte des Acer Predator 17:

  • Hohe Spieleleistung
  • Hohe Arbeitsleistung
  • Schlichtes Design
  • Gute Tastatur
  • Viele Features

Negative Aspekte des Acer Predator 17:

  • Schwächen bei Touchpad und Display
  • Vergleichsweise hoher Preis