Seite 2: Leistung, Laufzeit und Kühlung

Wer ein möglichst flexibel konfigurierbares Ultrabook sucht, ist mit dem VAIO Duo 13 unter Umständen schlecht beraten. Denn Sony stellt lediglich zwei CPUs, drei Massenspeicher sowie zwei RAM-Größen zur Auswahl - von einem optionalen LTE-Modem einmal abgesehen. In der Grundausstattung verfügt das Gerät dann über einen Intel i5-4200U, 4 GB Arbeitsspeicher sowie eine 128 GB fassende SSD.

Im Testmodell verrichtet hingegen ein i7-4500U seine Arbeit und wird dabei von 8 GB RAM und einer 256 GB großen SSD unterstützt. Damit ist das VAIO Duo 13 vor allem bei anspruchsvolleren Produktiveinsätzen merklich schneller unterwegs. Im direkten Vergleich mit einem 1,6 bis 2,6 GHz schnellen i5-4200U ist der i7 - 1,8 bis 3,0 GHz - etwa 20 Prozent schneller. Dabei verfügt die schnellere CPU ebenfalls nur über zwei Kerne und Hyper-Threading, mit 15 Watt fällt auch die TDP identisch aus. Allerdings setzt Intel beim i7 auf 4 MB Cache, im i5 sind es lediglich 3 MB. In allen anderen wichtigen Punkten gibt es hingegen keine Abweichungen - sieht man einmal vom minimal höheren Turbo-Takt der integrierten GPU ab.

cinebench

Insgesamt bringt das Gespann aus Prozessor, Arbeitsspeicher und SSD so ordentliche Leistungswerte. Im PCMark 8 reicht es für etwa 2.600 bis 2.800 Punkte, womit sich das VAIO Duo 13 insgesamt im Mittelfeld platziert. Für ein Ultrabook ordentlich schlägt sich das Modell in den eher grafiklastigeren Tests. So landet es im 3DMark 11 (Performance-Setting) bei rund 1.000 Punkten, im aktuellen 3DMark (Ice-Storm-Setting) bei knapp 15.000 Punkten. Direkte Konkurrenten schneiden hier meist ein paar Prozente schwächer ab, auf die Leistungsbewertung hat dies aber keinen Einfluss, was ein Blick auf Spiele-Benchmarks bestätigt. Denn auch in eher anspruchslosen aktuellen Titeln reicht es nur bei reduzierter Auflösung und minimalen Detaileinstellungen für ausreichend hohe Bildwiederholraten. Hier hilft auch die schnelle SSD nicht weiter, die in der Spitze bis zu 516 MB/s überträgt.

Gute Laufzeiten, schlechte Laufzeiten

Wichtiger ist bei Arbeitsgeräten wie dem VAIO Duo 13 da schon die Laufzeit ohne angeschlossenes Netzteil. Hier entpuppt sich Sonys Rechner aber als wahre Wundertüte, denn selten lagen die Messwerte in den einzelnen Belastungsstufen so weit auseinander wie hier. Denn während der 50 Wh starke Akku unter Last (Battery Eater Classic) gerade einmal 1 Stunde und 38 Minuten durchhält, sind es bei einfacheren Aufgaben (Battery Eater Reader’s Test) sage und schreibe 16 Stunden und 31 Minuten. Damit schlägt das VAIO Duo 13 den bisherigen Spitzenreiter, Dells XPS 12 (2013), mit seinen 9 Stunden und 48 Minuten deutlich.

Erreicht wird dies durch ein sehr sparsames Display, aber auch durch eine stark optimierte Software. Im Zusammenspiel kann die Leistungsaufnahme so auf unter 3 Watt gesenkt werden; der ermittelte Spitzenwert im Leerlauf lag bei nur 6,4 Watt. Einen Platz im oberen Drittel erreicht das Testgerät im PCMark 8: Hier reicht es je nach Szenario für rund 3 bis knapp 4 Stunden.

Krachmacher

Gemischte Gefühle löst das Kapitel Kühlung aus. Denn einerseits bleibt das Notebook bei geringer Last beinahe unhörbar, andererseits kann es aber auch einen beinahe ohrenbetäubenden Lärm verursachen und mit Leistungsdrosselung enttäuschend. Im Detail: Im Leerlauf erreicht das VAIO Duo 13 mit rund 31 dB(A) einen sehr guten Wert. Nur alle paar Minuten wird die Arbeitsgeschwindigkeit des Lüfters erhöht, was zwar zu einem höheren Lärmpegel führt, dieser ist aber nicht störend. Anders sieht es allerdings aus, wenn die Systemleistung länger als 10 oder 15 Minuten benötigt wird. Denn während der Lüfter in den ersten Minuten zwar hörbar aber nicht nervend ist, erreicht er dann schlagartig beinahe 48 dB(A). Aufgrund der teils hohen Frequenzen ist konzentriertes Arbeiten dann nur noch schwer möglich.

Hotspots hinter dem Display
Hotspots hinter dem Display

Dabei schafft es das Kühlsystem aber nicht, das Gehäuse ausreichend vor zu hohen Temperaturen zu schützen. Auf der Oberseite werden so 48 Grad Celsius und mehr erreicht, auf der Unterseite immerhin 44 Grad Celsius. Als Trost dient hier nur, dass die Hotspots allesamt hinter dem Display liegen, der Nutzer ist damit regelrecht von ihnen abgeschirmt. Offen bleibt jedoch, wie sich die Temperaturen mittel- und langfristig auf das Display auswirken, falls das Gerät häufiger unter hohen Belastungen im Tablet-Modus genutzt wird. Mit 74 Grad Celsius in der Spitze bleibt der i7-4500U zwar klar unterhalb von Intels Grenzwerten, die GPU-Leistung wird dennoch früh gedrosselt.