Seite 3: Display und Fazit

Das sprichwörtlich dunkelste Kapitel dreht sich rund um das Display. Denn die 14 Zoll messende Touch-fähige Full-HD-Anzeige des Testgeräts erreicht gerade in der Spitze gerade einmal 253 cd/m2. Damit ist das Gerät für den Einsatz in sehr hellen Umgebungen nicht ohne Einschränkungen geeignet. Zudem liegt die Homogenität nur bei 75 Prozent, bei voller Helligkeit erstrahlt die dunkelste Stelle der Anzeige somit nur noch mit 190 cd/m2. Zum Vergleich: Als gut für den Außeneinsatz gelten 300 cd/m2 und mehr, aber selbst dann sollte eine direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden.

bench display

Besser sieht es in den anderen Punkten aus. So bietet das AHVA-Panel - ein IPS-Derivat - gute Blickwinkel und eine ausreichend neutrale Farbdarstellung. Mit durchschnittlich rund 6.200 Kelvin fallen weiße Flächen aber minimal gelblich aus, im Vergleich ist die Abweichung vom Idealfall - 6.500 Kelvin - aber durchaus vertretbar. Gleiches gilt für den Kontrast, der mit einem Verhältnis von 1.072:1 keine Maßstäbe setzt, aber dennoch klar zum oberen Drittel gehört.

Fazit

Wie wenig Einfluss man bislang tatsächlich bei der Konfiguration von Ultrabooks hatte, wird erst durch das Schenker S403 wirklich erkennbar. Denn die wenigen Varianten, die die namhaften Hersteller im Angebot haben, werden vom Leipziger Unternehmen problemlos in den Schatten gestellt. Dabei bietet man mit den beiden Mobilfunkmodulen zusätzlich eine Option, die bei Ultrabooks noch immer rar ist. Wer sich hierfür entscheidet, macht sein Gerät mobiler, als es ohnehin schon ist.

Gute Laufzeiten, zahlreiche Konfigurationen, dunkles Display
Gute Laufzeiten, zahlreiche Konfigurationen, dunkles Display

Das i-Tüpfelchen ist in puncto Individualisierung aber die Möglichkeit, das S403 auch nach dem Kauf noch problemlos verändern zu können. Entpuppt sich die SSD nach einigen Monaten als zu klein, kann ohne Mühe ein anderes Modell eingesetzt werden. Gleiches gilt für WLAN-Modul und Arbeitsspeicher. Wer sich bereits mit Ultrabooks auseinandergesetzt hat, erkennt das Besondere daran. Doch auch abseits dieser Freiheiten sammelt das S403 Pluspunkte. Das Gehäuse bietet eine hohe Verwindungssteife und gut platzierte Schnittstellen, im Falle der Testkonfiguration steht zudem eine für viele Aufgaben ausreichende Leistung zur Verfügung. Dass die Kühlung dabei keinerlei Probleme hat, ist mittlerweile - traurigerweise - eine Erwähnung wert. Selbstverständlich ist hingegen, dass die Laufzeiten nicht negativ auffallen. Zwar ist bei geringer Last Steigerungspotential vorhanden, für viele Fälle reicht der problemlos wechselbare Akku aber aus.

Allerdings trüben einige kleinere Macken den Eindruck. Die Verarbeitungsqualität ist nicht über jeden Zweifel erhaben, gerade bei Tastatur und Touchpad fällt dies auf. Aber auch die Display-Beleuchtung wird dem Gerät nicht gerecht, im Freien sind Probleme so vorprogrammiert. Ein schlechtes Ultrabook ist das S403 deswegen aber noch lange nicht, im Gegenteil. Wer Wert auf flexible Konfigurationen und die Möglichkeit, auch später noch Veränderungen vornehmen zu können, legt, sollte das Schenker-Notebook auf die Liste der Kandidaten setzen. Nimmt man sich in Leipzig der Schwachpunkte an, dürfte das S403 eine erfolgreiche Zukunft vor sich haben.

Positive Aspekte des Schenker S403:

  • Speicher und Laufwerke leicht zu erreichen
  • vergleichsweise individuell zu konfigurieren
  • verwindungssteifes Gehäuse
  • Testkonfiguration mit hoher Systemleistung
  • Lüfter auch unter Last nicht störend
  • unter Last sehr gute Akkulaufzeiten

Negative Aspekte des Schenker S403:

  • schwache Display-Beleuchtung
  • Verarbeitung mit kleineren Mängeln
  • Tastatur ohne Beleuchtung