Seite 2: Leistung, Laufzeit und Kühlung

Obwohl Intels „Haswell“-Plattform mittlerweile seit Monaten verfügbar ist, Acer setzt beim Aspire R7 lediglich auf den Vorgänger „Ivy Bridge“. In puncto Leistung macht dies kaum einen Unterschied, „Haswells“ Vorsprung liegt in der Regel im mittleren einstelligen Prozentbereich. Davon abgesehen liefert der im Testgerät verbaute i5-3337U mit seinen zwei Kernen eine für viele Bereiche mehr als ausreichende Performance. Die Taktraten bewegen sich im Betrieb zwischen 1,8 und 2,7 GHz, die TDP des in 22 nm gefertigten Prozessors wird mit 17 Watt angegeben. Cinebench attestiert der CPU 2,46 Punkte, was dem Niveau eines i5-4200U entspricht.

3dmark

Altbekannt ist die integrierte GPU vom Typ HD 4000, die mit ihren 16 Execution Units und 350 bis 1.100 MHz deutlich leistungsschwächer als die meisten ihrer Nachfolger ist. Allerdings hat Acer vorgesorgt und dem Aspire R7 darüber hinaus mit der NVIDIA GeForce GT 750M einen zweiten Chip spendiert. Dieser entspringt allerdings ebenso wenig wie die CPU der derzeit aktuellen Garde, sondern ist lediglich ein Aufguss der GeForce GTX 660M, allerdings mit knapp 970 MHz einige Prozent schneller. Der GPU zur Seite stehen 2 GB Speicher vom Typ GDDR5, die TDP liegt bei etwa 40 Watt.

Während das Aspire R7 in Hinblick auf die Rechenleistung somit für Office und Co. mehr als ausreichend gewappnet ist, schwächelt leider der Massenspeicher. Denn auf eine SSD, selbst als Cache, muss man trotz des Preises von etwa 1.000 Euro verzichten, dementsprechend fallen die Produktivtests mit PCMark 7 und 8 eher ernüchternd aus. Hier kann sich die Testkonfiguration lediglich im unteren Mittelfeld platzieren. Besser sieht es allerdings aus, wenn nicht die Festplatte, sondern die GPU gefordert ist. Im 3DMark erreicht man durchaus gute Resultate, bei reduzierter Auflösung laufen aktuelle Spiele auch bei hohen Detailgraden flüssig. Werden die nativen 1.920 x 1.080 Pixel genutzt, muss hingegen mitunter die Qualität heruntergeschraubt werden. 

Effizienter Lüfter 

Sorge, dass die Technik nach längeren Spiele-Sessions in Mitleidenschaft gezogen wird, muss man aber nicht haben. Denn das Kühlsystem arbeitet effizient und vor allem wenig aufdringlich. Im Leerlauf ist der Lüfter mit 31,6 dB(A) auch in ruhigen Umgebungen meist gar nicht zu höheren, nur vereinzelt wird die Drehzahl für wenige Sekunden erhöht. Bei vollen Umdrehungen wird es dann mit 45,5 dB(A) auf dem Papier zwar deutlich lauter, das Arbeitsgeräusch ist aber kaum störend, sondern eher mit einem Rauschen zu vergleichen. Wird die vorhandene Leistung über einen langen Zeitraum abgerufen, erreichen CPU und GPU 62 und 90 Grad Celsius, eine Drosselung der Leistung konnte nicht beobachtet werden. Unkritisch sieht es auch beim Gehäuse aus, das sich nach anhaltenden Lastphasen punktuell auf circa 49 Grad Celsius an Ober- und Unterseite erhitzt; einen längeren direkten Hautkontakt sollte man allerdings dennoch vermeiden.

Kein Langläufer

Während der Verzicht auf „Haswell“ im Kapitel Leistung keinen wesentlichen Unterschied macht, sind die Unterschiede zwischen beiden Intel-Generation in Bezug auf die Laufzeit wohl gravierender. Denn selbst bei sehr geringer Last (Battery Eater Reader‘s Test) muss der 53 Wh fassende Akku nach knapp 4 Stunden wieder geladen werden. Bei höheren Anforderungen an die Technik (Battery Eater Classic) sind gut 2 Stunden ohne Steckdose möglich, im PCMark-Test bis zu 2,5 Stunden. Schuld daran sind die hohen Verbrauchswerte. Denn schon im Leerlauf genehmigt sich das Aspire R7 bis zu 18 Watt, unter Volllast sind es dann mehr als 96 Watt.