Seite 2: Leistung, Laufzeit und Kühlung

Klein aber oho

MSI verbaut leistungsstarke Hardware auf kleinstem Raum und lässt kaum Raum für Wünsche. Als Prozessor wird ein Intel Core i7-4702MQ aus der Haswell-Generation verwendet, der vier Kerne mit einem Taktspektrum von 2,2-3,2 GHz besitzt und dank Hyperthreading bis zu acht Aufgaben gleichzeitig abarbeiten kann. Der L3-Cache ist mit 6 MB üppig dimensioniert. Natürlich darf auch eine integrierte Grafikeinheit nicht fehlen, bei der es sich um eine HD 4600 handelt, die mit 400-1150 MHz arbeitet. Die Besonderheit an der CPU besteht darin, dass sie eine TDP von 37 Watt besitzt, also zehn Watt weniger konsumiert als die großen Geschwister. Das wirkt sich allerdings nicht im großen Stil auf die Leistung aus, denn in Cinebench 11 werden noch immer 5,8 Punkte erreicht, sodass alle Aufgaben im Alltag mühelos erledigt werden können.

Als GPU kommt trotz der kleinen Größe ein GTX- Modell, die GeForce GTX 760M, zum Einsatz, bei der es sich um einen Kepler-Verteter handelt. Der GK106-Grafikprozessor bringt es auf 768 Shadereinheiten und bietet damit die doppelte Anzahl des noch bei der GTX 660M genutzten GK107. Der Kerntakt beträgt analog Shadertakt 657 MHz. Der GDDR5-Grafikspeichr besitzt eine Kapazität von 2 GB und ist über ein 128 Bit breites Interface angebunden. In Kombination mit dem eingesetzten Prozessor liefert die GPU in den meisten Lebenslagen auch in der nativen Display-Auflösung ansprechende Frameraten. So werden in Anno 2070 nativ 47,78 fps erreicht, während es in Bioshock Infinite 52,45 fps sind. Etwas knapper wird es bei sehr anspruchsvollen Engines, wie sie beispielsweise bei Metro 2033 zum Einsatz kommt, denn hier werden in der nativen Auflösung nur noch 25,43 fps dargestellt, während bei Hitman: Absolution nur noch 20,04 fps erreicht werden. Etwas Puffer gibt es aber noch, denn wir testen zum einen mit hohen Qualitätssettings, zum anderen mit der nativen Auflösung von 1600x900 Bildpunkten. Wer mit einer interpolierten Darstellung leben kann, der kann schnell einige FPS gutmachen. Im 3D Mark 11 erreicht der 14-Zöller eine gute Leistung von 3511 Punkten, während es im aktuellen 3D Mark Firestrike 1994 Punkte sind. Gemessen an der Größe liefert das GE40 aber eine hervorragende Leistung ab, die  zeigt, dass es durchaus möglich sein kann, unterwegs zu spielen.

Deviltech Devil 7800

Die Bandbreite des 8 GB fassenden DDR3-Speichers liegt  mit rund 9,7 GB/Sek. auf dem üblichen Niveau. Beim Storage-System gibt es für einen 14-Zöller eine Besonderheit, denn MSI verbaut zwei Laufwerke. Eine 128 GB fassende SSD, die als schnelles Systemlaufwerk agiert und mit einem Datendurchsatz von 485 MB/Sek. eine vorzügliche Leistung abliefert. Zusätzlich gibt es „Datengrab“ in Form einer 1000 GB fassenden HDD, deren Platter mit 5400 rpm zu Werke gehen. So bietet das GE40 einen sehr hohen Alltagsnutzen und auf das optische Laufwerk, für das es keinen Platz mehr gab, verzichten wir da gerne. Die hohe Systemleistung wird im Gesamten sowohl vom PC Mark 7 als auch vom neuen PC Mark 8 honoriert, denn in beiden erreicht das GE40 für einen 14-Zöller eine stattliche Leistung.

Klein aber laut

Die ansprechende Performance hat aber wie so oft eine Schattenseite – und das ist die Lautstärke. Wirkt das Gehäuse zwar schlicht, wird spätestens unter Volllast klar, dass ein Gaming-Notebook auf dem Schreibtisch steht, denn es wird mit 48,2 dB eine beachtliche Lautstärke erreicht,  dass es noch lauter geht, zeigt aber beispielsweise das Deviltech Devil 7800. Deutlich störender als die Volllast-Lautstärke ist jedoch die Tatsache, dass im ansonsten angenehm ruhigen Idle-Betrieb die Lüfter immer wieder aufdrehen – hier wäre eine moderatere Lüftersteuerung die Lösung, denn im Idle wird stets mit moderaten Temperaturen gearbeitet. Unter maximaler Volllast muss die starke Kühlung allerdings sein, denn die Unterseite erreicht teils sehr hohe Temperaturen von 67,6 °C und auch CPU und GPU werden sehr warm – Letzteres führt so zum Throttling. Da eine so extreme Last in der Praxis aber nur selten vorkommt, hat dies auf die Leistung im Alltag kaum Auswirkungen.

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Deutlich besser gefällt uns das von MSI geschnürte Paket mit Blick auf die Akkulaufzeit. Insbesondere im Idle-Betrieb zeigt sich, dass die aktuellen Stromsparmechanismen in Kombination mit dem 65 Wh starken Akku gut harmonieren – das Ergebnis sind ein Durchhaltevermögen fernab der Steckdose von mehr als acht Stunden – so lassen sich bei minimaler Nutzung auch lange Vorlesungstage überstehen. Wird das GE40 normal genutzt, gibt der PC-Mark 8 besser Aufschluss: Hier stehen am Ende rund drei Stunden auf dem Programm, was der zu erwartende Wert ist, da beispielsweise in manchen Szenarien die dedizierte GPU zugeschaltet wird.

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