Seite 1: Test: Acer Aspire One 532 - kleines Netbook, große Tastatur

acer_aspire_one_532_teaserNetbooks sind leicht, mobil, nicht sonderlich schnell, dafür aber zumindest meistens bezahlbar. Ist die erste Faszination über die schier grenzenlose Mobilität vorüber, fällt schnell das größte Problem auf: Auf den kleinen Bildschirmen lässt sich nur wenig darstellen. Diesem Problem nimmt sich nun beispielsweise Acer mit seinem Aspire One 532 an. Das überaus schicke Pinetrail-Netbook besitzt trotz 10-Zoll-Display eine native Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten. Wie es mit dem Praxisnutzen aussieht, das zeigt unser Test.

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Ungeschönt betrachtet mangelt es dem Netbook-Sektor nun schon seit einiger Zeit an echten Innovationen: die neue Atom-Plattform bietet keinen wirklichen Fortschritt gegenüber dem Vorgänger. Zudem wurden nahezu alle Gehäuse-Konzepte mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen in den letzten zwei Jahren zur Genüge ausgetestet – kein Wunder also, dass viele Netbook-Produzenten Apples iPad-Trend folgen und nach den Netbooks die Pads für sich entdecken.

Dass es aber nun wirklich noch nicht an der Zeit ist, einen Abgesang auf die Netbook-Riege zu verfassen, ist klar. In den ersten Monaten des Netbook-Hypes wurden viele Fehler begangen, die in den nachfolgenden Generationen mühsam ausgemerzt wurden. Doch die stetige Evolution der Hersteller tut den Netbooks gut. Das haben die vier Kandidaten unseres großen Netbook-Round-Ups im vergangenen Monat gezeigt. Einen Schritt weiter möchte Acer nun mit dem neuen Aspire One 532 gehen. Das bietet nicht nur ein hochauflösendes Display, sondern übernimmt auch Elemente von der ausgewachsenen Aspire Gemstone Blue-Serie.

Weniger überraschend zeigt sich hingegen die Hardware-Ausstattung. Acer setzt beim Aspire One 532 auf den aktuellen Stand der Technik. So kommt Intels Atom N450 zum Einsatz, der mit 1,66 GHz zu Werke geht und dank der Hyper-Threading-Technik trotz nur eines Kerns zwei Aufgaben auf einmal bearbeiten kann. Als Chipsatz kommt, wie bei der aktuellen Pinetrail-Plattform üblich, Intels NM10 zum Einsatz, für die Grafikbeschleunigung zeigt sich entsprechend der in die CPU integrierte GMA 3150 verantwortlich.

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Auch mit Hinblick auf die Speicherausstattung fehlt es dem Aspire One 532 an genügend Eigenständigkeit, um sich von der Netbook-Konkurrenz abzusetzen. So kommt eine 250 GB fassende HDD zum Einsatz, die mit 5400 rpm arbeitet. Der Arbeitsspeicher kann 1 GB vorweisen – also auch hier ist Mainstream angesagt. Schade, dass noch immer kein weiterer Anbieter auf ASUS‘ Konzept des Web-Storage aufgesprungen ist. So steht die gesammelte Eee-Familie allein auf weiter Flur.

Individueller zeigt sich da schon das verbaute Display. Trotz einer Diagonale von 10,1 Zoll entschließt sich Acer dazu, ein Panel mit einer nativen Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten einzusetzen. Das führt zwar zu einer recht kleinen Darstellung, ermöglicht es aber, sehr viel auf dem Desktop darzustellen. Unser Testmuster verfügt über ein Glare-Type-Panel. Besonders interessant für Freunde matter Monitore ist aber, dass Acer das Aspire One 532 auch als Ausführung mit mattem Display anbietet. Hier wird deutlich, dass Acer aufgrund der hohen Auflösung wohl auch den Business-Markt im Auge hat.

Der verbaute Akku bringt es auf 63 Wh respektive 5600 mAh. Das verspricht im Zusammenspiel mit den genügsamen Atom-Komponenten lange Akkulaufzeiten. Pinetrail-Netbooks mit Monster-Akkus, wie es sie am Ende der ersten Atom-Generation zu Haufe gab, fehlen bislang aber noch immer weitestgehend. Im Vergleich mit unseren letzten vier Pinetrail-Netbooks besitzt unser heutiger Testkandidat jedoch, wenn auch nur knapp, die größte Akku-Kapazität. Es ist also davon auszugehen, dass sich das Aspire One 532 knapp an die Spitze setzen wird.

Eckdaten: Netbooks 
  Acer Aspire One 532
Prozessor: Intel Atom N450
Arbeitsspeicher: 1 GB
Festplatte: 1x 250 GB
Laufwerk: -
Grafik: Intel GMA 3150
Display: 10,1 Zoll - 1280 x 720 - Glare
Akku: 5600 mAh
Gewicht: 1,33 kg
Preis: ab 375 Euro
Garantie 24 Monate

 

Falsch macht Acer mit der Hardwareausstattung sicherlich nichts – etwas mehr Eigenständigkeit – gerade mit Hinblick auf die rechnende Hardware hätten wir uns aber dennoch gewünscht.