Seite 6: Fazit

Das Chieftec GPS-500C konnte sich im Test als gelungendes Netzteil präsentieren. Es bietet die versprochen hohe Effizienz auf 80PLUS-Platinum-Niveau und kann auch im Bereich Spannungsregelung und Ripple-/Noisespannungen eine souveräne Perfomace abliefern. Es arbeitet dank Fanless-Design absolut lautlos und sein Kühlkonzept macht einen ausgereiften und leistungsfähigen Eindruck. Mit einem modularen Kabelmanagement, vier PCI-Express-Anschlüssen und einer soliden Anzahl von Peripherianschlüssen enttäuscht es auch auf der Ausstattungsseite nicht.

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Schwächen in technischer Sicht hat das Chieftec GPS-500C eigentlich nicht, wenn man vom dürftigen Schutzschaltungskonzept absieht. Das (wahrscheinliche) Fehlen einer Temperatursicherung ist gerade bei einem passiven Netzteil ärgerlich, aber unter normalen Bedingungen sicher noch zu verschmerzen. Auch wenn keine OCP angegeben wird, schaltet das GPS-500C bei hoher Überlast auf den Spannungsschienen zuverlässig ab.

Die Achillesferse des Chieftec GPS-500C, welches alles in allem ein gutes Netzteil ist, ist unserer Meinung nach sein Preis. Aktuell bekommt man für einige (wenige) Euro weniger ein Seasonic Platinum Fanless 520W, welches zwar "nur" zwei PCI-Express-Anschlüsse mitbringt, aber dafür eine fünf Jahre längere Herstellergarantie vorweisen kann.

Positive Punkte beim Chieftec GPS-500C

  • hohe Leistungsfähigkeit für ein Fanless-Netzteil
  • stabile Ausgangsspannungen
  • sehr gute Effizienz (80PLUS Platinum)
  • gute Ausstattung mit modularem Kabelmanagement und bis zu vier PCI-Express-Steckern
  • passiv, absolut lautlos im Betrieb

Negative Punkte beim Chieftec GPS-500C

  • Defizite im Bereich Schutzschaltungen (vermutlich keine OTP)
  • zu hoher Preis im Vergleich zur Konkurrenz